Laptop-Kameras seien ferngesteuert aktiviert worden - Sammelklage eingebracht
Gegen eine Schule in einem Vorort von Philadelphia wurde Klage eingereicht, da die Schüler über deren Laptops ausspioniert worden sein sollen. Die Überwachung sei aufgeflogen, als der Vizedirektor einen Schüler mit einer Aufnahme konfrontierte, die über die Webcam des Notebooks aufgenommen wurde, und ihm "ungebührliches Verhalten zu Hause" vorwarf. Im Namen aller Schüler haben die Eltern des Schülers nun eine Sammelklage gegen die Schule eingereicht, berichtet BoingBoing.
Verletzung der Privatsphäre
Aus der Klagsschrift geht hervor, dass die Schule den Schülern Notebooks zur Verfügung gestellt habe, auf denen ein Programm installiert war, das ohne deren Wissen den Fernzugriff auf die Webcam ermögliche. Daneben sei mit der Software auch das Surfverhalten der Kinder kontrolliert worden. Damit sei nicht nur die Privatsphäre der Kinder, sondern auch die der Eltern und sämtlicher Personen, die von der Kamera ebenfalls zufällig aufgenommen wurden, verletzt worden.
Falsches Signal
Mit derartigen Maßnahmen wollte die Schule offenbar verhindern, dass die Schüler zu viele Informationen von sich in Chats oder Social Networks preisgeben. Doch das Vorgehen der Schulbehörde ist wohl der falsche Weg um Kindern den Schutz ihrer Privatsphäre zu vermitteln. Damit werde viel mehr das Signal gesetzt, dass die Privatsphäre nichts wert sei, meint Blogger Cory Doctorow. (red)