Präsidentin Fernandez de Kirchner kritisiert UN-Sicherheitsrat - Rio-Gruppe verurteilt Resolution gegen Großbritannien an
London - Großbritannien hat trotz heftiger Proteste
Argentiniens mit den Probebohrungen zur Ölsuche vor den Falkland-Inseln
begonnen. Trotz argentinischer Proteste brachte die britische Desire Petroleum am Montag rund 100 Kilometer nördlich der Falkland-Inseln die erste Ölbohrung nieder. Experten zufolge
können in dem Feld "Liz" bis zu 400 Millionen Barrel Öl liegen, obwohl das
Risiko einer Fehlbohrung groß ist.
Die Falkland-Inseln im Südatlantik gehören zu
Großbritannien, werden aber auch von Argentinien beansprucht. Die britische
Regierung betonte, dass die Aktion in Einklang mit internationalem Recht stehe.
Lateinamerika-Gipfel verurteilt Bohrungen
Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner bezeichnete die Probebohrungen als
illegal und warb beim Lateinamerika-Gipfel der Rio-Gruppe am Montag im
mexikanischen Cancun um Unterstützung für ihre Position. Die in argentinischen Medien oft als "CFK" bezeichnete Präsidentin nutzte ihre gesamte Redezeit für eine Erklärung der argentinischen Sicht auf die Geschichte der Inseln.
Sie beklagte die Untätigkeit des UNO-Entkolonisierungskommittees und kritisierte die ständig im UN-Sicherheitsrat vertretenen Staaten: "Wer einen Permanenten Sitz im Sicherheitsrat hat, kann gegen tausendundeine Resolution verstoßen, während sich die übrigen Staaten an die Regeln halten müssen." Fernandez de Kirchner geht davon aus, dass es im 21. Jahrhundert vermehrt zu Konflikten um knapper werdende Rohstoffe kommen wird.
"Den Kannibalen nicht essen"
Argentinien werde aber keinen Versuch unternehmen, die britische Ölfirma mit
Gewalt an der Arbeit zu hindern, erklärte Fernandez vor Journalisten. "Wir
glauben nicht an Blockaden und ähnliche Methoden," sagte sie am Rande des
Gipfeltreffens, "wir haben immer kritisiert, was mit Kuba geschieht." Maßnahmne, die dem internationalen Recht widersprächen, kämen nicht in Frage. Ihr Vergleich "Das einzige, was man mit einem Kannibalen nicht tun kann, ist ihn zu essen" rief Gelächter hervor.
32 lateinamerikanische und karibische Staaten betonten bei dem Gipfeltreffen
in Mexiko die "legitimen Rechte der Republik Argentinien in dem
Souveränitätsstreit mit Großbritannie.", sagte der mexikanische Präsident
Felipe Caldero.
Außenminister bei der UNO
Buenos Aires forderte
die britische Regierung in den vergangenen Jahren immer wieder auf, über die
Malvinas, wie die Inseln in Argentinien heißen, zu verhandeln. Argentiniens
Außenminister Jorge Taiana will diese Woche mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon
über das Thema in New York sprechen.
Das britische Verteidigungsministerium machte am Montag klar, dass die
Regierung alles Notwendige tun werde, um die Falkland-Inseln zu verteidigen. Die
Inseln hätten ein legitimes Recht, die Ölindustrie in ihren Gewässern zu
entwickeln, Großbritannien habe Argentinien dies verdeutlicht, hieß es.
Ein Sprecher des Unternehmens Desire Petroleum, einer Tochterfirma des
britischen Ölkonzerns Ocean Guardian, versicherte, die Plattform befinde sich in
britischen Hoheitsgewässern. Die Ölvorkommen in der von Großbritannien
beanspruchten 200-Meilenzone rund um die Inseln werden auf bis zu 60 Milliarden
Barrel (je 159 Liter) geschätzt. Damit wäre es eines der größten Vorkommen
weltweit. Schon 1998 war nach Öl gebohrt worden, die Ausbeutung galt damals
jedoch als nicht wirtschaftlich. Inzwischen sind die Ölpreise gestiegen.
"Imperien gehen schon unter"
Vor dem Gipfel der sogenannten Rio-Gruppe im mexikanischen Cancun erklärte
Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega am Sonntagabend, Großbritannien
solle die Inseln "an ihre wahren Besitzer" zurückgeben. Er werde eine
entsprechende Resolution des Gipfels unterstützen. Der venezolanische Präsident
Hugo Chavez erklärte, Argentinien sei im Falle eines erneuten bewaffneten
Konflikts mit Großbritannien um die Falkland-Inseln "nicht allein". Er forderte
die britische Königin Elizabeth II. auf, die Inselgruppe an Argentinien
abzutreten. "Königin von England, mit Dir rede ich, Königin von England, die
Imperien gehen schon unter", fügte der linksgerichtete Staatschef hinzu.
Ablenkung von innenpolitischen Problemen?
