Jausenpause im Postbus

9. April 2003, 12:26
1 Posting

Imbiss-Automaten in Linienbussen - Österreichweites Pilotprojekt startet in Salzburg

Salzburg - Limonaden, Mineralwasser, Vollkornriegel und kleine Snacks: Mit Soft Drinks und kleinen Imbissen aus Automaten, werden ab Juni 2003 die Postbus-Kunden verwöhnt, vorerst aber nur auf zwei Linien. Die Idee des österreichweiten Pilotprojekts stammt vom Regionalmanager der Postbus AG für Salzburg, Gernot Hubner. "In der Startphase werden zwei Linien von der Stadt Salzburg nach Zell am See sowie nach Bad Ischl mit jeweils einem Automaten ausgestattet", erklärte Hubner auf Anfrage der APA.

Qualitätssteigerung

Hubner verspricht sich durch diese neue Serviceeinrichtung ein Qualitätssteigerung für seine Fahrgäste. "Wer länger als eine halbe Stunde im Bus sitzt, der soll die Möglichkeit haben, sein menschliches Grundbedürfnis nach Essen und Trinken zu stillen." In der ersten Testphase werden zwei der insgesamt 160 Salzburger Postbusse mit jeweils einem Automaten versorgt. Die frequentierten Linien nach Zell am See sowie nach Bad Ischl kämen deshalb in Frage, weil "über eine längere Strecke Schüler, Pendler und im Sommer auch viele Touristen mit diesen Bussen fahren".

Gesunde Jause

Das Getränke- und Speiseangebot wird auf die Kundenwünsche abgestimmt. "Wichtig sind mir die gesunde Jause und zuckerfreie Getränke. Um Konflikte mit Elternvereinen, Gemeinden und dem Land zu vermeiden, möchte ich noch Gespräche hinsichtlich des Angebots führen", zeigt sich der Regionalmanager umsichtig. Natürlich dürften die Imbisse und die Getränke - es handelt sich um PET-Flaschen - gleich im Bus konsumiert werden, betonte Hubner.

Wird die Automaten-Aktion von den Kunden gut angenommen, könnte der Service auch auf andere Bundesländer ausgeweitet werden, sagte der Postbus-AG-Sprecher für ganz Westösterreich, Johann Kapferer. Österreichweit gebe es derzeit kein öffentliches Busunternehmen, das ein Automaten-Service anbiete.

Die Postbus AG kauft die beiden Automaten von einer oberösterreichischen Firma zu je 2.500 Euro. Sie ähneln der Größe eines Fahrscheinautomaten, sind etwa 1,60 Meter hoch, 30 Zentimeter tief und werden in der Mitte des Busses montiert. Die Kosten für die Testphase, die für mindestens drei Monate anberaumt wurde, betragen rund 9.000 Euro. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.