Steuerpflicht für Rüpel-Radler

Sigrid Schamall, 19. Februar 2010, 14:45
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    foto: apa/helmut fohringer

Sie wüten und rasen, scheuchen und jagen und tragen zur Selbstverteidigung Helme - die Radfahrer in Wien

Sie fahren mit Vorliebe links, lassen sich von keiner roten Ampel, keinem Stoppschild aufhalten, sie erkennen keine Einbahnstraße an, fahren nachts ohne Licht und brettern durch die Fußgängerzonen - die Hardliner unter Wiens Radfahrern. Manche nähern sich von hinten und verjagen die Fußgänger mit einem lauten Grklinggrkling vom Gehweg, andere preschen geradlinig über die Ampel, rechts am abbiegenden Autofahrer vorbei. "Hihi, ich war schneller."

Die einen erkennt man sofort an ihrer Ausrüstung: Fahrradhelm, sportlicher Dress, die Zeichen zum Angriff im Gesicht, Naturburschen und - mädels, die über Waldwege und Pflastersteine gleichfalls gleiten wie über den Asphalt dreispuriger Fahrbahnen. Zu knapp vorbeizischende Autofahrer werden schon mal mit dem Stinkefinger abgemahnt oder bei Stillstand mit einem Schlag auf Autodach oder Rückspiegel bedacht. Die anderen tarnen sich gern: Mit harmlos an den Füßen hängenden Schlapfen, blankem Kopf und Gemüsekörberl auf dem vorderen Lenker tingeln sie beschaulich stark befahrene Straßen dahin (möglichst mittig), um bei Rot-Licht die Macht der lautlosen zwei Räder zu demonstrieren. Dann nämlich setzen sie zu Überholmanövern aus dem Hinterhalt an. Die beliebteste Strategie: Irgendwie an der stehenden Autoschlange vorbei und zwischen Füßgängern am Zebrastreifen hindurch.

Kritiker werden jetzt einwerfen, wie wenig Radwege es in Wien gibt, wie rücksichtslos die Autofahrer und wie stumpfsinnig Fußgänger sind... eh, wenn's wenigstens eine Haftpflichtversicherung oder einer Gefahrensteuer zahlen würden, die Rüpel-Radler. (Sigrid Schamall, derStandard.at, 19.2.2010)

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vallis rosarum
 
00
20.3.2010, 14:32
Schreiende oder fuchtelnde Autofahrer aufgepasst:

Ein nervöser, aufgeregter Autofahrer ist nur eingeschränkt fahrtauglich, erfüllt also die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung genausowenig wie ein Besoffener.
Meines Wissens nach werden die österreichischen Amtsärzte in dieser Hinsicht immer aufmerksamer.

Also im Zweifel sofort den Behörden anzeigen!

Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
01
19.3.2010, 16:27
puh, rowdies, diese!

fahren mitten auf der fahrbahn!
(oder halten anders betrachtet einen zulässigen seitenabstand, um nicht von aufgehenden türen und ausparkenden autos abgeschossen zu werden. das ist nämlich alltag, nur nebenbei.)

und wenn es dann doch ein autofahrer schafft, sich in der 30er-zone mit dem handy am ohr bei 50kmh und 15cm seitenabstand am radler vorbeizuquetschen, dann ist der schon zurecht empört wenn er bei der nächsten rotphase ein bisserl aufs dach geklopft bekommt. weil was sind schon lebensgefährliche manöver gegen die unerträgliche frechheit dieser sozialschmarotzenden radler! sowas muss man sich nicht gefallen lassen von jemandem, der sich nicht mal ein auto leisten kann!

selten dämlicher artikel, sogar für dieses thema.

Nirvanacharly
 
11
17.3.2010, 06:15
jedes rad müßte

ein kennzeichen haben, dann könnte man endlich diese notorischen kamikazeflieger anzeigen. versichert sind sie ja über die privathaftpflicht in der haushaltversicherung, wenn vorhanden und kein dienstrad.

Flash Flash
01
20.3.2010, 17:36

Genau, wie bei den motorisierten Kfz. seit die Kennzeichen habe 8die besonders gefährlichen sogar zwei) passieren keine StVO Übertretungen mehr. Keine Geschwindigkeitsübertretungen, keine Vorrangsmissachtungen, kein unerlaubtes Hupen, keine Unfälle...

subbatyp
00
19.3.2010, 16:50

besonders in ballungszentren wäre es wünschenswert, dass den p.t. damen und herren fahrradfahrern zumindest die grundbegriffe der stvo bekannt sein sollten.

