Andreas Unterberger bittet um Spenden für seinen Blog

19. Februar 2010, 17:56

Sonst könne er seine Web-Kolumne nicht weiterführen - Für 120 Euro kann man sich ein Thema aussuchen - Aber "bitte keinesfalls mehr als 1200 Euro überweisen"

Andreas Unterberger, bürgerlicher Exchef von "Presse" und "Wiener Zeitung", bittet um Spenden für seinen Blog. Für 120 Euro kann man Themen aussuchen - nicht aber Unterbergers Meinung dazu. Wollten wir nicht schon immer wissen, was Unterberger von Thoraxchirurgie, Klippschliefern oder der Sendung mit der Maus hält?

"Auf der bisherigen wirtschaftlichen Basis kann das Angebot nicht fortgesetzt werden. Die Frage nach der Zukunft ist unvermeidbar geworden. Alle User, die weiterhin den Blog lesen wollen, muss ich um einen finanziellen Beitrag ersuchen", heißt es in einem Appell an die Freunde des Tagebuchs

"Bitte keinesfalls mehr als 1200 Euro"

Aber: "Bitte keinesfalls mehr als 1200 Euro pro Jahr zu überweisen." Unterberger begründet das nicht etwa mit steuerlichen oder ähnlichen ökonomischen Grenzwerten: "Die Stärke des Tagebuchs ist seine Unabhängigkeit von Inserenten und Geldgebern."

Aber: Wer für 12 Monate "mindestens 120 Euro" überweist, dem bietet Unterberger als "Partner" des Blogs "eine Reihe von Garantien". Zum Beispiel: "Jeder Partner hat zwei Mal im Jahr das Recht, das Thema eines Tagebuch-Eintrags vorzugeben (freilich nicht die Meinung!) oder er bekommt eine persönliche Reaktion zu diesem Thema."

Weitere "Garantie": "Für jedes Medium, bei dem ich eventuell als Eigentümer, Chefredakteur oder Herausgeber tätig sein werde, reduziert sich der allgemein gültige Abonnementpreis um 25 Prozent. Das gilt auch für jedes Buch aus meiner Feder (allerdings nur bei privater Bestellung über mich)."

Blog weg, Geld zurück

Wer mehr als die 120 zahlt, ermögliche "als Sponsor auch solchen Usern die weitere Konsumation des Blogs, die sich den Unkostenbeitrag nicht leisten können, und damit dem Blog das Weiterleben". A propos - und wenn nicht? "Sollte der Blog im Laufe des Jahres eingestellt werden müssen (etwa wegen unzureichender finanzieller Ressourcen), wird der noch offene Restbetrag sofort rücküberwiesen (also pro zuviel bezahltem Monat 10 Euro)." (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 20./21.2.2010, online ergänzt)

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Heiner Bussy
00
10.7.2010, 10:37

Naja, für den Standard zahl' ich ja auch nichts. (Sondern lese ihn online.)

Cape Code
03
24.2.2010, 12:35
mist!

ich wollte gerade 1201 euro spenden - naja, dann halt nicht

vierspringer
03
23.2.2010, 17:04

Unterberger hat doch sicherlich eine fette Pension von der Wiener Zeitung.

Wer braucht für einen BLOG 6(!) Mitarbeiter?

suboptimal
 
05
23.2.2010, 23:53
die malen vermutlich

die Jubelpostings .... :-)

Susanne_B
00
22.2.2010, 15:30

Ich bin versucht zu spenden - immerhin hat das Ganze ja einen gewissen Unterhaltungswert...

immer schön freundlich
16
22.2.2010, 12:10
na bumm.

6 leute + 1 autor - um 1 blog zu führen.
mit dinosauriern wie unterberger hätte wikipedia bis heute - wenn es hoch her geht - vielleicht 100 einträge.

system1
02
22.2.2010, 11:33
jetzt wo er weg ist vom staatlichen

zwangseinschaltungs-krawallblatt, dessen einziges ziel ist die freie wirtschaft finanziell zu schwächen, macht er im selben stil einfach weiter. eines bedenkt er aber nicht: NOCH gibt es kein gesetz das einen zwingen kann, zwangsbeiträge an ihn zu zahlen. daher wird das angebot SO wohl nicht funktionieren. es sei denn er findet einen weg dass alle zukünftigen firmengründungen und -schließungen auch auf seinem blog veröffentlichen müssen. ob er gelesen wird oder nicht.

immer schön freundlich
01
22.2.2010, 16:27

sie unterschätzen massiv die von der zeitung enttäuschte leserschaft, die ihm zuerst von der presse zur wiener zeitung folgte und jetzt seinen blog frequentiert.

