Einserkastl RAU

Zur Belohnung

19. Februar 2010, 19:08

29,3 Millionen Euro hat die Bundesregierung an Zeitungsinseraten, Medienkooperationen etc. 2009 ausgegeben

29,3 Millionen Euro hat die österreichische Bundesregierung an Zeitungsinseraten, Medienkooperationen etc. im Jahr 2009 ausgegeben. Dies eruierte der grüne Abgeordnete Karl Öllinger durch Anfragen an Kanzleramt und Ministerien. Mindestens 45 Prozent davon, oder 13 Millionen, gingen nach Öllingers Berechnungen an das Krawall-"Trio infernal" von Krone, heute und Österreich.

Das entspricht der Philosophie von Bundeskanzler Faymann, der grundsätzlich gern Inserate an Dichand, Fellner & Co vergibt, dafür aber auch eine Erklärung hat: Das sei ihm lieber als Regierungsbroschüren, denn da könne man doch besser messen, wen die Botschaft erreiche. Auch wieder wahr, und außerdem gab es eine Zeit, da wurde der frischgebackene Kanzler Faymann von den Krawallzeitungen als der neue Messias dargestellt (Zitate auf Wunsch gern lieferbar). Das hat sich inzwischen etwas gelegt.

Nur: Was ist, wenn die Linie der mit Inseratenmillionen überschütteten Zeitungen diametral den Interessen nicht nur der Regierung, sondern der Republik widerspricht? Dichand persönlich trommelt jetzt: "Austritt aus der EU." Das widerspricht den Interessen Österreichs. Wenn in den Regierungsinseraten wenigstens halbwegs luzide die Vorteile der EU erklärt würden!

So aber lächelt Faymann unbeirrbar aus dem Blatt, während nebenan mit haarsträubenden "Argumenten" gegen die EU-Mitgliedschaft gehetzt wird. (Hans Rauscher, DER STANDARD; Printausgabe, 20./21.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 36
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Annemarie Veit
00
21.2.2010, 05:33
was, bitteschön, darf man

von einem kanzler erwarten, der vom niveau her maximal zum bezirksvorsteher taugt???

a las barricadas
00
20.2.2010, 20:00
tja

provinz ist provinz - daher ist faymann und sein a-team ein anachronismus was die modere betrifft.

Dscheneräjschen Makulade
41
20.2.2010, 17:23

krone-linie zum schaden der republik? die eu wirds nicht ewig geben und dann wäre es vielleicht von vorteil gewesen sein, nie dabei gewesen zu sein.

die verknüpfung von regierungsgefälligem journalismus und inseratengeldern, die herr rauscher hier fordert, finde ich zudem schon mehr als ein bisschen bedenklich. und hat was von petzendem streber.

Meerwelle
02
20.2.2010, 18:50

Sie haben Recht, 500 Jahre sind nicht ewig.
;-)

ricko
40
20.2.2010, 15:16
zahlenspielerein und billigste polemik nach krone-manier

was ist fuer oeserreich viel? was ist wenig?

28mill, ca 3E fuer jeden.

- 1.900 mill fuer eurofighter und
- 350mill erhaltungskosten
- 35.000 mill fuer pensionen
- 2.500 mill bildungsbudget
- 100 mill eine pressekonferenz

sie koennen genauso gut 50 mill einsparen, wenn sie im parlament das catering zurueckfahren, securities einsparen, putztrupp reduzieren, etc..

der fingerzeig auf summen wirkt beim 'kleinen mann' und wird meisst von dichand und co vollfuehrt.

schwach rau...

momodeluxe
10
21.2.2010, 16:06

Sie haben die 7mio jährlich für hrn dichand vergessen

an Ihrem posting merkt man aber, daß Sie das gern zahlen

ricko
00
22.2.2010, 00:43

und an ihren, das auch der zahlenjongleur dichand spuren hinterlassen hat

Mika Eskimo
 
10
21.2.2010, 10:26

100 mill eine pressekonferenz ?????

ricko
00
22.2.2010, 00:43

naja, ich wusste, sarkasmus ist nicht so hier, hm?

ich helfe ihnen: eurofighter?

sturmwind
22
20.2.2010, 11:37
Herr Rauscher

Nur, damit man Ihre Verknüpfung ("Zur Belohnung") von redaktionellen Inhalten und Regierungsinseraten genauer nachvollziehen kann:

Wie hoch ist das Inseratenaufkommen der Regierung im Standard?

skip it
00
22.2.2010, 10:48
null, lt. letztem "profil"...

...ditto fuer "die presse".

sturmwind
00
22.2.2010, 14:35
Danke für die Info

Und daran jetzt anknüpfend meine Frage an Herrn Rauscher:

"Schreiben Sie jetzt *trotz* oder *wegen* dieser "null" Inserate diesen Kommentar?"

_tom_
00
21.2.2010, 11:30
Häh?

Was hat "die Verknüpfung von redaktionellen Inhalten und Regierungsinseraten" mit dem Inseratenaufkommen der Regierung im Standard zu tun?
Hier geht es um Versuche mittels Regierungsinseraten die redaktionelle Linie der Krawallzeitungen zu beeinflussen, was im Übrigen überhaupt nicht funktioniert.

sturmwind
00
22.2.2010, 01:24
Ja, dieser Meinung bin ich auch

Ich halte diese Inserate gegen Positive Meinung Milchmädchenrechnung für schlichtweg naiv.

