Islam-Konform

Burger sorgen für Ärger

19. Februar 2010, 13:59

Eine französische Fastfoodkette feuert mit dem Verkauf islamkonformen Fastfoods eine politische Debatte an

Eine französische Fastfoodkette hatte eine Idee für einen neuen Verkaufsschlager: In acht von insgesamt 350 Quick-Filialen sollten nur mehr Burger mit nach islamischen Schlachtregeln produziertem Fleisch (halal) verkauft werden. Schweinefleisch und gewöhnliches Rindfleisch wurden von der Speisekarte verbannt. Mit durchschlagendem Erfolg: Der Umsatz verdoppelte sich. Die ausgewählten Zweigstellen stehen allesamt in Gebieten mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an muslimischen Bürgern - darunter Marseille, Toulouse und Roubaix.

Was nun klingt wie ein märchenhafter Start für ein zielgruppenorientiertes Angebot, entpuppt sich als politischer Zündstoff. Der Bürgermeister von Roubaix droht mit einer Klage - das ausschließlich an muslimische Bürger gerichtete Halal-Angebot sei nicht jedermanns Sache - und komme deswegen einer Diskriminierung gleich. Ein Kollege aus dem Gemeinderat rief sogar zum Boykott auf, um die "Freiheit der Wahl" in Roubaix wieder möglich zu machen.

Aber nicht nur auf Gemeindeebene sorgte das neue Angebot von Quick für Aufregung. Marine Le Pen (die Tochter von Jean-Marie) von der rechtsextremen Front National unterstellte, dass Kunden wegen der islamkonformen Burger auch Steuern an islamische Organisationen zahlen würden, die Halal-Produkte zertifizieren. Letztendlich seien die Halal-Laberl ein Zeichen für die schleichende Islamisierung Frankreichs, fügte sie in einem Radio-Interview hinzu. Schließlich hält die französische Staatsbank Caisse des Depots et Consignations einen 99,63-Prozent-Anteil am Schnellimbiss Quick.

Das Unternehmen selber versteht die ganze Aufregung nicht wirklich. Ein Sprecher von Quick meinte, die Fastfood-Kette habe schlicht auf die Konkurrenz kleiner Halal-Restaurants reagiert. Immerhin machen Frankreichs fünf Millionen Muslime rund acht Prozent der Bevölkerung aus. Als Unternehmen davor die Augen zu verschließen, sei nicht möglich. Einer Markt-Studie zufolge werden im Jahr rund 4,5 Milliarden Euro mit Halal-Speisen - vorwiegend Fleisch - in Geschäften umgesetzt, eine weitere Milliarde mit Halal-Fastfood. (red, derStandard.at, 19.2.2010)

 

Kommentar posten
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buena1vista1
00
22.2.2010, 08:43
QUICK ...

ist so grauslich, dass es mich ehrlich gesagt wundert, dass da Leute überhaupt HINGEHEN!

tommy vie
05
21.2.2010, 11:49
in 15 bis 20 Jahren

wird auch das Schweizerhaus auf Halal Rinderstelzen & Tee umgestellt sein

x x3
00
21.2.2010, 21:31
Machen sie sich bei

Big Mac, Pizza, Döner (upps, das ist ja bereits von denen), Sushi, ... auch solche Sorgen ;-)

Sahin A.
20
21.2.2010, 14:30
Wenns die Nachfrage erfordert..

So läuft es nun mal ab in einer freien Marktwirtschaft...

caranx
37
21.2.2010, 09:36
Halal

Bronzezeitliches Ritual ohne Sinn.
Wenn man Fleisch/Schlachtung insgesamt ablehnt würde es Sinn machen oder zumindest Logik haben, selbst für mich Fleischfresser.
Aber so? Primitives Ritual.

sweetmaker
 
46
21.2.2010, 06:34
halal ist das falsche zielobjekt:


als tierschützer sollte man sich genau überlegen, ob man sich zur speerspitze einer "kulturkampf-front" gebrauchen lassen will:

das schächten wurde als möglichst schonende form der schlachtung entwickelt.

es gibt sehr wohl reformatorische ansätze, welche die elektro-betäubung erlauben.
diese sollte man unterstützen, anstatt den islam und seine gesetze generell zu verdammen.

die nicht artgerechte massentierhaltung ist die tatsächliche tierquälerei.

chelene chirsch
12
21.2.2010, 21:00

sie vergessen, dass zu solchen fragen immer kairo befragt wird (und als erster ansprechpartner genannt wird).

aber: kairo spricht für eine minderheit.

somit ist auch das gebetsmühlenartige wiederholen der betäubung bei halal schlachtung ungefähr so zu sehen wie die empfehlungen des dorfpfarrers hinsichtlich des vatikan.

der hyriyet zeigt da schon feineres, etwa http://fotogaleri.hurriyet.com.tr/GaleriDet... &p=1&rid=1 - das opferfest in ganzer pracht.

