Gravierende Probleme nach Magenverkleinerungen

19. Februar 2010, 11:56
  • Artikelbild
    foto: ap/paul sakuma

    Jeder dritte Patient entwickelte in den Monaten nach einem neuerlichen, zweiten Eingiff gesundheitliche Probleme.

Ist ein zweiter operativer Eingriff nötig, kommt es häufig zu Blutungen, Nierenversagen und Lungenentzündungen

Chicago - Immer mehr Menschen mit extremem Übergewicht versuchen ihre Körpermasse durch Magenverkleinerungen zu kontrollieren. Diese sogenannte bariatrische Chirurgie bessert zwar oft die Korpulenz, kann aber auch Probleme verursachen. Muss der Eingriff dann nochmals operativ korrigiert werden, kommt es bei jedem dritten Patienten zu Komplikationen, wie eine Studie aus Griechenland zeigt.

Blutungen und Nierenversagen

Darin untersuchten Mediziner der Universitätsklinik Patras 56 Patienten, bei denen der erste Eingriff - entweder mit Magenband oder Magenbypass - nicht den erhofften Erfolg brachte. Trotz der Operation hatten 39 Teilnehmer kaum abgenommen, 15 weitere litten an Mangelernährung. Tatsächlich besserte der zweite Eingriff die Probleme: Die Patienten verloren in den folgenden Jahren durchschnittlich fast 70 Prozent ihres Übergewichts, und auch die Mangelernährung wurde behoben. Aber jeder dritte Teilnehmer entwickelte in den Monaten nach der Operation gravierende Probleme, darunter Blutungen, Nierenversagen und Lungenentzündungen.

Da sich immer mehr Menschen den Magen verkleinern lassen, dürften sich auch Korrektureingriffe künftig häufen, schreiben die Chirurgen in der Zeitschrift "Archives of Surgery". Voraussetzung für den Erfolg der Operation sei eine gute Ausbildung der Chirurgen und eine sorgfältige Auswahl der Patienten. Beim Magenband schnüren Ärzte den Eingang zum Magen mit einem Silikonband ab. Beim Magenbypass wird der Dünndarm dagegen direkt an die untere Speiseröhre genäht, so dass die Nahrung nicht mehr durch Magen und Zwölffingerdarm gelangt. (APA)

Kommentar posten
19 Postings
Petzi Petz
01
21.2.2010, 23:04
Jemand, der sowas braucht

steckt üblicherweise in einem schwer gepeinigten Körper - massives Übergewicht über lange Zeit, falsche Ernährung und wenig Bewegung. Das schädigt den Körper. Und selbstverständlich ist auch die Operation nicht ohne, das ist nicht verwunderlich, dass es soviele Komplikationen gibt.

Korsar
20
21.2.2010, 12:08
Und

wenn Personen mit einem BMI von 32 sich eine von 34 anfressen,denn dann zahlt die Krankenkasse den Bypass ?

Sabine Werner
00
22.2.2010, 18:29

Geh bitte, es wird doch keiner mit gesundem Verstand und BMI 34 - ist zwar dick aber noch locker selbst zu händeln, - sich freiwillig so einer schweren OP aussetzen. Ich finde sie ist eine Lösung für absolut schwergewichtige Menschen, die wirklich arm sind und selbst nicht mehr abnehmen können, zumindest nicht mehr als 30kg - und was wenn einer über 100 abnehmen muss.

platz, hirsch!
00
22.2.2010, 11:20
ab einem bmi von 30 sind sie krankhaft übergewichtig.

ab dann zahlt die krankenkasse alle "medizinisch notwendigen" eingriffe, weil das übergewicht zu recht als krankheit gesehen wird - deren behandlung dann in den bereich der KK fällt.

Sabine Werner
12
22.2.2010, 18:31

Lt. Definition ja, ein absoluter Schwachsinn, dann ist ein Bodybuilderkollege aus dem Studio lt. BMI auch fett und krank, der BMI ist sowieso der grösste Schwachsinn. Und es wird kein seriöser Chirurg BMI 30 operieren, das sind vielleicht 20kg Übergewicht, sowas kann man innerhalt eines Jahres - wenn man will -auch selbst abnehmen, ohne sich verstümmeln zu lasssen.

tinkerbell.ae
01
21.2.2010, 10:15
Mehr Disziplin (gesünder/weniger essen) und mehr Sport

wie unnötig, wenn es doch die Chirurgie gibt...

