Tödliche Lightshow für Katzen auf Kangaroo Island

24. Februar 2010 13:22

Neuartige Fallen machen sich die Neugier der kleinen Räuber zunutze - Ökosystem der australischen Insel durch menschlichen Einfluss fragil

Sydney - Katzen zählen neben Ratten und Mäusen zu den schlimmsten bioinvasiven Spezies weltweit. In Australien, das - siehe Kaninchen, Dromedare oder Agakröten - an Bioinvasoren mit explosivem Vermehrungspotenzial nicht gerade arm ist, ist dies ebenfalls der Fall, wenn auch regional unterschiedlich. Ein neues Programm zur Verringerung der Bestände an verwilderten Hauskatzen soll nun auf Kangaroo Island durchgeführt werden.

Neuartige Fallen, die neugierige Katzen mit Licht und Geräuschen anlocken, sollen bald auf der Insel getestet werden, wie das Forschungszentrum für Invasive Tiere am Mittwoch auf seiner Internetseite ankündigte. Die Wildkatzen würden von Licht und Tönen in eine Röhre gelockt, erklärte Professor Steven Lapidge im Rundfunksender ABC. Wenn Sensoren das Tier als Katze identifizierten, werde es mit einem Giftspray getötet.

Insel-Ökosystem

Die 145 Kilometer lange und etwa 4.400 Quadratkilometer große Kangaroo Island liegt 13 Kilometer von der australischen Küste entfernt. Diese Distanz hat ausgereicht, dass der Insel einige Bioinvasoren des Festlands wie Füchse oder Kaninchen erspart geblieben sind. Nicht jedoch Katzen: Die Forscher gehen davon aus, dass in gesamt Australien mehr als 18 Millionen verwilderte Katzen leben, die von Hauskatzen abstammen. Angesichts der Größe des Landes und einer geringen Zahl von Raubtieren konnten sich eingeführte Tierarten auf dem fünften Kontinent ungehindert verbreiten. In abgeschlossenen Insel-Ökosystemen wirken sich die Folgen dieser Verbreitung auf die einheimische Fauna und Flora noch stärker aus.

Kangaroo Island gerät wegen seines - menschengemacht - fragilen Ökosystems immer wieder in die Schlagzeilen. Außer den europäischen wurden im Lauf der Zeit auch zahlreiche australische Festlandspezies eingeführt. So zum Beispiel Koalas, die sich im Anschluss so stark vermehrten, dass zu Sterilisierungs- und Umsiedlungsaktionen gegriffen wurde. Als diese nicht den gewünschten Effekt brachten, wurden auch Massentötungen diskutiert, was aber nicht zuletzt aus touristischen Erwägungen ein höchst umstrittenes Thema ist. (APA/red)

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Elisabeth1201
28.02.2010 17:36
Katzentötungen

Na bravo, immer gleich mit Tötungen hantieren - ist ja fast wie bei uns in Österreich, wo sich die Jägerschaft "so lieb" um alle "schädlichen" Tiere kümmert und sie unbedingt killen muss, denn nur so "schützt man ja die Natur".

Australien tut sich leider besonders hervor mit Einführung von nicht-heimischen Tieren (und Pflanzen), aber wenn's Kühe, Schafe, neuerdings auch Rotwild (zum Export an die Jager in alle Welt) usw., dann können es nicht genug davon sein.

Sicher gibt's für Wildkatzen auch eine Lösung, Kastrieren z.B., bzw. Lebendfang und neue Heimat. Geht ja bei uns auch sehr gut!

Brigitte Kashofer1
 
20.12.2010 23:54
Nicht naiv sein!

Wir vergessen immer wieder, dass jedes Lebewesen sterben muss. Die Natur ist viel grausamer als der Mensch. Wie elend manche Tiere - vor allem junge - in der Natur zugrunde gehen, wollen wir uns gar nicht vorstellen. Raubtiere, Krankheiten, Parasiten, Nässe, Trockenheit, Kälte und Nahrungsmangel fordern unentwegt Opfer. Schmerzen und Leid sollte man vermeiden. Aber kurz und schmerzlos töten ist eine humane Methode.

checkmate
04.04.2010 21:09

sie haben wohl keine besondere Jägerempathie. Das Problem in Australien sind aber nicht die Jäger, sondern die Katzen. Kastrieren alleine bringt wenig, da sie erstens nicht alle 18 Mio auf einmal erwischen, es sehr schwierig ist, kastrierte und noch nicht kastrierte zu unterscheiden und auch 18 Mio einen erheblichen Schaden am Ökosystem hinterlassen. 18 Mio einfangen und woanders hin verfrachten. Seiens mir nicht bös, aber Tierheime dieser Größenordnung funktionieren nicht, und obs den Katzen wirklich besser geht, wenn man sie nach China (oder sonstwohin) verfrachtet, wage ich zu bezweifeln..

piroschka d.
27.02.2010 19:12

ich gaub das sind die Taxidermia Katzen auf dem Bild ...

the academic cyber sense
26.02.2010 17:50

kann ich bitte die schwarzweisse langhaarmieze haben bevor sie vergast wird? danke!

