Nonnen gegen Raketen

9. April 2003, 10:17
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Dominikanerinnen beschmierten Raketensilo mit eigenem Blut - Bis zu 30 Jahren Gefängis drohen

Denver - Drei Nonnen, die aus Protest gegen den Krieg ein Raketensilo mit eigenem Blut beschmiert haben, sind von einem Bundesgericht in Denver (US-Bundesstaat Colorado) verurteilt worden. Ihnen drohen jetzt bis zu 30 Jahre Gefängnis.

Nach Medienberichten vom Dienstag schnitten die Frauen im vergangenen Oktober den Zaun zu einem Gelände in Colorado durch, wo Minuteman-Nuklear-Raketen stationiert sind. Dort schmierten sie dann mit ihrem Blut Kreuze an die Betonwände eines Silos.

Die Dominikaner-Nonnen im Alter von 55 bis 66 Jahren gehören zu einer Friedensgruppe und wollten gegen den drohenden Irak-Krieg demonstrieren. Ihnen wurde Beeinträchtigung der nationalen Verteidigung und das Verursachen eines Schadens von 1.000 Dollar (938 Euro) vorgeworfen. Das Strafmaß wird erst im Juli verkündet. (APA/ag.)

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