Bis zur Rückzahlung seiner Schulden - Verhältnis der beiden Länder nicht freundschaftlich, sondern das von "Geschäftspartnern"
Harare - China will Simbabwe vor der Rückzahlung seiner
Schulden keine Finanzhilfe mehr geben. Chinas Präsident Hu Jintao
habe das Verhältnis der beiden Länder als das von "Geschäftspartnern"
und nicht als freundschaftlich bezeichnet, berichtete der
stellvertretende Ministerpräsident Simbabwes, Arthur Mutambara, der
Zeitung "Zimbabwean" (Sonntag).
Simbabwes umstrittener Präsident Robert Mugabe hatte in der
Vergangenheit China gepriesen, weil Peking weiter Geschäfte mit
Harare machte, obwohl die EU sowie zahlreiche Staaten wie die USA
angesichts der Menschenrechtsverletzungen in Simbabwe Sanktionen
gegen Harare aufrechterhalten. "China hat aufgehört, mit uns
zusammenzuarbeiten", wurde Mutambara zitiert, der Jintao und andere
chinesische Regierungsmitglieder beim Weltwirtschaftsforum in Davos
getroffen habe.
Mutambar ist Mitglied der Bewegung für demokratischen Wandel MDC,
die unter der Leitung des Ministerpräsidenten Morgan Tsvangirai mit
Mugabes ZANU-Partei seit einem Jahr in einer "Regierung der
nationalen Einheit" zusammenarbeitet. (APA)