Stress

Schüler sind Burn-Out gefährdet

18. Februar 2010 13:16

Jedes dritte Schulkind massiv unter Stress - Einfache Antistressprogramme zur Stressbewältigung

Wien  - Was früher als Manager-Krankheit galt, dringt immer stärker in die heimischen Klassenzimmer vor: Fünf Prozent der 1,2 Millionen Schüler sind laut Aussagen der Arbeitsgemeinschaft für Präventivpsychologie (APP) aufgrund von chronischem Schulstress von Burn-Out gefährdet. Weitere 13 Prozent seien temporär stark belastet, insgesamt leide jeder dritte Schüler ab zehn massiv unter Stress. Dabei könnten schon einfache Antistressprogramme Verbesserungen bringen, sagte APP-Generalsekretärin Brigitte Bösenkopf in einer Aussendung am Donnerstag.

Es würden immer mehr Kinder und Jugendliche durch Leistungsdruck und einem vollen Terminkalender an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gebracht. "Oft gelingt es den Schülern nicht, den hohen Anforderungen gerecht zu werden. Dann folgt der Zusammenbruch", so die Präventionspsychologin. Burn-Out habe bei vielen Jugendlichen Suchtverhalten zur Folge: Burschen greifen dabei eher zu Alkohol, Mädchen leiden vermehrt unter Essstörungen oder nehmen Medikamente. Ein Problem von Burn-Out bei Schülern ist laut APP, dass die Symptome (Müdigkeit, Gereiztheit, akuter Leistungsabfall) oftmals nicht erkannt und als Begleiterscheinungen der Pubertät abgetan werden.

Entspannung vor der Schularbeit

Insgesamt spricht die APP von zwölf Stadien der Überbelastung bis zum Burn-Out. Am Beginn steht erhöhte Leistungsbereitschaft, die Schüler wollen sich beweisen und übernehmen immer mehr Aufgaben. Es folgen psychosomatische Beschwerden wie Kopf-, Nacken und Magenschmerzen, die Schüler reagieren gereizt und aggressiv auf ihr Umfeld. Schließlich vernachlässigen die Jugendlichen ihre eigenen Bedürfnisse und ziehen sich zurück. Konflikte werden zunehmend verdrängt, Probleme verleugnet. "Greift das Umfeld jetzt nicht ein, rückt der mitunter lebensbedrohliche Burn-Out in greifbare Nähe", warnt die APP.

Bei einem Pilotprojekt an einer Schule hat die APP einfache Antistresstechniken getestet, das Biofeedback (Messung von Puls, Atmung, Temperatur und Hautleitwert) habe als Ergebnis eine Verbesserung der psychosomatischen Beschwerden der Jugendlichen und reduzierte Stresswerte gezeigt. Da besonders vor Prüfungssituationen der Stresswert der Schüler deutlich erhöht sei, könnten Lehrer durch kurze Entspannungsübungen vor Schularbeiten die Konzentrationsfähigkeit der Schüler und damit deren Leistungen verbessern. (APA)

 

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22 Postings
Leech
22.02.2010 16:52
tja

würd ich nur das mindeste machen was gefordert wird dann bekäm ich auch furchtbaren Stress wenn ich dann in 5 minuten die Hausübung abschreiben muss vor anfang der stunde....

sollen mal die zeit die sie in der Schule sind was für die Schule machen...
Dann würd Schule warscheinlcih als Erholungsparadies angekündigt weil dort so eine Stressfreie Zone ist.

Mensch ärgere dich!
19.02.2010 11:09
Mise Performance!