Schnabeltierfresser
00
23.2.2010, 00:24
Also

wenn die alle zumindest gelegentlich posten, sind es vielleicht 50.

Sind wir uns ehrlich: der "Wertkonservativismus" ist in Österreich im "Freien Wort" der Kronenzeitung zu Hause.

Jujilla
11
22.2.2010, 00:21

erstaunlich am unterberger blog: kein traffic -aber immer um die 200 Kommentare... da kann eigentlich was nicht ganz mit rechten dingen zugehen.

sturmwind
04
22.2.2010, 14:42
Ahhhhhh

Das sind dann vielleicht diese 6 "Helferleins" :-)

Anyuser
 
11
22.2.2010, 14:26

...und er braucht dafür ernsthaft "ein halbes Dutzend Helfer". Das ist ja ein Personalstand wie in einem tiefsozialistischen Staatsbetrieb!

Nick Not
00
21.2.2010, 22:49

der mann kennt sich offenbar sehr gut mit Wirtschaften aus;)

jo eh
00
21.2.2010, 19:23

ein ruf der verzweiflung aus dem - nun- hängemattenfreien dasein?

freeze
 
00
22.3.2010, 08:06

Keine Sorge, es geht nur um ein Zusatzeinkommen zur ohnehin gaaanz gemütlichen Hängematte...

das poppende lottchen
13
21.2.2010, 19:02
ich habe nur hierher geklickt, weil ich mich verlesen

und mich gewundert habe, dass andreas goldberger einen blog schreibt.

Schnabeltierfresser
00
23.2.2010, 00:26
Lexibald
01
21.2.2010, 18:53
Das eröffnet ungeahnte Möglichkeiten:

indem man NICHTS zahlt.

Schnabeltierfresser
00
21.2.2010, 15:52
Um was für "steuerliche oder ähnliche ökonomischn Grenzwerten"

könnte es sich handeln?

Besen Ding
 
06
21.2.2010, 12:19
Manche werden es nie verstehen.

Wirtschaftliche Basis: Ineternetanschluss, PC, Gratis Blog Software, eigene Zeit

Ergo: Investieren in Recherche erzeugt einzigartige Geschichten.
Einzigartige Geschichten (investigativer Journalismus) erzeugen Zitate durch andere Medien (=Marketing).
Das erzeugt Neugier und Interesse.
Interesse und Neugier erzeugen Reichweite. Reichweite erzeugt Vermarktungspotential. Vermarktungspotential ruft interessierte Vermarkter auf den Plan.

=Wirtschaftliche Basis.

Dauer: vielleicht 3-5 Jahre (=Vorinvestment durch AUSSCHLIESSLICH eigenes Zeit- und Talentinvestment)

Willkommen in der Welt der nicht geschützten Werkstätten Herr Unterberger. Wenn Sie weiterhin ein gesichertes monatliches Einkommen wünschen lassen Sie sich wieder anstellen.

Entropix
51
21.2.2010, 11:23
irgendwie österreichisch:

für eine andere Meinung zahl ich nichts! Dabei kenne ich meine eigene Meinung ohnehin, eine andere muss ich erst kennen lernen, was ja noch lange nicht heißt, dass ich sie auch gut finde.

Bulkhead
13
21.2.2010, 11:41
...typisch

Wartens bitte einen Moment, ich mach mir schnell ein Wordpress Blog, schreib da irgendwelchen Müll hinein und möchte sie bitten dann auch für meine Meinung zu bezahlen. Ich kann ihnen garantieren, etwas "Anderes" auf Unterbergerniveau bekomme ich sicher hin.

ulenspygel
01
21.2.2010, 23:29
Nein.

Auch wenn ich Sie jetzt nicht kenne, aber allein präventiv ist mir meine Meinung über Sie als Poster erstmal mal zu hoch.

Das müssen Sie erst mal unterbergern.


Bolschewik
52
21.2.2010, 11:12

ich habe für haiti 100 euro gespendet und werde auch für unterberger was geben weil mir meinungsvielfalt in österreich äusserst wichtig ist, die orf-sp-nachrichten verursachen mir schon lange brechreiz

Schnabeltierfresser
12
21.2.2010, 14:27
Bilden Sie Sich Ihre eigene Meinung

und zahlen Sie Sich selber 120 Euro! ;)

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