Vier-Länder-Plattform

Centrope_tt: Grenzüberschreitendes Forschen

22. Februar 2010, 15:08

Vernetzung zwischen Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn

Wien - Ziel der Technolgie-Transfer-Community "Centrope_tt" ist grenzüberschreitendes Forschen und Wissensaustausch mit den Nachbarländern. Am Montag wurde das Projekt in Wien präsentiert. Österreich, Tschechien, die Slowakei und Ungarn wollen dabei eine Plattform bilden, die vor allem zum Informationsaustausch zwischen Forschungseinrichtungen und Industrie-Unternehmen dienen soll.

Das Projekt baut im Wesentlichen auf drei Säulen auf: Die centrope_tt map, die online eine Datenbank über sämtliche rund 2.200 Forschungseinrichtungen und Unternehmen gibt, der centrope_tt voucher, der Impulse für grenzüberschreitende Forschung geben soll - in den kommenden zwei Jahren sollen mit einem Budget von rund 250.000 Euro 50 Projekte umgesetzt werden - und die centrope_tt academy, wo in Seminarform ein Überblick über Förder- und Finanzierungsstrukturen gegeben werden soll.

KMU profitieren

Profitieren sollen vor allem die Klein- und Mittelbetriebe (KMU) in der Centrope-Region, die sich keine eigenen Forschungsabteilungen leisten können, erklärte die niederösterreichische Wirtschaftslandesrätin Petra Bohulsav (V). Allein in Niederösterreich seien 99 Prozent der etwa 70.000 Unternehmen KMU. Beteiligt sind auch zahlreiche Universitäten - rund 250.000 Studierende sollen aus der Kooperation einen Nutzen ziehen. Schon jetzt seien Forschungseinrichtungen der Region im Durchschnitt an jedem dritten Projekt im EU-Raum beteiligt, so die Landesrätin.

Finanziert wird das Projekt, das laut Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner vor allem in wirtschaftlich schweren Zeiten wichtig sei, zum Großteil von der EU. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2 Mio. Euro. (APA)

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