Die Leistungsträger der Zukunft - unbrauchbar!

nodiesop
18.02.2010 23:50
was auch noch dazu kommt

ist die Online-Sucht und der Punkt, daß die Kid's immer früher mit dem harten Leben konfrontiert werden (zB Zwielichtige Kontakte über Chat/Partnerbörsen)

meine Schwester würde am liebsten jede freie Minute im Web hängen - permanent unter Strom... das kann nicht auf Dauer gut gehen...

erich1963
18.02.2010 15:59
Die APP-Leute müssten eigentlich wissen,

dass das im Artikel angesprochene Freudenberger-Modell mit den 12 Stadien nur für einen kleinen Teil von Burnout-Betroffenenn gilt, nämlich die mit enttäuschtem Idealismus. Und dass gerade die Burnout-Dynamik extrem individuell empfunden wird, und sich sowieso nur sehr bedingt in so ein irgendein Schema pressen lässt.

Knieriem
18.02.2010 15:25
Schüler sind Burn-Out gefährdet?

Ursachen? Nicht die pöse, pöse Leistungsanforderung ist schuld daran, sondern die mangelnde Vorbereitung der Schüler durch Eltern und Lehrer auf Leistungsanforderungen des Lebens aber auch fehlende positive Bereitschaft zur Leistung. Wer seine Volksschulzeit in Spielkreisen verbringt, oder von Lehrerinnen mit ständig wechselnden Wischiwaschi-Projekten sekkiert wird, statt Rechtschreibung und Rechnen zu lernen, wer dann im Gymnasium bis zur 4.Kl mitgeschleppt wird, damit nicht auffällt, wie viele Kinder dort gar nichts zu suchen haben, wird spätestens ab der 5., oder dann bei der Zulassungsprüfung auf die UNI scheitern und Leistungsdruck vorschieben. Dazu kommen noch verstärkte Ablenkungen, Schlafmangel und Null-Bock.

uinsel
19.02.2010 12:15

selten so einen unsinn gelesen.

Knieriem
19.02.2010 14:52

Was bitte ist an meinem Statement falsch? - wenn Sie von Unsinn sprechen. Das ist aus dem Leben gegriffen! Für jede meiner Behauptungen gibt es Erlebnisse und/oder Aussagen von Eltern, bzw. Lehrern (natürlich unter der Hand):

Max User
19.02.2010 08:28

ab "pöse" hab ich nicht mehr weitergelesen und gleich rot vergeben

Der, der es besser weiß
20.02.2010 18:13

ab dem ersten oder dem zweiten?

Knieriem
19.02.2010 14:53

Da haben Sie sich aber um das Beste gebracht! ;-)

KLAMB
18.02.2010 17:50

Haben Sie schon mal daran gedacht, dass viele SchülerInnen am Land jeden Tag um fünf Aufstehen müssen, damit sie rechtzeitig ins Gymnasium kommen, um dann erst am frühen Abend wieder nach Hause zu kommen und dann noch Hausarbeiten machen und lernen zu müssen?

Knieriem
19.02.2010 14:49

Ähnliche Arbeitszeit hatten/haben HTL-Schüler aber auch (in Wien) - ohne Fahrzeiten.

Round'n'round it goes
19.02.2010 09:26

Danke! Ich bin täglich um kurz nach 5 aufgestanden und kam am Abend, meine Schwester (andere Schule) teilweise erst gegen 20 oder 21 Uhr wieder heim. Wir hatten zwar beide das Glück, mit relativ wenig Aufwand sehr gute Noten zu bekommen, aber Zeit für was anderes blieb einfach nicht.

Knieriem
18.02.2010 18:13

Ja, das gibt und gab es! Ich hatte mehrere Schulkameraden die von NÖ nach Wien ins Gymnasium gependelt sind. So weit ich weiß, haben die meisten Matura gemacht. Die haben halt, statt, was es damals noch gar nicht gab, sich statt zwei Stöpseln in die Ohren zu stecken und sich den Schädel mit Musik zuzudröhnen, während der Fahrt Hausaufgaben gemacht oder Prüfungen vorbereitet. Aber das war noch eine Zeit in der wir nur Stress hatten, wenn wir nichts gelernt haben. Keiner von uns hat für schlechte Leistungen Lehrer oder die Gesellschaft verantwortlich gemacht. Obwohl es natürlich auch zu unserer Zeit das eine oder andere Scharmützel mit Lehrern gab. Hauptmotivation war aber der Wille Matura zu machen. Geschenkt ist es nichts wert!

uinsel
19.02.2010 12:16

aus erfahrung kann ich sagen:

wenn man im postbus versucht, hausübungen zu machen, muss man damit rechnen, dass die keiner lesen kann.

ausserdem wird einem dabei ziemlich leicht schlecht.