Beobachter vermuten, dass der Streit kommt den Regierungen beider Länder nicht ganz ungelegen komme. "Sowohl die britische auch als die
argentinische Regierung erleben derzeit ein Popularitätstief und dieser Konflikt
könnte ihnen kurzfristige Vorteile verschaffen...," schreibt die argentinische Zeitung"La Nacion". Einen Krieg wie 1982 hält Kommentator Rosendo Fragaaber für
unwahrscheinlich. Nach jahrelangem Sparen seien die argentinischen Streitkräfte
heute noch viel weniger als 1982 in der Lage, eine Auseinandersetzung zu führen.
Und schon damals musste Argentinien eine bittere Niederlage einstecken.
Argentinien und Großbritannien streiten schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts
über die Falklandinseln, die in Lateinamerika als "Las Malvinas" bezeichnet
werden. 1982 ließ die damals in Argentinien regierende Militärjunta die Inseln
von ihren Truppen besetzen, was einen Krieg mit Großbritannien auslöste. Die
Kämpfe kosteten rund 750 Argentinier, 255 Briten und drei Inselbewohner das
Leben, nach zehn Wochen kapitulierten die argentinischen Streitkräfte. Erst 1990
nahmen Argentinien und Großbritannien wieder volle diplomatische Beziehungen
auf, ohne aber den Streit um die Inseln gelöst zu haben. (red/APA)
da liegt genug Schmutz! Wie lange müssen wir es noch ertragen, daß der Mensch sich mehr um Aussenpolitik kümmert, als um sein Land?!
Vielleicht sollte man erwähnen, daß er seit Jahren Konzessionen für den Abbau von Bodenschätzen billigst an die Chinesen und Russen verschleudert. Ausverkauf des Landes, die Bevölkerung wird dafür zahlen.
Eine Schande, dieser Präsident und peinlich für jeden Venezolaner!
Also hat es ihnen mal gehört und die Briten haben es geraubt. Es läuft einfach alles falsch, nach westlicher Logik müssten die unterdrückten Staaten der dritten Welt und Lateinamerikas in den Elitenvierteln der Metropolen der Unterdrücker wahllos möglichst viele Leute abknallen, um den Nachschub der von Politik und Wirtschaft geförderten Banditen zu unterbinden. Genau so funktioniert doch der westliche Zugang zu dem Thema, nicht wahr ?
Es ist nur das Glück der Amis und der Briten, dass viele rückständige Politiker untergeordneter Staaten die Einsicht, dass man sie niemals auf erstes Welt Niveau hochlassen wird, noch nicht verinnerlicht haben. Die anderen sind sowieso gekauft bzw. mit Hilfe westlicher Lobbies installiert.
Ist heutzutage halt schwer unbewohnte Inseln zu finden die von niemanden beansprucht werden.
(Den gab es bei den Falklands zwar, aber der britische Anspruch war älter als der von Argentinien, also bleibt es sich wurscht)
Der Standard sollte endlich aufhören Chavez als Linksgerichteten zu bezeichnen. Der Mann ist nichts mehr als ein chauvinistischer Autokrat, der seinen Größenwahn auslebt. Mit echte sozialistischer Politik und Demokratie hat das nichts zu tun.
"Wer einen Permanenten Sitz im Sicherheitsrat hat, kann gegen tausendundeine Resolution verstoßen, während sich die übrigen Staaten an die Regeln halten müssen."
Fernandez de Kirchner ist also auch schon draufgekommen.
…Der Falklandkrieg um "Liebe-Käse-Eirkuchen" wurde um d.Sicherung d.Besitzrechte d.Erdölvorräte am Festlandsockel geführt(geschätzte 15 Mrd.Barrel)-auch eine Alternative,die es sich b.d.dztg.Preisen am Weltmarkt "auszahlt" z.fördern…
http://derstandard.at/plink/308... 11/7904165
Wer weiß, vielleicht ist das ja nur eine Tarnung, und in Wirklichkeit wollen sie Plasma fördern, damit sie dann den Birkelandstrom teuer verkaufen können.
Das Problem an ihrer Theorie ist, dass nicht das UK den Krieg angezettelt hat sondern die argentinische Militärdiktatur. Außerdem ging es auf beiden Seiten wohl eher darum von innenpolitischen Problemen abzulenken als um das Öl per se. Dazu kommt, dass die Bewohner der Insel mehrheitlich Briten sind und auch für den Verbleib beim UK gestimmt haben.
Vor 28 Jahren hatte die damalige Militärjunta in ARG daheim massive Probleme und hat zwecks Ablenkung ihre vermeintlichen Ansprüche auf die Falklands militärisch durchzusetzen versucht und dabei ordentlich Prügel bezogen.
Frau Fernandez de Kirchner ist zwar keine Militärdiktatorin aber auch keine Demokratin. Sie raubt die eigenen Pensionskassen und die argentinische Nationalbank aus, um ein bankrottes Staatswesen irgendwie noch zu finanzieren, richtet das Land weiter zugrunde und möchte den Argentiniern anscheinend weismachen, all diese Probleme mit möglichen Einkünften aus der Förderung von Erdöl, das den Argentiniern nun mal nicht gehört, lösen zu können.
So einfach ist das. Falls sie Lust auf neue Prügel hat, soll sie nur kommen.
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