Sea Shepherd-Besatzung schoss mit Paintball-Kugeln, die japanischen Walfänger mit Wasserkanonen
Sydney - In der Antarktis ist es erneut zu einem gewaltsamen
Zusammenstoß zwischen Tierschützern und japanischen Walfängern gekommen.
Mitglieder der Organisation Sea Shepherd schleuderten Flaschen mit stinkender
Butter(säure?) gegen ein Schiff der Walfangflotte und schossen Paintball-Kugeln ab,
die Japaner reagierten mit Wasserwerfern. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall am
Mittwoch niemand, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten.
Japan verurteilt die Aktionen der Tierschützer als gefährlich und gewalttätig
und hat erklärt, in diesem Monat hätten drei Besatzungsmitglieder durch
Buttersäure Verletzungen im Gesicht erlitten. Sea Shepherd pocht dagegen darauf,
nur zu tun, was für den Schutz der Meeressäuger notwendig ist. Die Tierschützer
setzten keine Säure ein, sondern schon seit Jahren schlicht "ranzige Butter",
sagte Gründungsmitglied Paul Watson am Donnerstag. Mit den Paintball-Kugeln habe der Schriftzug "Forschung"
überdeckt werden sollen.
Hintergrund
Japan nutzt eine Ausnahme des 1986 verhängten Walfangmoratoriums, das die
Jagd zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt. Diese Deklarierung werten die
Walschutznationen und -organisationen allerdings als vorgeschoben, da das Walfleisch in Japan verkauft und verzehrt wird. (APA/apn/red)