Deshalb: Fahrradführerschein jetzt!

Desmond Dekker
00
16.3.2010, 07:57
typische meinung einer frustrierten

autofahrerin! radfahrer haben eben den vorteil, nur ca. 1/20 der größe eines autos zu haben, daher können (und dürfen) sie sich vorbeischlängeln. dass sie "die radfahrer" pauschal verurteilen spricht nicht für sie. genauso könnten sie es mit den "autofahrern" tun.

Boots Mann
00
15.3.2010, 23:59
das Autofahrer hat die schlimmere "Waffe"....

und ist bisweilen auch noch der schlimmere Rüpel

guzz man
 
10
sg frau schamall,

ich weiß genau wovon sie schreiben. beim radfahren in wien wurde ich allzuoft von menschen wie ihnen aufs ekelhafteste beschimpft - weil mein fahradfahrstil mit einem mehrjährigen aufenthalt in amsterdam zu tun hat. ich halte ihre schreibe in diesem fall für mehr als entbehrlich! natürlich gibt es unter radfahrerInnen auch genug "egomanInnen" - aber wäre das gegenteil nicht das achte weltwunder. ich bin überrascht, aber froh, dass ich mich noch überhaupt in wien mit einem rad auf die straße traue. wie oft tun sie das ??? wo sind die verkehrstoten und schwerverletzten dieser "rüpel".
mit unverständlichen grüßen
guzz man

ps: wieso reg ich mich eigentlich so auf ???

subbatyp
00
19.3.2010, 17:06

Wien ist nicht Amsterdam. Hätte ich Autofahren in Afghanistan gelernt, wäre das auch keine Ausrede.

Ich selbst bin sehr viel mit dem Rad, aber auch mit dem Auto unterwegs.

Was ich bemerke ist, dass viele Radfahrer sich durch Nichtbeachtung der Verkehrsregeln und Unkenntnis der Situation als Fahrzeuglenker schwer gefährden.

Solange Radfahrer in dem Glauben "ich sehe das Auto - also sieht das Auto mich" unterwegs sind wird es Tote und Verletze geben.

Wer als Radfahrer nicht nachgibt muss durch Schmerzen erfahren, dass er am Drahtesel schwächer ist.

Boots Mann
00
15.3.2010, 23:47
...keine Angst, die autofahrer werden, weniger werden

guzz man
 
00
16.3.2010, 13:52
danke für deinen trost !

hallo boots mann,
ich hatte übrigens vergessen zu erwähnen, dass auch ich autofahrer bin (... und nebenbei auch noch bootsmann ;-). wenn ich dann so manchmal miterlebe, wie fahradfahrerInnen geschnitten, abgedrängt und "beinah über den haufen gefahren werden", dann denk ich manchmal, ich spinn, dass ich überhaupt noch radfahre in wien.
lg
guzz man

Blaky
00
LEIDER

beschreibt der Artikel die reine Wahrheit.

Nur so als Beispiel:
Wie schnell darf ein Fahrradfahrer eine Fahrbahn überqueren, wenn dort keine Ampel ist?

Michael Jack Dundee
 
00
Gemäß STVO

10km/h

Das selbe Geschwindigkeitslimit gilt für Fußgänger.

Tompkins, Mr. Tompkins
 
00
Na, ...

... beliebig schnell (also die allgemeine Geschwindigkeitsbeschränkung einhaltend und den Straßenbedingungen angepaßt). Auf einer Fahrradüberfahrt nur mit 10km/h.

Michael Jack Dundee
 
00

Wenn ein Radfahrer einen Radweg entlang fährt, eine Fahrbahn ohne Farradüberfahrt überquert um danach am Radweg weiter zu fahren, so ist auch dann nur 10km/h die erlaubte Geschwindigkeit auf der Fahrbahn, da es als Auffahren bzw. runterfahren des Radweges auf der Fahrbahn gilt.

Bescheuert ist es, da eigentlich die Farradüberfahrt fehlt, die angebracht sein sollte.

