Hinweise auf die ersten Bootfahrten überhaupt

21. Februar 2010, 20:10

Erstaunlicher Fund einer Sammlung von Faustkeilen afrikanischen Stils auf Kreta - Ihr Alter wird auf mindestens 130.000 Jahre geschätzt

Athen - Eine Sammlung von Faustkeilen, die Forscher auf der Insel Kreta gefunden haben, bringen die Vorstellung über unsere Vorfahren gehörig ins Wanken. Mindestens 130.000 Jahre dürften die Steinwerkzeuge afrikanischen Stils alt sein, berichten der US-Forscher Thomas F. Strasser und seine griechische Kollegin Eleni Panagopoulou auf der Jahrestagung der amerikanischen Archäologen. Stimmt die These, so haben sich Urmenschen schon lange vor dem Homo sapiens in Booten auf das Meer gewagt, was man ihnen bisher nicht zugetraut hatte.

Der bemerkenswerte Fund von über 2.000 Steinobjekten - darunter Faustkeile aus Quarz, Beile und Schürfgeräte - gelang den Forschern nahe des 450-Seelen-Dörfchens Plakias an Kretas Südküste. Ihrer Form nach gehören die Objekte der Acheuléen-Kultur an, worunter man einen vor allem vom Homo erectus in Afrika und ganz Eurasien verwendeten Herstellungsstil versteht. Die Geräte könnten gar bis zu 700.000 Jahre alt sein, eine geologische Untersuchung der Bodenschicht ringsum deutet auf "mindestens 130.000 Jahre".

Geschichte

Kreta ist schon über fünf Millionen Jahre lang eine Insel, weshalb die Werkzeughersteller mit Booten über das Meer gekommen sein mussten. Die Geschichte des Mittelmeeres dürfte somit laut den Archäologen schon 100.000 Jahre früher begonnen haben, als man bisher angenommen hatte. Frühere Artefakt-Funde hatten gezeigt, dass Zypern, einige griechische Inseln und möglicherweise Sardinien vor 12.000 bis 10.000 Jahren von Menschen erreicht worden sind. Die Funde könnten demnach ein Hinweis auf die ersten Bootfahrten überhaupt sein - lange vor der Reise des modernen Homo sapiens über Indonesien nach Australien vor etwa 60.000 Jahren.

Schließlich könnte die Annahme, dass schon die Vorfahren des Homo sapiens Schiffsbauer waren, auch einen völlig neuen Blick auf die Besiedelung Europas bedeuten. Auch in unseren Breiten setzte sich die Acheuléen-Kultur durch, wobei die Wissenschaft bisher einen Weg über Nordafrika, den nahen Osten, die Türkei und die Balkanhalbinsel als Verbreitungsroute annahm. Knochen- und Werkzeugfunde sprechen dafür, dass frühe Hominiden auch die Meerenge von Gibraltar überwunden und so die iberische Halbinsel erreicht haben. (pte/red)


Link
The New York Times: On Crete, New Evidence of Very Ancient Mariners (mit Foto der Werkzeuge)

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Linke Chuzpe
00
24.2.2010, 17:02
So eine Faustkeilerei gab es schon immer;-)

Bono Nobo
00
23.2.2010, 15:21

... und was wenn unsere Vorfahren mit Straussen über das Mittelmeer geflogen sind?

her wig
00
22.2.2010, 14:32

Die ersten Bootfahrten überhaupt werden das eher nicht gewesen sein, aber immerhin wieder ein Schritt zur feineren Wahrnehmung der Geschichte. Sehr schön.

Klaus Botschen
01
22.2.2010, 13:16
Designfehler,

da war wohl Slartibartfaß oder einer seiner Kollegen etwas ungenau.

The Use and Abuse of Social Science
00
22.2.2010, 18:26

Oh ja, das war wohl jemand der nicht weiß wo er sein Handtuch hat...

woifee 0.0
13
22.2.2010, 10:47

das ist ganz einfach zu erklären. Frühe Raumfahrende aliens kamen auf die erde und versklavten die menschen um für sie gold abzubauen. Deshalb brachten sie diese überall hin, auch auf kreta, zeigten ihnen wie man primitive werkzeuge herstellt und wonach sie zu graben haben. Die ausbeute ist zwar geringer als würden sie riesige förderanlagen aufstellen, aber wie liesen sich sonst die rieseigen darstellungen in peru erklären. die pyramiden sind außerdem landeplattformen für ufo's.

Bono Nobo
00
23.2.2010, 15:18

Klingt absolut plausibel.

füllhornkäfer
00
25.2.2010, 14:59

Und praktisch. Passt immer und auf alles!

Tung
00
22.2.2010, 15:11

du bist wohl auch ein stargate-fan - find ich gut!!
bekommst daher grün von mir :->

THE MGT.
00
22.2.2010, 16:37

Ach was, Stargate. Das wusste Däniken alles schon vor Jahrzehnten. Steht auch bereits im Voynich-Manuskript, aber das können nur Eingeweihte Illuminaten der höchsten Grade lesen. Hagbard war so einer.

