Ist ein zweiter operativer Eingriff nötig, kommt es häufig zu Blutungen, Nierenversagen und Lungenentzündungen
Chicago - Immer mehr Menschen mit extremem Übergewicht versuchen ihre Körpermasse durch Magenverkleinerungen zu kontrollieren. Diese sogenannte bariatrische Chirurgie bessert zwar oft die Korpulenz, kann aber auch Probleme verursachen. Muss der Eingriff dann nochmals operativ korrigiert werden, kommt es bei jedem dritten Patienten zu Komplikationen, wie eine Studie aus Griechenland zeigt.
Blutungen und Nierenversagen
Darin untersuchten Mediziner der Universitätsklinik Patras 56 Patienten, bei denen der erste Eingriff - entweder mit Magenband oder Magenbypass - nicht den erhofften Erfolg brachte. Trotz der Operation hatten 39 Teilnehmer kaum abgenommen, 15 weitere litten an Mangelernährung. Tatsächlich besserte der zweite Eingriff die Probleme: Die Patienten verloren in den folgenden Jahren durchschnittlich fast 70 Prozent ihres Übergewichts, und auch die Mangelernährung wurde behoben. Aber jeder dritte Teilnehmer entwickelte in den Monaten nach der Operation gravierende Probleme, darunter Blutungen, Nierenversagen und Lungenentzündungen.
Da sich immer mehr Menschen den Magen verkleinern lassen, dürften sich auch Korrektureingriffe künftig häufen, schreiben die Chirurgen in der Zeitschrift "Archives of Surgery". Voraussetzung für den Erfolg der Operation sei eine gute Ausbildung der Chirurgen und eine sorgfältige Auswahl der Patienten. Beim Magenband schnüren Ärzte den Eingang zum Magen mit einem Silikonband ab. Beim Magenbypass wird der Dünndarm dagegen direkt an die untere Speiseröhre genäht, so dass die Nahrung nicht mehr durch Magen und Zwölffingerdarm gelangt. (APA)