WeltenBrand
00
11.3.2010, 14:48
ab einem gewissen gewicht

ists mit sport nicht mehr so einfach; und es ist auch häufig so, dass man irgendwann gegen das ständig mehr werdende gewicht aufgibt. ab dem zeitpunkt sprechen wir dann von gewichtszunahmen von 40-50 kg in nem halben jahr. in dem gewichtsbereich sind normale sportarten wie joggen dann gift für die gelenke - als schmerzpatient ist man dann auf weitere effekte wie depressionen (die man bei dem gewicht ohnehin meistens hat) anfälliger.

gesünder essen und mehr sport gehen bis zu einem übergewicht von 20-30 kg noch recht gut, wenn man erst mal 80 kg zuviel wiegt ist das essen schon egal und der sport für den bewegungsapparat schädlich (wassersport ausgenommen, aber wer zieht sich mit dem gewicht freiwillig vor anderen aus?)

wolkenberg
13
21.2.2010, 17:19
hm -

ich gehe dreimal pro woche trainieren - krafttraining und mindestens 1 h ausdauertraining, und ja: ich trainiere pulskontrolliert. und außerdem mache ich rückenturnen (und unser trainer ist ein hund).auf der letzten kur sagte der ernährungsberater, dass er mir nichts mehr beibringen kann.

trotzdem: bmi 29,2, größe 46 und weniger wird's nicht.

das ist frustrierend, und ich kann jeden menschen verstehen, der den hut auf die disziplin draufhaut.

und auf ihre herablassung kann ich verzichten, danke.

x aeins
00
25.2.2010, 12:27

na dann passts ja schon fast - sie sind auf dem richtigen Weg!
Kleiner Zusatztip: noch mehr Ausdauertraining - in der wärmeren Jahreszeit wöchentlich 1000 Höhenmeter (zB jeden Sonntag ein entsprechender Berg) - wirkt zusätzlich Wunder!

anne.sche
00

außerdem wird immer ein kräftiger körperbau mit übergewicht und ein schmaler körperbau mit "richtigem" gewicht verwechselt

der BMI eines breitschultrigen menschen mit zb breitem becken MUSS ja höher sein, als der BMI eines schmalschultrigen menschen

in extremo hat die schmale person mit wampe das problem, dass man ihren gesundheitszustand nicht erkennt, während die kräftige person mit abnehmaufforderungen traktiert wird....

Sabine Werner
12
22.2.2010, 18:32

Stimmt, nur nimmt einem dickeren Menschen sowas keiner ab, und schaut noch dumm im Studio, wenn man länger am Stepper steht oder mehr Gewichte stemmt als ein Normalgewichtiger.

Karlgaard
00
22.2.2010, 11:47

Abnehmen kann man nur durch Ernährungsumstellung. Sport dient als begleitende Maßnahme.

Ohne Ernährungsumstellung besteht bei erhöhtem sportlichen Aufwand sogar die Gefahr der Gewichtzunahme, da man zum Überkompensieren neigt ("Jetzt hab ich mir eine kleine Belohnung verdient!").

Dazu gibt es die Tendenz, nach anstrendem Sport die übrigen körperlichen Aktivitäten reduzieren (man setzt sich nach dem Training erschöpft vor den Fernseher, anstatt des ansonsten praktizierten Abendspazierganges.

Die meisten kennen die Grundlagen gesunder Ernährung recht gut, die wenigsten halten sich konsequent daran. Aber immerhin ist man mit BMI 29 i.d.R. noch nicht adipös.

gutartiger Bösmensch
01
22.2.2010, 10:01
BMI ist nicht gleich BMI

Man kann 30 haben und die 30 durch Muskeln zustande kriegen oder 30 haben und nur aus Fett bestehen. BMI sagt ja nur was aus über das Verhältnis von Gewicht zu Größe nicht über Gesundheit.

Aber letztlich ist kein Mensch ein Perpetuum Mobile und nimmt durch Luft zu. Energie zugeführt - Energie verbraucht = Energieüberschuss gilt immer und überall.

Petzi Petz
00
21.2.2010, 23:02

Schon mal beim Arzt gewesen? Blutuntersuchung? Oder haben Sie selbst den Verdacht, dass es vielleicht doch an der Ernährung liegt?

wolkenberg
00
23.2.2010, 15:14

können lesen, der herr?

kur=ärztlich verordnet.

defjak
00
21.2.2010, 19:23
dann

liegt das problem woanders. es zu finden- auch glück. alles gute.

f gut
11
20.2.2010, 21:00
.....und wie wärs................

...........mit einfach weniger essen?

Sabine Werner
10
22.2.2010, 18:33

Toller Rat, wie oft haben den schon übergewichtige gehört, nicht jeder der mehr wiegt frisst den ganzen Tag in sich rein, oder ist eine tgl. calaufnahme von 17oocal und null dabei abnehmen fressen?

Knicknack
00
19.2.2010, 23:13
Und was hat die Überschrift mit dem Text zu tun?

Magenverkleinerung (da wird ein Teil des Magens entfernt) ist etwas völlig anderes als Magenband oder Magenbypass.

Die Magenverkleinerung ist vor allem für extrem adipöse Männer geeignet, Frauen sprechen auf die anderen genannten Methoden besser an.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.