"Scharner nicht weiter Kapitän"

25. Februar 2010, 10:45
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    foto: apa/techt

    Constantini: "Es ist einfach zu viel, weil Scharner alles machen will, und dann hält er seinen Platz nicht."

ÖFB-Teamchef Constantini vor dem Testspiel gegen Dänemark im Interview über super Typen und weniger gute Typen

Wien - Nach fast viermonatiger Pause wird es für die österreichische Fußball-Nationalmannschaft mit dem Testspiel am Mittwoch (20.30 Uhr/live ORF1) im Wiener Happel-Stadion gegen Dänemark wieder ernst. Dietmar Constantini spricht über die bevorstehende Partie, die Querelen mit einigen Kickern, die offene Kapitänsfrage und die mögliche Unterstützung für die ÖFB-U21-Auswahl.

Wie sehen die Erwartungen für das Dänemark-Match aus?

"Wir wollen erfolgreich Fußball spielen. Dass das gegen die Dänen nicht einfach, aber möglich ist, habe ich auf den Videos gesehen. Sie spielen fast immer mit der gleichen Mannschaft, das ist natürlich ein Vorteil für sie."

Lässt so ein Spiel Rückschlüsse für die EM-Qualifikation zu?

"Eher nicht. Wir haben im Grunde zwei Trainings, eines davon besteht aus Auslaufen für die Salzburg- und Rapid-Spieler (Anm.: am Sonntag in der Bundesliga im direkten Duell im Einsatz). Da fehlt eh schon fast die Hälfte. Und am Mittwoch müssen wir dann schauen, dass wir gewinnen."

Zuletzt traten im Nationalteam sportliche Aspekte im Vergleich zu personellen Aspekten oft in den Hintergrund. Stört Sie das?

"Das ist einfach der Job eines Teamchefs. Er muss die Mannschaft zusammenbauen, mit allen unangenehmen Sachen, wenn zum Beispiel Spieler im Ausland nicht spielen. Man kann nie die sogenannte stärkste Mannschaft finden, weil viele gerade nicht aktiv sind. Es verwundert mich aber, dass immer Spieler gefordert werden, mit denen auch nicht mehr gewonnen wurde."

Haben Sie sich rund um die Personaldiskussionen etwas vorzuwerfen?

"Ich werde sicher Fehler gemacht haben, aber irgendwo bist du als Trainer machtlos, wenn ein Spieler (Anm.: György Garics) daherkommt und dir über Interviews erklärt, was du falsch machst und dabei die Hälfte der Mannschaft mitkritisiert, weil sie angeblich zu schnell ins Team gekommen ist. Es ist entweder fehlender Respekt oder eine Intelligenz-Frage, dass man über die Medien seinem Chef erklärt, was falsch ist."

Haben Sie ein Problem mit Kickern, die öffentlich ihre Meinung sagen?

"Ich bin der Letzte, der unmündige Spieler will, aber Spieler müssen eben Leistung bringen. Vielleicht muss man gewisse Sachen noch brutaler ansprechen, auch wenn man dann für viele ein noch größerer Unsympathler ist. Es kommt so rüber, als ob ich über den einen oder anderen Spieler schlecht reden würde. Aber über meine Spieler habe ich immer den Deckel drübergehalten. Bei aller Liebe zu Garics - er ist ein guter Spieler und spielt regelmäßig in Italien, aber gewisse Sachen gehen einfach nicht."

Garics und Ivanschitz sind nicht die einzigen Legionäre, mit denen es Probleme gibt. Wie ist das zu erklären?

"Mit dem Manninger-Rücktritt habe ich überhaupt nichts zu tun. Manninger ist zurückgetreten, weil ihm die Wertschätzung nicht entgegengebracht wurde. Bei mir war es nur bei einem Spiel. Ich habe Gspurning gegen Serbien spielen lassen, weil er uns davor die Partie gegen Rumänien am Schluss gerettet hat. Aber Manninger sagt ja, er hätte 70 statt 33 Länderspiele haben müssen. In dieser Zeit war ich zweimal in Pasching und bei der Austria. Ibertsberger hat gesagt, es ist ihm lieber, er hat die Doppelbelastung nicht, weil er noch keinen neuen Vertrag hat. Jetzt hat er einen neuen Vertrag, in Hoffenheim haben sie aber viele Verletzte, darum ist es jetzt auch nicht gut, wenn er kommt. Das habe ich respektiert. Und es wäre besser, Stranzl sagt mir am Telefon, dass ich keine Linie habe, als er sagt es über die Medien. Doch wenn man einen Umbau macht, gibt es genauso viele unzufriedene wie zufriedene Spieler."

Sind arrivierte Spieler generell schwieriger zu handhaben?

"In keinster Weise. Man kann Baur, Gilewicz, Chiquinho oder Ketelaer fragen, wie gut ich mit Älteren umgehen kann. Das hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit einer gewissen Zufriedenheit, wenn man einen nicht so behandelt, wie er vorher behandelt worden ist."

