Menschenrechtsgerichtshof befasst sich mit Verbot der Homo-Ehe

25. Februar 2010, 13:10

Anhörung zur Klage zweier Österreicher, die im September 2002 vor dem Standesamt heiraten wollten

Straßburg/Brüssel - Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg hat am Donnerstag eine Anhörung zu einer Klage gegen das in Österreich geltende Verbot der Homo-Ehe stattgefunden. In dem Fall gehrt es um zwei in Wien lebende Österreicher, die im September 2002 vor dem Standesamt heiraten wollten.

Dem Antrag des homosexuellen Paares wurde von seiten des Magistrates Wien nicht stattgegeben, mit der Begründung, dass Ehen nur zwischen Personen unterschiedlichen Geschlechts geschlossen werden könnten. Die beiden Männer - Jahrgang 1962 und 1960 - fochten darauf die Entscheidung vor dem Wiener Bürgermeister und letztlich vor dem Verfassungsgericht an. Sie argumentierten, dass sich der Begriff der Ehe gewandelt habe, und dass das Zeugen und Aufziehen von Kindern kein bestimmender Faktor mehr dafür seien. Die Berufungen waren nicht erfolgreich.

Diskriminierung und finanzielle Nachteile

Das homosexuelle Paar beruft sich in dem Verfahren vor dem EMRG auf Artikel 12 der Europäischen Menschenrechtskonvention (Recht auf Eheschließung). Beide Männer machen außerdem geltend, dass sie aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert würden, da sie (nach Rechtslage zur Zeit der Beschwerde, also vor Einführung der eingetragenen Partnerschaft für Homosexuelle, Anm.) keine andere Möglichkeit hätten, ihre Beziehung zu legalisieren. Im Vergleich zu heterosexuellen Paaren hätten sie außerdem finanzielle Nachteile in Kauf zu nehmen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 32
1 2
Der Waehlerwille
 
21
19.3.2010, 11:18
ein glück haben wir brüssel und strassburg

Kremser
13
23.3.2010, 10:37

schon, aber zu wenig weit weg.

Wolfgang Lederbauer1
01
Urteile des EGMR in der Vergangenheit

Es ist bemerkenswert, mit welchen Beschwerden sich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) zu beschäftigen hat und wie er vorgeht. Er hat also in diesem Fall eine Anhörung durchgeführt.

Interessant ist es , die Urteile des EGMR in der Vergangenheit zu verfolgen. Vor rund acht Jahren lehnte der EGMR die Behandlung einer Beschwerde eines öffentlich Bediensteten ab, weil dieser nach Auffassung des EGMR kein " Recht auf ein faires Verfahren" habe. Der Grund: Die Funktion eines öffentlich Bediensteten mit " exekutiver Macht". .

Der EGMR änderte seine Rechtsprechung in der Folge. Auch öffentlich Bedienstete haben ein Recht auf ein faires Verfahren.


http://so-for-humanity.com2000.at SFH-0185, SFH-0572 etc

Hubert Ungeist
 
226
25.2.2010, 18:46
Stimmt nicht beide Männer könnten genauso

hieraten wie jeder andere Mann in Ö auch. Zud den festgelegten Bedingungen.

Sonst wären auch POlygame diskriminiert.

loundy
 
28
hören sie endlich mit den polygamie-vergleichen auf, hubert, das ist einfach dumm.


homosexuelle wollen dieselben rechte wie heterosexuelle paare, heterosexuellen paaren ist auch polygamie verboten.

ich weiss, sie wollen clever wirken, wahrscheinlich sind sie es sogar, aber der vergleich hinkt einfach zu sehr, selbst wenn sie sich's noch so wünschen.

Hubert Ungeist
 
41
Stimmt es sollte wohl Bisexuelle heißen...

aber jetzt auf einmal ist es nicht diskriminierend wenn beiden Polygamie veroboten ist? Aber wenn beiden was anderes verboten ist, dann ist es diskriminierend?

x x3
19
26.2.2010, 20:46
Wie lange haben's für dieses originelle Posting gebraucht?

Sie können ja eh heiraten, nur nicht einander.
Des hot wos.
Diese tiefsinnige verborgene Ironie.
Bin schwer beeindruckt.
Sorgt sicher bei jedem Stammtisch für einen herzhaften Lacher.

PS: Bevor ich's ganz vergess in meinem Beeindrucksein.
Polygamie ist diskriminiert in Österreich und auch sonst so in dem Teil der Welt, den wir gemeinhin den Westen nennen.
Sie meinten wohl diskriminierend.

Hubert Ungeist
 
51
27.2.2010, 01:26
SIe sagen den Satz nicht zu Ende

Sie können ja heiraten, nur nicht einander - WIE ALLE ANDEREN AUCH. Und genau darum ist eins keine Diskriminierung.

Ich kann auch, wenn ich die Fähigkeiten haben, den Führerschein machen und Auto fahren. Bin ich allerdings zu dumm, dann kann ich nicht autofahren.

Formal besteht keine Diskrimnierung.

In der Realität bin ich dafür entweder
a) Die Ehe komplett abzuschaffen oder
b) Ganz öffnen - also auch Homoehe und eventuell andere SPielarten (Polygamie,...)