Deshalb auch meine Frage nach dem Inseratenaufkommen der Regierung im Standard. Denn ich gehe davon aus, dass Rauscher seine Meinung *unabhängig* davon hat, ob die Regierung viel oder wenig im Standard inseriert.

Und ich denke, er würde sich genauso gegen das Argument verwahren, er würde hier deshalb kritisch berichten, weil der Standard weniger kriegt (oder mehr möchte), wie andere Redaktionen sich vom Gegenteil distanzieren werden.

Wieviel Demokratie ist es bitte?
02
20.2.2010, 10:48
Da werden wir wohl nicht umhinkommen

die Steuerzahlungen für 2010 um den entsprechenden Betrag zu mindern.

D.h.: erzieherisch auf die Regierung einzuwirken.

(Stetiger, hoher Druck von allen Seiten macht aus Kohle Diamanten)

farbwechsel
00
21.2.2010, 09:20

bin dabei...und wie geht man das an?
bitte um input!

Doris Altmann
01
20.2.2010, 09:54
Hauptsache Herr Faymann hat auf seiner Seite noch die Dichands und die Fellners.

Und das garantiert, zumindest solange er die roten Ministerien in "Krone", "Heute" und "Österreich" weiterhin fast täglich ganzseitige Inserate für ÖBB usw. auf Kosten der Steuerzahler schalten lässt.

Kommentatore
06
20.2.2010, 09:48
Dichand persönlich für Austritt

Jetzt ist er anscheinend entgültig übergeschnappt der Hans, naja im Alter wird man halt senil. Aber für die RechtsRechten Bösmenschen, auch Kronenzeitungsleser genannt, genau das richtige. Uns gehts sooo schlecht, da ist sicher die EU, die Ausländer, die Scheinasylanten, die unfähigen Politker, daran schuld, Hauptsache die Anderen.

Super Einser Kastl, Sie sprechen mir aus der Seele.

Michael Holzermayr2
32
20.2.2010, 09:24
Offenbar wurde nicht im Strandard inseriert,

sonst würde nicht so gegeifert.

Gschamster Diener, Herr Direktor!
00
20.2.2010, 11:45

Das übernehmen dafür ja eh nette Banken usw...

Doris Altmann
04
20.2.2010, 09:54
Naja vor allem ist da ja dieser Herr Wolfgang Jansky,

der ja Faymanns Pressesprecher war, bevor er nun Geschäftsführer bei der Gratiszeitung "Heute" wurde. Er war übrigens praktischerweise mit Doris Bures liiert - die wiederum war ja bekanntlich SPÖ-Bundesgeschäftsführerin und somit zuständig für Faymanns Wahlkampf. Jetzt ist sie witzigerweise gleich zur Ministerin geworden. Und Herausgeberin und Mitgeschäftführerin von "Heute" ist .... die Schwiegertochter von .... erraten! Hansionkel Dichand!!! Verblüffend was?
Und mit der derzeitigen (!) Pressesprecherin von Herrn Faymann wiederum ist liiert: Herr Klaus Pandi und der wiederum ist für die Innenpolitik zuständig bei … erraten! Der Kronenzeitung vom Hansionkel.
Lustig, oder? Zufälle gibt´s.

TAO
 
02
20.2.2010, 14:33
Es gilt...

... die Unschuldsvermutung ;-)

EN ISO 9000
 
08
20.2.2010, 01:30
Unfassbar,

wie die Regierung das Geld in Krisenzeiten mit beiden Händen aus dem Fenster wirft. Inserate, Kabinette, Spesen, Dienstwagen, Luxusbüros und horrende Beraterkosten. Mit dem Geld (schätze mal, 100 Mio. pro Jahr) wären die Unis schon aus dem Ärgsten raus. Ganz zu schweigen von der unglaublichen Geldverschwendung in vielen anderen Bereichen in Milliardenhöhe.
Hinzu kommen Inserate von Asfinag und ÖBB. Kann wer erklären wofür die Asfinag Werbung macht? Damit Heute und Krone (und Kurier) nicht über die Unfähigkeit dieses seltsamen Schuldenmacher-Vereins berichten?
Herr Öllinger, könnten Sie eruieren, wie viel Asfinag und ÖBB für Inserate ausgeben?
Jedenfalls höchste Zeit, diese Ausgaben gesetzlich zu beschränken bzw. zu verbieten.

fasziniert
00
21.2.2010, 17:52
Nicht zu vergessen die unsinnigen Flughafen-Inserate

Denn die wiederholen auch immer die gleichen Argumente - wie toll der Flughafen ist und wieviele Menschen dort arbeiten, obwohl die Swiss-Pleite zeigt, wie unwichtig ein bereits überdimensionierter Flughafen für die Wirtschaft ud Beschäftigungslage einer Region ist.

Auch wenn der Flughafen nicht dem Staat gehört, stellt sich die Frage, ob die Inserate nicht der Steuerzahler über den Umweg AUA finanziert hat und warum die Länder Wien und Niederösterreich auf einen Teil des Gewinns verzichten?

Warum?
00
20.2.2010, 23:07
Mit dieser Verschwendung in der Krise

machen sich diese Parteien selbst unmöglich. SO BLÖD, wie man sie macht, sind die Wähler auch wieder nicht.

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