Sind Spieler wie Stranzl, Ivanschitz oder Garics einfach eine andere Generation mit anderer Mentalität als Baur und Co.?

"Das ist keine Frage der prinzipiellen Mentalität. Es gibt in jeder Generation super Typen und weniger gute Typen."

Welcher Spieler wird künftig Kapitän sein?

"Ich habe nicht vor, dass Scharner weiter Kapitän ist. Das habe ich auch mit seinem Berater Valentin Hobel besprochen, und er hat mir rechtgegeben. Es ist einfach zu viel, weil er alles machen will, und dann hält er seinen Platz nicht. Wenn Scharner nur seine Aufgabe erfüllt, ist er top. Aber dass er nicht mehr Kapitän ist, ist kein Grund, dass er nicht mehr einberufen wird. Pogatetz war bis Dezember Kapitän, jetzt schauen wir weiter. Ich werde dieses Thema vor dem Dänemark-Match mit Pogatetz, Scharner und den Spielern, die vielleicht infrage kommen, ausdiskutieren."

Wäre Marc Janko eine mögliche Alternative?

"Das ist eine Möglichkeit. Aber die Kapitänsrolle sollte nicht zu wichtig sein."

Wird die Kapitänsfrage bis einschließlich EM-Quali noch vor dem Dänemark-Match gelöst?

"Ich glaube schon, dass das gescheit ist."

Im Vergleich mit den Arrivierten gab es mit den Jungen weniger Probleme. Ist bis zur EM-Quali noch eine weitere Verjüngung zu erwarten?

"Nein. So, wie es jetzt ist, ist es genug."

Durch die Verjüngung stehen viele U21-berechtigte Spieler im A-Team. Die U21-EM-Quali geht gerade zum Quali-Auftakt des A-Teams in die entscheidende Phase. Werden Sie Andreas Herzog Spieler zur Verfügung stellen?

"Andi und ich sind ständig am Telefonieren. Er spielt jetzt gegen die dänische U21 und probiert zwei, drei andere, und ich lasse die anderen bei mir. Klar bekommt er zwei, drei Spieler, wenn er sie braucht. Ich kann ihm aber nicht acht geben, denn sonst habe ich zu wenig Spieler beim Training. Aber das A-Team hat Priorität. Wir spielen ja auch um eine Qualifikation. Wenn's hart auf hart geht, geht es von oben nach unten, das ist auch bei jedem Verein so." (APA)

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dawi
01
28.2.2010, 10:48
Sie spielen fast immer mit der gleichen Mannschaft, das ist natürlich ein Vorteil für sie

das ist natürlich für die öfb elf absolut unöglich, denn es drängen sich ja monatlich solche ausnahme kicker wie wolf auf... da dico is echt net tragbar!

Njörd
210
28.2.2010, 09:52
"Constantini nicht weiter Trainer"

Wer für die sofortige Ablöse des selbst erwählten Feuerwehrmannes ist möge dies mit "grün" quittieren.

Der Planlose
 
00
28.2.2010, 01:39
Vielleicht hat die österreichische Fußballnationalmannschaft

glück und Jogi Löw beendet nach der WM sein Trainerenegamet bei den Deutschen und erbahrmt sich und trainiert die ÖFB Mannschaft. Wäre sehr wünschenswert.

Raphael Hythlodeus
11
wär matthäus nicht grad frei? sogar der hat mehr ahnung vom fußball als der tiroler dorfdodel.

Jimmy Hoffa
00
28.2.2010, 01:32
Also

mich wundert beim DiCo schon rein gar nichts mehr. Würd mich nicht wundern wenn er die Binde heuer noch Alaba gibt weil ihm die Visage vom Pogatetz nicht mehr taugt...

wu-wien
00
27.2.2010, 23:09
Wurscht wer Kapitän is die Ösis putzen wir!

Mit Hiddink als Trainer können wir sogar die Deutschen um Platz 1 fordern.

Liam.com
00
28.2.2010, 09:10
Naja, allein Motivation und etwas Taktikempfinden reicht da nicht.

Machen wir uns nichts vor : die Deutschen, und nicht nur DIE, spielen einfach eine Klasse(mind.) über der des österr.Fussballs.Ich bezweifel ja nicht dass Österreich als underdog und Lieblingsfeind der Deutschen mal einen Lichtblick hat und es den Piefkes besonders schwer während eines direkten Vergleichs machen wird, die Motivation ist sicher immer vorhanden.Allerdings ist einfach das Leistungspotential des österr.Teams ehr sehr beschränkt(nicht zuletzt weil Constantini auf den fähigsten,einsetzbaren Mitellfeldakteur verzichtet)..selbst mit GOTT als Trainer wird Deutschland ehr eine unlösbare Aufgabe für das österr.Team bleiben.Da liegen einfach Welten dazwischen.

