Brüssel - Der ständige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy will die europäischen Staats- und Regierungschefs künftig deutlich öfter als bisher zu Gipfeltreffen einladen. "Ich bin sicher, dass es uns mit der Zeit gelingen wird, der Union mehr Einigkeit und mehr politische Führung zu geben", schreibt Van Rompuy in einem Brief an die 27 Mitgliedstaaten, der der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe) vorliegt. Dazu sei es allerdings nötig, "sich künftig häufiger zu treffen".
Die europäischen Staats- und Regierungschefs sind der Zeitung zufolge offenbar gewillt, dem Vorschlag Van Rompuys zu folgen. Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstütze häufigere Treffen auf Regierungsebene, zitierte die "SZ" Regierungskreise in Berlin. Das sei "besonders in der Krise sinnvoll", hieß es demnach. Französische EU-Diplomaten bezeichneten den Vorschlag des Belgiers als "sehr sinnvoll", und auch die italienische Regierung signalisierte "grundsätzliche Zustimmung", schreibt das Blatt. Unter den großen EU-Ländern zeige sich einzig die britische Regierung skeptisch. (APA)
Einen stärkeren Außenauftritt der Union und mehr Forschungsprojekte fordert EU-Parlamentarier Othmar Karas
Kaum Einsparungen für Österreichs Diplomatie durch "Europäischen Auswärtigen Dienst"?
Klassischer EU-Vorsitz der Staaten ist Geschichte, Van Rompuy, Barroso drängen nach
EU-Datenschutzbeauftragter kritisiert das Bankdaten-Abkommen zwischen der EU und den USA - US-Fahnder können auf Kontodaten zugreifen
Nach der "politischen Einigung" zur Schaffung des Diplomatischen Dienstes der EU kommt neuer Widerstand von für den Haushalt zuständigen
EU-Abgeordneten gegen ein "Hauruckverfahren"
Europäisches Parlament beschließt Einrichtung des neuen Diplomatischen Dienstes - Außenministerin Ashton verspricht Kooperation
Franzose wird General - Österreicher will nach Peking
Leterme geißelt den Pessimismus auf dem Kontinent - Schaffung von Jobs und Wachstum oberste Priorität
Außenminister: Deutschkenntnisse sollen Einstellungskriterium für den Auswärtigen Dienst werden
Farage: "Prototyp für ganze EU" - Claeys: "Orchester auf der Titanic" - Leterme: Innenpolitisches Patt in Brüssel "Vorteil"
Der EU-Parlamentarier erklärt, warum er nicht mehr verdienen will und ein Verbot der türkischen Kurdenpartei für den falschen Weg hält
Experte: Brüssel braucht anderen Umgang mit Peking
Berufsanfänger müssen etwa angeben, ob Verwandte an hohem Blutdruck, Krebs oder Geisteskrankheiten leiden
Cathrine Baroness Ashton wird die EU künftig nach außen vertreten
Belgischer Ministerpräsident ist Liebling der Karikaturisten
Dass sich die EU um Identitätspflege kümmert, ist verständlich. Ob das vorgeschlagene "Kulturerbe-Siegel" dafür ein geeignetes Mittel ist, erscheint fraglich - von Wolfgang Zinggl
Spanien brachte die Zäsur: Regierungschefs und Parlament übernehmen die Macht - Von Thomas Mayer
So haben wir uns das vorgestellt mit der gemeinsamen Außenpolitik: Die kleinen Länder sollen kuschen, die großen dominieren - von Thomas Mayer
Frankreich und Italien schließen bei Gipfel Atomenergieabkommen
Elf Mitgliedsstaaten, darunter Österreich, fühlen sich übergangen
Kristalina Georgieva ist die einzige Osteuropäerin, die es in der Weltbank so weit nach oben geschafft hat. Nun wird sie nach Brüssel geschickt
Designierter Kommissar weist Schwarzgeld-Vorwürfe zurück, will "Papa der Regionen" sein und fordert neue Städtepolitik - derStandard.at berichtete live mit Gastkommentaren von Voggenhuber und Swoboda
Es gibt zwei zueinander völlig konträre Lesarten, wie Jelevas "freiwilliger Verzicht" einzuordnen ist
Daniel Cohn-Bendit über die neue Kommission, Hilfen für Griechenland und EU-Gegner, denen er ein Referendum über den Austritt rät
Es wundert mich schon, wieso es hier nicht im Standard steht, im TV hört man jedenfalls heute in den Nachrichten, dass eine EU beabsichtigt, eine eigene "Wirtschaftsregierung" zu bilden, die die Wirtschaft aller Mitgliedsländer regelt. Wie wohl, fragt ihr euch? Na neoliberal und ultrakapitalistisch, dafür interessiert die EU so was wie Mindestlöhne und Sozialstandards nicht die Bohne - nur Regelungen des GATS, WTO und Weltbank. Ich hoffe, das freut hier alle...
Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.