ÖSV-Debakel im Super G

20. Februar 2010, 17:38
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    Super-G-Gold nach Abfahrts-Silber für Aksel Lund Svindal.

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    Bei seinem Sturz übel zugerichtet...

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    ...Patrik Järbyn.

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    Von der tückischen Strecke abgeworfen: Peter Fill.

Norweger Svindal gewinnt vor US-Läufern Miller und Weibrecht - Raich als bester ÖSV-Starter 14.

Whistler - Aksel Lund Svindal hat die norwegische Olympia-Tradition im Super-G fortgesetzt und am Freitag bei den Spielen 2010 in Vancouver Gold geholt. Während der Abfahrts-Zweite Svindal vor Bode Miller (+0,26) und dem Überraschungs-Dritten Andrew Weibrecht (0,31) einen US-Doppelsieg verhinderte, rasten Österreichs Herren auf dem Whistler Mountain in ein historisches Debakel. Benjamin Raich wurde als 14. bester ÖSV-Fahrer, es war das schlechteste Olympia-Abschneiden in dieser Disziplin.

Ohrfeige für ÖSV

Bis Freitag war Günther Maders neunter Platz 1994 in Lillehammer, als die ÖSV-Herren im Super-G zuletzt ohne Olympia-Medaille geblieben waren, das schlechteste Ergebnis in der zweitschnellsten Alpin-Disziplin gewesen. Die Ohrfeige, die Österreichs Speed-Herren an diesem sonnigen Tag in Westkanada erhielten, schallte dementsprechend laut um die halbe Welt und zur besten Fernsehzeit natürlich auch in die österreichischen Wohnzimmer.

Auffallend war, dass mit Raich - und selbst das mit einer Fahrt voller Fehler - ein Techniker bester Österreicher war. Während man in der vermeintlich schwächeren Speed-Disziplin Abfahrt wenigstens Platz vier durch Scheiber geholt hatte, ging im Super-G alles daneben.

Denn der Rest des ÖSV-Quartetts kam noch schwerer geschlagen ins Ziel der vereisten, unten aber "frühlingshaften" Waschrumpelpiste "Dave Murray", auf der der Italiener Giovanni Rulfi einen trickreichen Kurs gesetzt hatte. Viele Fahrer wurden weit von der Ideallinie abgetrieben oder stürzten gar wie der Südtiroler Peter Fill spektakulär. Georg Streitberger wurde 17., Mario Scheiber ("Nach dem ersten Fehler war es vorbei, das war heute mehr Krampf als sonstwas") landete unmittelbar vor dem Branchen-Leader Michael Michael Walchhofer (21.) nur auf Platz 20.

"Es ist schwierig zu erklären, denn wir haben gut gearbeitet", rätselte auch Raich über das schwache Abschneiden. "Zumindest bei mir hat das Timing nicht gepasst", erklärte der Doppelolympiasieger von Turin.

Ratlosigkeit

Während der Tiroler ("Ich werde darüber hinwegkommen") sich damit tröstete, dass mit RTL und Slalom "seine" Bewerbe erst nächste Woche auf dem Programm stehen, herrschte bei den Speed-Spezialisten Ratlosigkeit. "Die Enttäuschung ist schon groß. Ich habe alles probiert, aber es war vergeblich", erklärte Val d'Isere-Sieger und Weltcup-Leader Walchhofer nach seiner verpatzten Fahrt. Scheiber, nach Platz vier in der Abfahrt noch wütend über die knapp verpasste Medaille, war Lichtjahre entfernt von einer ähnlich guten Platzierung.

Dass damit die Herren-Speedrennen bei Olympia ohne ÖSV-Medaille zu Ende gingen, ist bezeichnend für die Krise der sieglosen Abfahrer. "Es ist tragisch, dass sich sowas durch die ganze Mannschaft zieht", erklärte Walchhofer. "Gerade im Skiteam ist der Schuss nach hinten losgegangen. Wir müssen uns da herausarbeiten, es wird sicher nicht so leicht werden."

Es war auch kein Trost, dass auch die Schweizer (Carlo Janka als Achter Bester) geschlagen wurden und trotz Heimvorteil die Kanadier - Manuel Osborne-Paradis und Robbie Dixon stürzten - wie schon in der Abfahrt unter dem Erfolgsdruck zerbrachen. Auch das befürchtete Startnummernrennen blieb aus, es siegte die Nummer 19 vor 11 und 3.