Sybil
25.02.2010 13:46
automatische erkennung

"Wenn Sensoren das Tier als Katze identifizierten"

na ob das gut geht?

got-it all
28.02.2010 10:41

fremdsprachen lernen:
macht die katze wau wau wird sie von der röhre ausgespuckt.....

Thomas Felder
25.02.2010 10:26
Massentötungen diskutiert, was aber nicht zuletzt aus touristischen Erwägungen ein höchst umstrittenes Thema ist

nicht weils unmenschlich ist, nein, aus touristischen gründen.

kann man ned endlich was gegen den schlimmsten bio invasor unternehmen??

gigngogn
25.02.2010 15:12
Wieder ein Ökologist, die vermehren sich wie die FLiegen auf ienem Kadaver

Zum Glück sind sie leicht zu erkennen, z.B. so:

Das fünfte Gebot:
Du sollst deine Gattung verachten!
Der Mensch ist das Krebsgeschwür des Globus. Vor seinem Auftauchen war der Planet eine friedliche Idylle.

Rollstuhlterrorist
25.02.2010 21:13

Naja wo er recht hat. Der Mensch ist der größte Bio Invasor, und auch der größte Feind vom restlichen Leben auf diesem Planeten. Die Menschheit als ganzes gesehen ist nun mal scheis*e.

Und nein ich fordere nicht das der Mensch vom Planeten Erde verschwinden soll.
Aber sich selbst belügen hilft auch niemandem weiter. ;)

gigngogn
27.02.2010 22:18

>und auch der größte Feind vom restlichen Leben
>auf diesem Planeten
Im Gegenteil, der Mensch ist das einzige Lebewesen das sich überhaupt Gedanken darüber macht, das durch sein Wirken und dessen Konsequenz andere Arten verschwinden.

>Die Menschheit als ganzes gesehen ist nun mal
>scheis*e.
Wie schon geschrieben, typischen BS eines Ökologisten. Schon lange vor dem Menschen sind 99,9% aller Arten verschwunden und auch ohne ihn wird das weiterhin so sein.

Regis 1
18.06.2010 09:59
der Mensch ist das einzige Lebewesen das sich überhaupt Gedanken darüber macht

sind sie sich dessen absolut sicher?

ChesneyB
25.02.2010 13:48
wotan 1
25.02.2010 09:56
warum???

das nennt man doch evolution....

warum der natur wieder ins handwerk pfuschen??

katzen sind die besseren menschen!

Tethys
26.02.2010 08:49

Ähm, wie soll ich es erklären, damit auch Sie das verstehen?

Die Probleme sind entstanden, WEIL DER MENSCH DER NATUR INS HANDWERK GEPFUSCHT HAT.

Was genau "Evolution" lesen Sie bitte selbständig nach.

Mucosaprolaps
25.02.2010 13:35

Ist es deiner Ansicht nach "Evolution", wenn der Mensch aus Geldgier fremde Pflanzen und Tiere auf einem Kontinent aussetzt und diese alles Einheimische kahlfressen? LOL

Gerhard Eigner
25.02.2010 09:14
Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
25.02.2010 08:50
Show

Man braucht gar nicht bis Australien gehen - auch bei uns sind verwilderte Katzen ein grosses Problem, da sie die Gelege der Bodenbrüter (Fasane) plündern, und Hasenjungen reissen. Die Jäger sind gezwungen, ständig verwilderte Katzen abzuschiessen. Allerdings wird da nicht viel Aufhebens darum gemacht, da sonst die selbsternannten "Tierschützer" aufjaulen würden wie die Katzen...

M L3
25.02.2010 15:34
Jäger die auf Katzen schießen sollten selbst angeschossen werden

Man muß sie ja nicht töten. Katzen sind liebvolle anschmiegsame Tiere.

Leonardo Basil
26.02.2010 11:53

schon mal eine wildkatze gestreichelt?

gigngogn
25.02.2010 16:35
Und so schmackhaft! Eine Verschwendung die im Wald liegen zu lassen.

M L3
25.02.2010 21:31
Hast du sie gekostet?

Würde ich nur im äußersten Notfall essen, also quasi wenn ich zwischen Mensch, Katze, irgendwas ekligem oder verhungern wählen müßte. Aber immer noch besser als einfach verrotten lassen. Hasen/Kaninchen sind ja auch recht kuschelige Tierchen und ich esse sie ohne schlechtes Gewissen.

gigngogn
27.02.2010 22:19

>Hast du sie gekostet?
Nein, dem Urteil des Opas vertraut.

nix fir unguad
26.02.2010 23:38
Katzenfleisch ist dem Kaninchenfleisch sehr ähnlich

Wenn man in einem anglikanischem Land im Supermarkt ein verpacktes Kaninchen kauft ist immer eine behaarte Kaninchenpfote mitverpackt. Dies dient dem Konsumenten zu versichern dass es sich wirklich um ein Kaninchen handelt und nicht um eine Katze.

Regis 1
18.06.2010 10:01
Katzenfleisch ist dem Kaninchenfleisch sehr ähnlich

darum sollten bei uns - lt. gesetz - ganze kaninchen immer mit dem kopf verkauft werden ...

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