Knieriem
19.02.2010 14:38

Ja, ich weiß, daß es Menschen gibt, die bei fahrendem Zug oder Bus nicht lesen können, weil ihnen schlecht wird. Ich gebe nur wieder, was mir meine Schulfreunde aus NÖ gesagt haben, als sie fragte, wann sie Aufgabe machen.

Lectrice
19.02.2010 11:56

"Früher war alles besser" bedeuted eigentlich, dass man sich ziemlich mürrisch auf dem Weg ins Alter befindet.

Es hat sich sehr viel geändert - nicht nur in der Schule. Wenn Sie generell die ach so tolle "Leistungsgesellschaft" betrachten und auch die Arbeitssituation von heute mit denen vor 10 - 15 Jahren, dann wundert es mich nicht mehr, wenn junge Menschen keine Motivation dazu haben sich diesen Wahnsinn "höher, weiter, besser, ständig im Wettbewerb um des Wettbewerbs Willen" zu geben.

WIR sind die Vorbilder dieser Jugend und mit diesem "früher war alles besser" ist man genausowenig eines wie mit "Leistung ist alles im Leben".

Knieriem
19.02.2010 14:48

Mit ständiger krampfhafter Suche nach Entschuldigungen für mangelnde schulische Erfolge, ist den Schülern auch nicht geholfen. Wenn man sich nicht dem Wettbewerb stellen will, weil man ihn aus welchen Gründen auch immer ablehnt, sortiert einem das Leben aus. Das war immer so und wird auch leider immer so bleiben. Wenn es so weiter geht, sind unserer Kinder die Hartz IV-Empfänger von morgen. Wo m.M. heute das größte Problem liegt ist die Volsschule. Vor einigen Jahrezehnten noch, wurde die Leistung der Volksschulehrerin z.B. durch die Aufnahmsprüfung auf`s Gymnasium verifiziert. Heute weiß jeder AHS-Direktor, welche VS-Lehrerin unfähig ist, aber es gibt keine Konsequenzen, obwohl die VS wahrscheinlich die wichtigste Schule von allen ist!

A Voice
22.02.2010 13:54
Schönreden

eines Systems, das an allen Ecken und Enden kracht, das hilft den Schülern aber?
'Dass die VS die wichtigste Schulstufe ist, sehe ich auch so. Dass Übergangsprüfungen mit der Qualität der VS zu tun haben ist Quatsch. Mit deren Qualität hat die Ausbildung und auch Bezahlung der Lehrer zu tun. Damit, wie mit Problemkindern umgegangen wird und welche Ressourcen hier zu Verfügung gestellt werden. Keine Prüfung kann 4 Jahre lernen ersetzen.

Knieriem
23.02.2010 10:43

Was ich ausdrücken wollte, war daß damals die VS-Lehrerin schauen mußte, daß gewisse Grundtechniken erlernt wurden, weil spätestens bei der Aufnahmsprüfung ins Gymnasium aufgefallen wäre, wenn die Schüler wenig können (womöglich jedes Jahr). Ich glaube, daß es vor einiger Zeit den Vorschlag gab Grundfertigkeiten der Viertklässler wieder zu evaluieren (wie auch immer).

kamelchen hatscht ned gerne in der karawane
18.02.2010 14:11

die armen kleinen! schrecklich dieser druck! weg mit der schulpflicht!

you dont see me
18.02.2010 16:01
menschenhasser ?

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