Speed-King Svindal

Svindal hingegen zeigte einmal mehr seine große Klasse. Nachdem er Abfahrtsgold um nur sieben Hundertstel verpasst hatte, holte der zweifache Weltcup-Gesamtsieger im siebenten Olympia-Super-G das vierte Gold für Norwegen und krönte sich zum Speed-King der Spiele. Dreimal hatte zuvor der mittlerweile zurückgetretene Kjetil-Andre Aamodt gewonnen.

Svindals erster Olympia-Sieg war im vierten Rennen auch das erste Alpingold für Atomic. "Ich habe gleich gedacht, dass es Gold sein kann", gestand der 26-jährige Norweger. "Ich habe mir am Start gesagt, ich habe schon Silber, es kann nur besser werden", erzählte er lachend.

Auch er habe auf der schwierigen Piste eine Menge Fehler gemacht, so Svindal. "Aber das ist allen anderen auch so gegangen. Ich habe mich gut vorbereitet, bin gesund und auch im Kopf bin ich gut - das hat einfach gepasst", sagte der ruhige und sympathische Allrounder aus der Nähe von Oslo.

Bemerkenswert schlagen sich weiterhin auch die US-Amerikaner. Der 32-jährige Miller (4. Olympia-Medaille) und der im Weltcup noch ohne Podestplatz dastehende Weibrecht holten die Medaillen fünf und sechs, damit haben die USA nach vier Olympia-Rennen genau die Hälfte der bisher zwölf vergebenen Alpinmedaillen geholt.

Järbyns Glück im Pech

Böse endete der Super-G für einen anderen Skandinavier. Der schwedische Oldboy Patrik Järbyn (40) stürzte wie auch einige andere Fahrer mit höheren Startnummern schwer. Järbyn touchierte ein Richtungstor wurde über eine Geländekante katapultiert und schlug mit dem Kopf hart auf die Piste auf. Nach kurzer Bewusstlosigkeit wurde er ins Krankenhaus abtransportiert. Glücklicherweise dürfte Järbyn mit einer Gehirnerschütterung davongekommen sein  (APA/red)

Kommentar posten
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Robert Paladin
20
20.2.2010, 19:28
Der Raich ist für mich technisch sehr gut gefahren,

sicher besser als die 2 Amis, aber es fehlt ihm an Speed in flacheren Passagen. Ist nichts neues. Ob das Abfahrtshaltung, oder fehlendes Gleitvermögen ist müssen andere wissen. Die Amis und die Norweger dürften aber uns bei diesen Bedingungen auch in der Schipräperierung voraus haben. Warum ein Walchhofer soweit hinten ist der ja sehr schnell ist in solchen Abfahren ist ein Rätsel. Ich tipp da auch mal auf Schipräperierung.

Sir Mortimer
00
20.2.2010, 18:32
Warum bloss, warum?

Warum fuhren die österreichischen Skiasse alle so langsam?
Weil keiner wieder 4ter werden wollte.

zippy
00
20.2.2010, 18:30
Die Ergebnisse passen, die Athleten sind OK, aaaaber ....

... diese selbstgefällige Funktionärsbagage ist nur noch geschmiert und denkt nur noch an die wirtschaftlichen Konsequenzen. Grauslich.

Und noch was: Die amerikanische Siegerin redet trotz gelegentlicher Fallfehler bereits gscheitere Sachen auf Deutsch, als der Schnitt unserer Muttersprachlerinnen. Das ist kein Zufall, sondern ein Symptom typisch österreichischer Vereinsmeierei.

ernst thaelmann1
01
20.2.2010, 18:27

frueher gabs wenigstens noch die polternden schiproduzenten, das war genial, wenn der rohrmoser bei sport am montag am tisch ghaut hat und der charly kahr sich fast ins hoserl gemacht hat. ja da war auch der orf noch kritisch. aber jetzt steckens ja alle unter einer decke bzw liegen unterm tisch vom vielen tschechern im ö haus (siehe elmi der bär..)

Knut Hanssen
00
20.2.2010, 17:49

jetzt stellts euch mal vor, wir reißen in den technischen auch nix...
oijoijoi

Jack Clementi
00
20.2.2010, 18:08
Nicht übertreiben!

