Solana: UNO-Rolle im Irak geht über Humanitäres hinaus

9. April 2003, 10:22
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Nur die Vereinten Nationen können Übergangsregierung in Bagdad Legitimität verleihen

London - Die Rolle der Vereinten Nationen beim Wiederaufbau des kriegszerstörten Irak darf sich nach Ansicht des außenpolitischen EU-Beauftragten Javier Solana nicht auf humanitäre Aspekte beschränken. In einem BBC-Interview sagte Solana am Mittwoch, auch bei der Gestaltung politischer Nachkriegsstrukturen müsse die UNO beteiligt sein. "Früher oder später werden die Vereinten Nationen die Legitimität einer vorläufigen Regierung im Irak garantieren müssen", betonte er.

Er hoffe, dass die britischen und amerikanischen Truppen nach Kriegsende nur "kurze Zeit" zur Gewährleistung der Sicherheit im Irak bleiben müssten. "Danach muss die internationale Staatengemeinschaft, über die UN, eine Rolle spielen." Er glaube nicht, dass es im Interesse der USA sei, als "Besatzungsmacht" lange im Irak zu bleiben, sagte Javier Solana.

Der französische Staatspräsident Jacques Chirac hat seinerseits gefordert, dass allein die Vereinten Nationen für den Wiederaufbau des Irak im politischen, wirtschaftlichen und humanitären Bereich zuständig sein müssten. Nur sie hätten die dafür erforderliche Legitimität, sagte Chirac am Dienstag nach einer Unterredung mit UNHCR-Chef Ruud Lubbers vor der Presse in Paris. "Wir leben nicht mehr in einer Zeit, in der ein oder zwei Länder sich des Schicksals eines anderen Landes annehmen", sagte Chirac.(APA/dpa/AP)

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BBC

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