Zahlreiche Gegenstände auf einem Acker nordöstlich von Birmingham würden darauf hindeuten
London - Archäologen haben nach eigenen Angaben den wahren Ort
der Schlacht von Bosworth gefunden, in der Englands König Richard III. zu Tode kam. Die Stelle sei zwei Kilometer von Ambon Hill in
Leicestershire entfernt, dem Ort, der seit Jahrhunderten als Schlachtfeld gilt, erklärte
das Forscherteam um Glenn Foard am Freitag.
Den Experten zufolge wurden auf dem Acker nordöstlich von Birmingham
zahlreiche Gegenstände entdeckt, die darauf hindeuteten, dass dort Adlige
gekämpft hätten. Richard III. unterlag 1485 in der Schlacht von Bosworth
Heinrich Tudor. Die erbitterte Fehde zwischen den beiden Adelshäusern war hierdurch zunächst beendet.
Anstecknadel
Nach Foard ist der wichtigste Beleg für die Entdeckung des wahren
Schlachtfeldes eine Anstecknadel in Form eines Ebers, die an das Gefolge von
Richard III. ausgegeben worden war. Die silbervergoldete Nadel sei wahrscheinlich von
einem Ritter getragen worden, der mit dem König den letzten Angriff geritten
habe, sagte Foard im BBC-Hörfunk. "Die Nadel wurde neben einem kleinen
mittelalterlichen Sumpf gefunden, in dem das Pferd des Königs ins Straucheln
kam."
Der sagenumwobene Herrscher sei vermutlich in unmittelbarer Nähe gefallen.
Die angeblich letzten Worte von Richard III. sind durch das gleichnamige
Schauspiel von William Shakespeare in die Weltliteratur eingegangen: "Ein Pferd!
Ein Pferd! Ein Königreich für ein Pferd!" (APA/Reuters/red)