Eine Bronzene wird für die Alpinen schon noch drinnen sein, aber Gold glaube ich kaum!

Der Druck auf Zettel, Pranger, Raich, Hirscher und Herbst ist einfach zu gross!

1116er
00
20.2.2010, 17:42
Dass damit die Herren-Speedrennen bei Olympia ohne ÖSV-Medaille zu Ende gingen, ist bezeichnend für die Krise der sieglosen Abfahrer.

abfahrer in der krise?
ja, wegen der leistungen im weltcup vielleicht.

aber wegen olympia? lächerlich!

Julian Casablancas
00
20.2.2010, 17:16

sic transit gloria ösv

Naturfranz
00
20.2.2010, 16:42
Der aggressive nordamerikanische Schnee war schuld!

Gerhard Schwarz
 
12
20.2.2010, 16:38

Mir fällt spontan kein einziger Name irgendeines aktuell aktiven österreichischen Schirennläufers ein hingegen aber auf, dass ein ORF-Fernsehprogramm von dieser Hype okkupiert ist. Ärgerlich.

Thomas Bayer
00
20.2.2010, 16:36
HM wäre sicher bester Österreicher geworden

ist aber keine Kunst mehr.

tante koal huaba
01
20.2.2010, 16:15
bei iglo

werdens halt jetzt die zutaten überdenken müssen ;o)

Wiener Konfitüre
01
20.2.2010, 16:59
Falsch ...


... da werden zukünftig die Rodler sitzen. ;o)

rudi rednose
01
20.2.2010, 15:53
Jedes System nützt sich irgendwann ab - nach jahrelanger

Dominanz scheint nun die Zeit für Erneuerung und Neuorientierung im ÖSV gekommen zu sein. Ich hoffe, dass auch die Funktionäre die Zeichen erkennen und sich schön langsam in den wohlverdienten Ruhestand verfügen.

Mariakicker
10
20.2.2010, 15:45
Die Bindung

Wie bei den Schispringern wird es wohl die Bindung sein...

Phantom91
 
11
20.2.2010, 15:35

Hans Pum-Pum raus!

tarte tatin
00
20.2.2010, 15:31
um einen komplex "reicher"

da gibts wieder eine menge zu tun für alle im-selbstmitleid-suhler und an-bessere-zeiten-erinnerer von ÖSV bis ORF.

catfish eyes
01
20.2.2010, 15:25

Bei Olympischen Spielen ist der psychische Druck am größten. Das ist nix für Österreicher, wohl aber für US-Amerikaner und Norweger.

ricko
01
20.2.2010, 15:23
offtopic: welche kriterien hat der zensomat?

schlagwoerter koennens keine sein, denn wenn man mehrmals das selbe postet gehts schneller (und nach einer weile erscheint alles)

Litschi Monster
32
20.2.2010, 15:32

Ich sag nur eins: Jeder, dessen Postings sofort durchgehen ist ein erbämlicher linksspießieger Sykophant.

Argamak de oro
 
01
20.2.2010, 15:14
bindung kontrollieren

bitte die bindung von diesem svindal (norwegisch für schwindel?) kontrollieren, da kann was nicht in ordnung sein. die der nächsten elf auch, einer hat sicher noch patscherter als die ösvler gedopt, dann wird's in spätestens zwei jahren doch noch eine goldene.

systemfehler1
11
20.2.2010, 14:57
Das tiefgefrorene Junk-Food

is´wahrscheinlich schuld.....
Nutella bringt´s aba auch nicht, wie man bei den Kickern sieht.

Schlapsi
00
20.2.2010, 14:42

Nein, die Österreicher brauchen sich nicht entschuldigen, sie sollen nur auf den Boden der Realität zurückkehren und sich von dort aus über jeden Platz unter den ersten 10 freuen.

Der Kaiser ist tot, die Sonne geht schon längst wieder unter im Reich.

unnerum
00
20.2.2010, 14:34
Warum verspüre ich eine Genugtuung, wenn die ÖSV Ski-Herren keine Medaile gewinnen?

Thomas Felder
00
20.2.2010, 17:48

weils sie entweder a) ausländer oder b) dämlich sind?

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