al stroh
 
13
27.2.2010, 21:36
Constantini

Ich finde es absolut unprofessionell, von constantini, ivanschitz, stranzl und garics aus persönlichen(!) Gründen nicht einzuberufen.
Alle drei wären absolute leistungsträger im öfb team, was jetzt nicht unbedingt heißen soll das, mit diesen spielern die em~quali geschafft werden würde, aber trotzdem.
Constantini absoluter fehlgriff und bauernteamchef hoch5, ein trottek durch und durch.

wir-werden-europameister!
00
28.2.2010, 15:15
der blumenau

...bringts auf den punkt:
http://fm4.orf.at/stories/1640360/

was unter uns gesagt sonst eher selten der fall ist)))

Njörd
00
27.2.2010, 17:34
Warum boykottiert Ihr das Spiel nicht und ...

geht ins Stadion? Warum schaut Ihr Euch das im TV an? Nur dann wenn der ÖFB merkt, dass keine Zuseher kommen und es keine Einschaltquoten mehr gibt wird man reagieren.

Sophist1
01
27.2.2010, 10:19
Einen Titel hat Constantini bereits. Den des besten Erfinders von .....

...Nebenkriegsschauplätzen. Um vom eigenen Unvermögen abzulenken.

Der Jurist
00
27.2.2010, 08:44
...und ich freute mich schon auf die headline....

constantini nicht mehr teamchef !

TheLaw
11
27.2.2010, 07:41
Constantini ist jetzt schon eine Legende. Er ist mit Sicherheit der größte Schwachkopf der jemals Teamchef war. Fakt. Noch Fragen? Mitn Hobel redet er wie er mit Scharner umgehen soll. Unglaublich.

fischkopp
01
26.2.2010, 16:55

Der Constantini scheint ja Österreichs Fussball-Fans noch unbeliebter zu sein als drei verschossene Elfer hintereinander. Nur schien das bei seinen Vorgängern das Gleiche zu sein. Warum holt sich der ÖFB nicht mal einen wirklich guten Mann, z.B. Hans Meyer wäre doch gerade frei. Meyer sehe ich als Idealbesetzung.

silverfinger
10

die österreicher haben immer noch nicht gelernt, dass es nicht nur auf den Teamchef ankommt ... welcher volldepp von trainer will sich das überhaupt antun ... und ständig die jammerei .. ists ein wiener schimpft der westen ists ein tiroler schimpft der osten

ohne constantini würde auch nicht mehr gewonnen werden und mit constantini hat österreich wenigstens jemanden der sich einen Schei* um solche Meinungen kümmert wie diese hier im möchtegern "profi-sportfussballmöchtegernkritiker"forum (inkl. meine eigene)

Helmut Mayer
00
Na...

...dann nehmen wir einen aus dem Sueden..;-) Ich hielte Franko Foda fuer eine gute Wahl, doch vermute ich, dass er es nicht machen wuerde, da er ein junger aufstrebender Trainer ist, der sich dieses Risiko nicht antun moechte.
Das ist aber genau das Problem, die Leute, die es machen wuerden, sind unfaehig, und die faehigen machen es nicht, weil sie erkennen, dass es bei dem Umfeld praktisch unmoeglich ist, zu arbeiten.
Und natuerlich habe die Faehigen auch viel bessere Optionen, als unser Nationalteam zu trainieren...

silverfinger
00

hoffentlich machts der Foda nicht ... aber ich denke bevor er die österr. Nationalmannschaft trainiert geht er eher in die 2. deutsche BL ;)

wir-werden-europameister!
00
28.2.2010, 15:09
mayer

ja der wär was!!!!

Schweinebacke
00
Meyer wäre gut – gewesen. Jetzt ist er mit 68 wohl keine Option mehr.

Herr Gruber
04
26.2.2010, 18:31

der unterschied zwischen constantini und den anderen (die auch alle ihre legos gebaut haben) ist der:

keiner von denen hat seine spielers öffentlich schlecht gemacht, kindische machtspiele gespielt und offensichtlich und durchschaubar die unwahrheit gesagt hat.

für den egotrip eines verlogenen dilletanten ist sogar die österreichische nationalmannschaft zu schade.

Herr Gruber
00
26.2.2010, 18:49

ich nehme ein "hat" zurück.

JeanPaulGaultier
12
26.2.2010, 16:41
Constantini R A U S !!!

Hurbert Prohuzzla
03
26.2.2010, 14:36
aber eines ist sensationell!

es herscht einigkeit bei der standard-community! DC is ein absoluter irgendwas!

die argumente sind zum lachen, der kader zum weinen! ich erwische mich dabei zu hoffen, dass wir jedes einzelne spiel verlieren, nur damit dieser lurch wieder verschwindet!

Lego12
01
26.2.2010, 15:00
und wer komt dann? und was war davor?

unterm hicke is auch nicht gelaufen, unter Brückner auch ned...
Was soll sonst kommen?

benjohnson1988
00
26.2.2010, 17:56

Jemand der nicht in den heimischen Seilschaften verfangen ist, internationale Erfahrung hat und ehrgeizig ist.

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