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Die Griechen haben ja so schlecht gewirtschaftet, deswegen müssen wir sie jetzt retten und der Euro ist auch in Gefahr. Also schimpfen jetzt alle mit den Griechen und sagen streng, dass die aber jetzt ganz brav sein müssen, damit sie das Vertrauen "der Märkte" wieder herstellen. Na, aber das ist vielleicht nicht die ganze Geschichte. "Griechenland im Griff der Spekulanten" titelt das linksradikale Kampfblatt "Neue Zürcher Zeitung" und beschreibt, wie Banken und Hedge-Fonds von der Krise profitieren. Die hätten "kein Interesse an einer Beruhigung" der Lage. Und die notorischen Kapitalismuskritiker von der "Financial Times" kommentieren: "Man muss im Jahr drei nach Ausbruch des schlimmsten Finanzmarktdebakels seit Jahrzehnten schon ein sehr naives Urvertrauen in die Finanzmärkte haben, um zu glauben, dass das, was die gerade einfordern, ganz ohne Zweifel auch das Beste für die Griechen und die Euro-Zone ist. ... Das hat die Märkte nur animiert, die Option Staatsbankrott immer mehr zu testen und sogar offen gegen den Euro zu spekulieren (nicht aus Boshaftigkeit, sondern um vom Desaster via Spekulationsgewinn zu profitieren)." Aber das sind freilich nur die Meinungen ewiggestriger, altlinker Kapitalismusfeinde.
FTD: Vom Kasino in die Anstalt
NZZ: Griechenland im Griff der Spekulanten
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Zum Demokratie-Begehren: Ich bin so Politik-Verdruss-verdrossen.
Euer Zynismus kotzt mich an. Und meiner auch. FS Misik heute in leicht renoviertem Gewand!
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schuld an allem sind immer die bösen bösen spekulanten. ja. mag sein: es gibt spekulanten und sie richten hier und dort auch etwas unheil an. ABER: der handel mit allem und jedem ist nun mal kapitalistische realität. man kann nicht (so wie die nazis das taten) in "guten" (=schaffenden) und "blösen" ("raffenden") kapitalismus teilen. der irrsinn des kapitalismus drückt sich nicht nur spekulation aus sondern auch und viel mehr in der "ganz normalen" kapitalistischen produktion.
diese hetze auf die so genannten "spekulanten" lenkt von den eigentlichen problemen nur ab. schade dass misik hier in die selbe kerbe schlaegt wie die krone und die FPBZOE etc..
siehe auch:
http://qummunismus.at/p/a5
q.
ich empfehle die beschäftigung mit dem konzept des ordo-liberalismus (kurz, freier handel aber geordnet durch die gesetzgebung, sprich ordnungspolitik -ist der geistige vorläufer der von vielen geschätzen sozialen marktwirtschaft), die "lieben" spekulanten und deren quants können sich vorallem derartig aufführen weil es massive defizite in der regulierung (gesetzgebung) gibt...
es ist schon ok sich über die spekulanten aufzuregen, selbst wenn man ein "kapitalist" ist ;)
ist ein propagandabegriff. nachdem der begriff des kapitalismus nicht mehr so ganz die richtige strahlkraft hatte (immerhin war er verantwortlich fuer die weltwirtschaftskrise der 20er jahre und die darauf folgende entwicklung hin zum faschismus) haben sich die neoliberalen chefideologInnen halt einnen neuen begriff ausgedacht. neoliberal. ordoliberal. soziale marktwirtschaft. oekosoziale marktwirtschaft. alles letzlich nur euphemismen.
siehe dazu auch:
http://qummunismus.at/p/a27
und
http://qummunismus.at/p/a53
q.
q.
sollte einen wohl stuzig machen. wie kommt es dass sie die argumente vieler rechsextermer oft so aehnlich zu denen mancher "globalisierungskritiker" sind?
ist es nicht spaetestens dann an der zeit die analysen einmal grundsaetzlich zu ueberdenken?
q.
Brothers, gegen Abzocker, gegen Manager, gegen Abkassierer und Bankster und Superreiche!
Die FPÖ ist die Partei der kleinen Leute, die FPÖ steht ein für ein soziales Österreich und für die Menschen!
So,wieder mal ein bissal Senf:
-der Beginn der Folge bis 01:30 ist super, ich hoffe die FPÖKuh und der Kuttenp&?$zer bekommen auch noch ihr Fett weg.
-wenn ich recht im Kopf habe, dann macht das Haushaltsbudget von Hellas PLUS dem vom Spanien und Portugal (man weiß ja,warum die zusammengefasst werden) gerademal 18% des EU-Budget aus - so viel zur Panik. So lange es Dld. gut geht...
-Kreditausfallsversicherungshandel ist mMn auch nicht verwerflicher als jeder andere Handel an der Börse - was nicht heißen soll, dass dieser nicht generell verwerflich ist. Dazu rate ich: Fritz Lang, Dr. Mabuse, der Spieler - die wunderbare Börsenszene (1922!)
die Griechen und ihren Staatshaushalt als arme Opfer darzustellen und den Umstand, daß dort jahrelang betrogen wurde, nur als kleinen Beisatz zu erwähnen ist billige Polemik.
Wenn jemand die Hauptschuld daran trägt, dann die griechischen Staatsoberhäupter.
Wer solange gegen das Hornissennest "Kapitalmarkt" tritt ist ja nicht ganz dicht.
Alles zu verstehen in Relation zur schwachen Volkswirtschaftsleistung, die das nicht tragen konnte.
Zu verantworten haben das in erster Linie die Gewerkschaften und sozialpopulistische Politiker (und nicht die böse Ostküste).
Es geht aber nicht um reine Schuldzuweisung zum Spaß, sondern darum, welche Rolle die Märkte in der ökonomischen Gesundung Griechenlands zur Zeit spielen und in Zukunft spielen werden, ob es nicht womöglich an den Spekulaten scheitern kann.
Die große Frage, die seit jeher im Raum steht ist, ob die "Selbstregulierung" der Märkte funktioniert.
Es ist leider für mich offensichtlich, dass an den Börsen mehr reguliert werden muss, weil die Leute einfach zu viel Freude an der Krise haben.
Im besten Fall sind das unerwartete Nebeneffekte, im schlimmsten Fall führen sie die Krisen bewusst herbei um daran zu profitieren.
Herr Misik sie haben noch vergessen zu erwähnen, dass diese "Leistungsträger" im Regelfall auf Steueroasen sitzen um nicht zu sehr von den bösen Steuern bedroht zu werden. Diese bösen Steuern sind maximal dazu da bei ungerechter Marktlage den Rest aus den Volkswirtschaften herauszupressen.
Immerhin wer konnte schon wissen, dass die feigen Staaten einfach die Rohstoffpreise nicht mehr subventionieren wollten. Wieso konnten sich diese faulen Arbeitnehmer nicht mehr die Mieten aufgrund von 10-15% steigenden Immobilienpreisen bereit wahren zu zahlen.
Auch das "Wall Street Journal" warnt vor den Folgen der Austerity für Griechenland (mit dem Hinweis auf die Weltwirtschaftskrise der Dreißigerjahre, die genau so entstanden ist); vielleicht könnten die europäischen Sozialdemokraten jetzt langsam aufwachen -- das wär' echt nett!
In der globalen Wirtschaft herrscht die pure Anarchie. Die Gier zerfrisst den Herrschern ihre Gehirne.
Ein Wutanfall von Heiner Geissler aus "Die Zeit" vom 10.11.2004.
http://www.zeit.de/2004/47/O... 2fArbeiter
passt auch noch für das Jahr 2010.
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