Veniamin Kostitsin-Teterin II
12
21.2.2010, 00:14
wie es scheint tummeln sich in diesem forum nur penetrante veganer

halal schmeckt aber :-)

-e!-
00
21.2.2010, 09:02

halal schmeckt? gibtz da auch geschmackliche unterschiede wegen dem ausbluten lassen? ^^

Aufklärung die fünfte
03
20.2.2010, 23:42

ich bin ja auch gegen shcächten

aber das gesetz von nachfrage und angebot zu politisieren..e s darf nunmal jeder verkaufen was er will..

es ist eien frechheit nur wiels manchen nicht passt (ich würde dort auch nicht essen) es zu verbieten....

ich mein ich mag auch nciht alles...
und ja das leben ist kein wunschkonzert

deiml
12
20.2.2010, 22:58

warum wird le pen als "rechtsextrem" bezeichnet unsere eigenen dödel aber konsequent rechtpopulisten?







zu den vegifundis: ein natürlicher tod ist für die meisten tiere doch um einiges qualvoller als die schlachtung.

El Guiro
00
21.2.2010, 11:46

"ein natürlicher tod ist für die meisten tiere doch um einiges qualvoller als die schlachtung."

Sehr richtig, in Schlachthäusern herrschen paradiesische Zustände, als Tier könnte ich mir kaum einen schöneren Ort vorstellen.

Glauben Sie wirklich was Sie hier schreiben oder versuchen Sie nur Ihr Gewissen zu beruhigen?

deiml
01
21.2.2010, 16:57

als jemand der auf einem bauernhof aufgewachsen ist, also auch einigen schlachtungen beigewohnt hat würd ich mal sagen, ja. tiere sterben in freier wildbahn ja in der regel nicht durch altersschwäche sondern weil sie von anderen tieren erlegt werden.



durfte zufällig einmal mitansehen wie ein greifvogel einen hasen erlegt hat. beeindruckendes schauspiel!

Mag Filip
00
21.2.2010, 10:24
gute Frage...

dabei muss man sich auch bei der Nase mit der Frage:
Welche Dödel haben denn unsere Dödel gewählt?

hm??

sick boy
54
20.2.2010, 21:10
GO VEGETARIAN!!!

schächten oder schlachten.....beides nix gutes und sehr endgültiges für die betroffenen ;)

Drew R. Man
12
21.2.2010, 10:24
und die armen karotten erst -

werden mit roher gewalt aus dem boden gerissen und damit dem tode geweiht.

yotix
 
21
21.2.2010, 08:36

Bist krank, Burschi?

Angus Parvis
24
20.2.2010, 22:51

GO SZEISN!!! Gemüse is halt auch nicht die Antwort für alles.

Der Waehlerwille
 
82
20.2.2010, 20:03
was genau soll daran nochmal problematisch sein?

sadfasd sdfasdfas
45
20.2.2010, 21:16

Die Tierquälerei.

x x3
35
21.2.2010, 10:19
Die Tierquälerei?

Tschuldige, das ist wohl ein sehr fadenscheiniges Argument für die Xenophopie, die dahinter steckt.

Schau dir einfach die Schlachthöfe, die Tiertransporte, die Massentierhaltung bei uns (in der EU) an.

Keine Tierquälerei? Sondern?
Ach ja, da ist ja nur mit Antibiotika vollgepumptes "Nutz"-vieh, bei dem die Produktionsmethoden optimiert werden.

mare! si
00
19.3.2010, 13:46
da gibts auch paar nette videos

von dem was sich auf österreichischischen schlachthöfen abspielt
zuerst werden die kühe getreten und mit eisenstangen geprügelt, damit sie weitergehen
die kuh wird betäubt, ist aber noch "voll da", dann werden ihr die vorderläufe abgeschnitten, die ersten tränen
danach werden hals und brust aufgeschnitten, ein lautes brüllen...

mahlzeit!!!

Wildhüter John
11
21.2.2010, 21:03

Und das soll jetzt die Grauslichkeiten einer religiösen Spinnerei rechtfertigen? Versteh ich das richig?

Der Waehlerwille
 
01
21.2.2010, 00:32
dann hoff ich für sie dass sie überhaupt kein fleisch essen ..

.. wenn dass das ehrliche argument wäre.

gegen kosheres essen sinds dann bestimmt auch?

x x3
00
22.2.2010, 23:05
Noch ein Wort zur Ehrlichkeit.

Ich fahre Auto und ich weiß, dass ich damit die Umwelt verschmutze.
Ich esse Fleisch und ich weiß, dass dafür Tiere getötet werden.
Ich trinke Kaffee und weiss, dass in Südamerika (und anderen Teilen der Welt) die Bauern ausgebeutet werden.

--
Ich werfe diese Dinge, die ich selbst tue, aber nicht anderen vor, die das gleiche (nur etwas anders) tun.
--

Ich versuche nicht, die Welt zu retten, obwohl ich den Müll trenne, nach Möglichkeit Fair-Trade-Produkte kaufe und Handelsketten boykottiere, die ich im Verdacht habe, von Kinderarbeit zu profitieren.
Ich bin ein Durchschnittsösterreicher.

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