Ist, wie sie es beschrieben haben, kein Radweg bei dieser Kreuzung, dann gilt die radfahrende Person wie eine fahrzeugbenützende Person und wäre auf dessen Limit unterwegs erlaubt.

benz
10
28.2.2010, 22:31
statussymbol

jedem kleingärtner oder zuwanderer ein benz

geleast oder sonstwoher

das (pseudo) statussymbol auto wird von der politik gefördert: damit die prolos zufrieden kuschen und im gegenzug brav spö wählen.

subbatyp
00
19.3.2010, 17:08

...und die illuminaten nicht vergessen. Die haben sich das ja erst ausgedacht.

benz
00
na, dann schaun sie mal das wiener

kleingartengesetz (stellflächenverordnung) oder das ergebnis der gefälligkeits citymaut - volksverdummungsbefragung an.

vielleicht geht ja dann zum thema sozialdemokratiepolitisch erwünschtem vorrang für autos in wien auch ihnen ein geheimnisvolles lichterl auf.

Sommerkind
00
28.2.2010, 15:55
Wofür soll dieser Artikel gut sein?

"Radfahrer" könnte man beliebig gegen irgend eine andere Verkehrsteilnehmergruppe austauschen. In der heutigen Zeit ist es nun mal besonders in Großstädten so, dass jeder erst mal an sich selbst denkt. Erst kumm i, dann nomoi i und dann lange nix...! Ich bin mittlerweile so weit, dass ich mich auf dem Radl bei jedem Autofahrer mit einem freundlichen Handzeichen bedanke, der mir beim Abbiegen oder Queren meinen Vorrang auf dem Radschutzstreifen gewährt. Ist leider immer noch die Minderheit...

Michael Jack Dundee
 
00

Das selbe gilt auch bezüglich Fußgänger: Wenn diese in Wien gemäß STVO einen Zebrastreifen benützen so haben sie auch schon einen Reifenabdruck bekommen.

lordy2007
 
02
28.2.2010, 14:12
Die Überheblichkeit des Autofahrers

Der Autofahrer nimmt Platz ein der ihm nicht zusteht. Der Autofahrer nimmt eine Lärmkulisse ein die ihm nicht zusteht. Der Autofahrer verschmutzt die Luft der Menschen, was ihm nicht zusteht. Der Autofahrer verschandelt die Optik einer Stadt und raubt den Menschen und Kindern den Lebensraum. Der Autofahrer ist das zentrale Problem dieser Gesellschaft und muss endlich aus unseren Städten (Lebensräumen nicht Autoräumen) vertrieben werden.

subbatyp
00
19.3.2010, 17:14
Die Überheblichkeit des Menschen

Der Mensch nimmt Platz ein der ihm nicht zusteht. Der Mensch nimmt eine Lärmkulisse ein die ihm nicht zusteht. Der Mensch verschmutzt die Luft der Menschen, was ihm nicht zusteht. Der Mensch verschandelt die Optik einer Stadt und raubt den Menschen und Kindern den Lebensraum. Der Mensch ist das zentrale Problem dieser Gesellschaft und muss endlich aus unseren Städten (Lebensräumen nicht Menschenräumen) vertrieben werden.

Michael Jack Dundee
 
00

Ist deswegen das Fahren bei Rot, das Niederfahren der Fußgänger, ... der Radfahrer durch Kampfradler erlaubt?

lordy2007
 
00

Ja weil die Ampeln, die Ampeln der Autofahrer sind. Die Autofahrer verursachen den Stau. Die Ampeln dienen dazu die Autolawine im Zaum zu halten damit die Städte nicht endgültig im Chaos versinken. Der Radfahrer verursacht keinen Stau. Es sind nicht seine Ampeln, es sind die Ampeln der Autofahrer. Der Verursachen muss die Folgen tragen nicht der Unbeteiligte.
Der Fußgänger ist auf alle Fälle schützenswert. Das Problem hat jedoch ähnliche Ursachen wie obig beschrieben, da der Autofahrer die Straße blockiert (besetzt hält) wird der Radfahrer genötigt sich auf viel zu engen Radwegen und/oder Gehsteigen fortzubewegen. Dies ist natürlich kein wünschenswerter Zustand, jedoch liegt auch in diesem Fall die Schuld beim Autofahrer der mehr öffentlic

Michael Jack Dundee
 
00

Was eben das Problem der blöden Verkehrsplanung ist.

Es wäre schon weniger KFZ-Verkehr in den Großstädten, wenn es dementsprechende Öffis gäbe.

Das Ampelproblem ist richtig erkannt, da stehen Fußgägner und Radfahrer echt blöd gegen die Autos aus, jenen Stau bzw. Verkehrslawine, die der FKZ-Verkehr verursacht.

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