Vernetzung zwischen Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn
Wien - Ziel der Technolgie-Transfer-Community "Centrope_tt" ist grenzüberschreitendes Forschen und Wissensaustausch mit den
Nachbarländern. Am Montag wurde das Projekt in Wien präsentiert. Österreich, Tschechien, die Slowakei und
Ungarn wollen dabei eine Plattform bilden, die vor allem zum
Informationsaustausch zwischen Forschungseinrichtungen und Industrie-Unternehmen
dienen soll.
Das Projekt baut im Wesentlichen auf drei Säulen auf: Die centrope_tt map,
die online eine Datenbank über sämtliche rund 2.200 Forschungseinrichtungen und
Unternehmen gibt, der centrope_tt voucher, der Impulse für grenzüberschreitende
Forschung geben soll - in den kommenden zwei Jahren sollen mit einem Budget von
rund 250.000 Euro 50 Projekte umgesetzt werden - und die centrope_tt academy, wo
in Seminarform ein Überblick über Förder- und Finanzierungsstrukturen gegeben
werden soll.
KMU profitieren
Profitieren sollen vor allem die Klein- und Mittelbetriebe (KMU) in der
Centrope-Region, die sich keine eigenen Forschungsabteilungen leisten können,
erklärte die niederösterreichische Wirtschaftslandesrätin Petra Bohulsav (V).
Allein in Niederösterreich seien 99 Prozent der etwa 70.000 Unternehmen KMU.
Beteiligt sind auch zahlreiche Universitäten - rund 250.000 Studierende sollen
aus der Kooperation einen Nutzen ziehen. Schon jetzt seien
Forschungseinrichtungen der Region im Durchschnitt an jedem dritten Projekt im
EU-Raum beteiligt, so die Landesrätin.
Finanziert wird das Projekt, das laut Wiens Vizebürgermeisterin Renate
Brauner vor allem in wirtschaftlich schweren Zeiten wichtig sei, zum Großteil
von der EU. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2 Mio. Euro. (APA)