Fritz Wunderlich
00
23.2.2010, 19:10

was ist hagbard celine vulgo murray rothbard gegen dick und doof, die wahren großmeister
schau, was du mich hast anrichten lassen

epep
00
23.2.2010, 16:57
däniken ist ein ausserirdischer..

..der die wahre ausseriridische einflussnahme der erde verschleiern will - ist doch ganz klar!

THE MGT.
00
24.2.2010, 00:04

Das hätten Sie nicht verraten dürfen. Jetzt haben Sie die Reptiloiden auf sich aufmerksam gemacht.

woifee 0.0
00
22.2.2010, 15:43

naja, die prä-astronautik ist eine annerkante wissenschaft, die vertreten auch die these, dass pyramiden landeplattformen hätten sein können

Pro Freistaat Kärnten!
 
01
22.2.2010, 18:32
für eine plattform

ist so eine pyramide aber ziemlich spitz geraten .....

vielleicht landen deshalb keine ufos mehr drauf...

Fritz Wunderlich
00
23.2.2010, 19:11

oder die ufos sind auch spitz
oder haben eine hohlform
oder

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
03
22.2.2010, 10:46

Vielleicht waren es Familienerbstücke, die lange vor der Reise nach Kreta hergestellt wurden.

Irgendein Jürgen
04
22.2.2010, 04:06
Preisfrage an die Experten

Die Strecke Bregenz-Konstanz beträgt ca. 45 Kilometer. Durch die Erdkrümmung ist's von Bregenz aus aber unmöglich, das gegenüberliegende Ufer zu sehen.

Der einfachste Weg vom Festland nach Kreta führt über Kythira und Antikythira, wodurch die längsten Etappen auf See etwas über 30 Kilometer lang sind. Alle drei Inseln sind recht gebirgig, und dürften daher trotz Erdkrümmung von der jeweils nächstliegenden aus gesehen werden. Dazu kommt aber der unvermeidliche Dunst über dem Meer. Ist's möglich, sein Ziel bereits vor der Abfahrt zu sehen? Oder sind unsere Urahnen auf gut Glück aufs Meer hinaus gefahren?

füllhornkäfer
00
25.2.2010, 14:50

von der Südküste Kretas sieht man das Festland, wie ich später mit Blick in den Atlas festgestellt habe, liegt die Insel auf der Höhe von Lybien. Anzunehmen, dass man es auch umgekehrt sieht :)

The Use and Abuse of Social Science
00

Von wo aus wäre das der Fall?

epep
00
23.2.2010, 16:59
ich tipp ja auf ne teenager-sauf-party..

..die sich halt ein boot geschnappt haben und drauf los gefahren sind und in ihrem suff vergessen haben, das boot anzubinden, so das sie am naechsten tag auf kreta festgesessen sind.

Zinnmo
 
01
22.2.2010, 08:13

Dem Homo Erectus ist Seefahrt mit einfachen Mitteln durchaus zuzustrauen. Wie die Funde in Deutschland (Schöningen 400.000 Jahre alt) zeigen, war er kompetent in der Holzbearbeitung. Flösse und Einbäume warenfür ihn vermutlich normal. Küstennnaher Fischfang ist damit kein Problem.

Ausserdem gab es mehrere Eiszeiten, in denen der Meeressspiegel mehr oder weniger stark fiel. Aus 30 km wird dann sehr viel weniger.

Zinnmo
 
01
22.2.2010, 10:31

Der Homo Erectus hat nachgewiesenermassen die Lombokstraße in Indonesien überwunden. Die war auch während der Eiszeit mehrere Kilometer breit. Es gibt auch Hinweise auf eine Meeresüberquerung der Strasse von Gibraltar, dafür aber keine Beweise.

Dust von Dust
01
22.2.2010, 06:24
nicht auf gut glück

sondern navigation nach sonne und sternen.

warum soll es damals keine fischer mit booten gegeben haben? die sind immer weiter hinaus gefahren, haben dann wieder land entdeckt und sind hingefahren.

THE MGT.
00
22.2.2010, 05:43

Hab ich mich auch schon gefragt.

Vielleicht waren manche der Siedler ja auch unfreiwillig so weit draußen unterwegs, abgetrieben von Strömungen und Wind. Wir wissen auch nicht wie viele die fremden Küsten garnicht erreichten und ertranken.

Anderseits, wenn auch allein schon vom Zeitraum her kaum direkt zu vergleichen, fällt mir die Besiedelung der pazifischen Inseln durch die Polynesier ein. Gegen diesen Ozean ist das Mittelmeer eine Badewanne. Die fuhren wohl wirklich auf gut Glück hinaus.

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