Diskriminiert kann nur eine EInzelperson werden, nicht eine Gruppe bzw. Paar.

hagane
17
28.2.2010, 09:31

Polygamie ist keine sexuelle Orientierung sondern ein Modell des Zusammenlebens und das sind zwei paar Schuhe.
Deshalb geht deine Argumentation hinten und vorne nicht auf, im wahrsten sinne des Wortes.

Hubert Ungeist
 
41
28.2.2010, 10:11
War ja sowieso nur ein Beispiel

nehmens halt Bisexualität

Und natürlich stimmt der Rest

galiontariaho
13
28.2.2010, 09:05
und er dreht sich weiter im kreis...

natürlich ist es diskriminierung.

sie schreiben teilweise durchaus kluge beiträge, aber warum sie bei diesem thema immer wieder diese unlogische aussage tätigen geht mir nicht ein.

es muss doch begreifbar sein, dass die diskriminierung darin liegt, dass homosexuelle nicht den partner heiraten dürfen, den sie möchten.

rein formal besteht darin bereits eine diskriminierung, weil der staat das geschlecht des partners vorschreibt, was im falle eines homosexuellen natürlich zu einer diskriminierung führt.

also völlig unverständlich, warum sie hier immer und immer wieder die selbe, unlogische aussage tätigen.

klar, jeder hat verstanden was sie sagen möchten, aber es ist schlicht und einfach falsch...

Tethys
22
26.2.2010, 12:18

Können Sie ein einziges sachliches Argument gegen die Homoehe vorbringen oder kommen von Ihnen nur polemische Statements?

Hubert Ungeist
 
33
26.2.2010, 14:04
Also erstens

die Homoehe kann man ruhig einführen.

Fakt ist der ursprüngliche Zweck der EHE war die Kinder, und die gegenseitige Absicherung. Diesen Zweck gibts heute nicht mehr.

Daraus folgt
Variante a) Ehe ganz aufgeben oder b) Öffenen - also HOmoehe, Polygamie, .....

Mir ist Variant a) lieber.

Das ist aber nicht das Thema des Artikel.

Es geht um die Diskriminierung eines einzelnen>(!) Manns aufgrund seiner Sexualität. Und das ist einfach nicht wahr. Der Mann kann durchaus heiraten (wie alle anderen auch). Er muss jan keine Josefinenehe führen. So wie er auch als Homosexueller mit einer Frau ein Kind zeugen kann - er muß sie ja nicht lieben. Daher gibts als Indiviuum KEINE Diskriminierung

Makronaut
12
26.2.2010, 16:29

"Fakt ist der ursprüngliche Zweck der EHE war die Kinder, und die gegenseitige Absicherung. Diesen Zweck gibts heute nicht mehr."

da sie ja auch sonst recht libertär mit dem terminus "fakt" umgehen: wie kommen sie auf die idee, dass gegenseitige absicherung heutzutage kein thema mehr wäre? wenn ich allein an die finanziellen vorteile denke...

und noch ein klitzekleiner hinweis: bei der "modernen" ehe geht es um die herstellung von verwandtschaft- incl aller finanziellen wie legalen vorteile - dh heteros dürfen ein verwandtschaftsverhältnis mit ihren lebensgefährtInnen eingehen - homos nicht.

aber das ist ja keine diskriminierung, gell?

galiontariaho
15
26.2.2010, 11:57
und zum hundersten mal...

wird diese behauptung aufgestellt... und zum hundertsten mal fällt wohl jedem bis auf hr. ungeist auf, wie falsch sie ist ;)

aber amüsant dass sie ihren schmäh zum hundersten mal schreiben, wo es doch im artikel und im endeffekt in der begründung für die klage genau DARUM geht, dass die ehe mit dem geschlecht der beteiligten personen verknüpft ist.

*QED*
93
25.2.2010, 18:13
Skurril, skurril!

Die Richter in Straßburg werden sich wundern über
das absurde Ansinnen.

*QED*
31
Mittelalterliche "Methoden"

Wird in Ö. gerädert oder gepfählt? Wenn ein Sozi
wie Zapatero am laufenden Band Absurditäten hervorbringt, dann muss man als "moderner Mensch"
dem nacheifern?

galiontariaho
26
26.2.2010, 11:58
stimmt..

schließlich hinkt hier österreich wahrlich schon weit dem rest europas hinterher... .für die richter wird es wirklich skurril wirken, welch mittelalterliche methoden in österreich noch bestehen..

Andreas B
12
25.2.2010, 17:18
2002...2010

Kein Wunder, dass sich nichts tut.

Jörg Schmidt XS
00
25.2.2010, 16:13

wäre interessant zu wissen wann mit der entscheidung zu rechnen ist

Hr. Wolf
227
25.2.2010, 15:06
Homo-Ehe?

Muahahahahahahaha!
Absurd.

Tethys
23
26.2.2010, 12:18

Argumente haben Sie auch?

galiontariaho
15
26.2.2010, 11:59
herrlich..

sie bringen ungefähr das niveau der homo-ehe-gegner auf den punkt ;)

Andreas B
33
25.2.2010, 17:19

sind sie der kollege vom Falken? oder haben sie nur den Benutzername gewechselt?

debian1
310
25.2.2010, 16:16

Genauso absurd wie eine Hetero-Ehe.

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