Augarten

Sänger­knaben wollen trotz Protest mit Bau beginnen

18. Februar 2010, 13:05
  • Artikelbild: Eine Visualisierung des geplanten Konzertsaal-Projekts für die Wiener Sängerknaben - Foto: APA/archipel wien

    Eine Visualisierung des geplanten Konzertsaal-Projekts für die Wiener Sängerknaben

  • Artikelbild: Augartenübersicht - Links unten im Bild visualisiert soll der Sängerknaben-Konzertsaal für 400 Zuseher entstehen  - Foto:APA/HEINZ ZEGGL
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    Augartenübersicht - Links unten im Bild visualisiert soll der Sängerknaben-Konzertsaal für 400 Zuseher entstehen

Schadensforderungen wegen Bauverzögerungen durch Baugegner werden erwogen

Wien - Schluss mit leisen Tönen: Die Wiener Sängerknaben wollen am projektierten Konzertsaal im Augarten trotz monatelangen Widerstands diverser Bürgerinitiativen nicht mehr rütteln. Laut Präsident Walter Nettig liegen nun alle Bewilligungen vor, weshalb der Baubeginn ab sofort möglich sei. Er sei durchaus noch für Gespräche zu haben, am Projekt selbst werde sich aber nichts mehr ändern, so Nettig. Ein für Freitag anberaumtes Treffen mit Gegnern des Baus ist vorzeitig geplatzt. Diese wollen weiter kämpfen.

Einsprüche nur mehr mit aufschiebender Wirkung

"Es sind alle Auflagen positiv erledigt und sämtliche Bescheide eingelangt", versicherte der Präsident, in jungen Jahren selbst Mitglied des Knabenchors. Es könnten zwar noch Einsprüche dagegen folgen, diese hätten jedoch keine aufschiebende Wirkung. Ein Termin für den Baubeginn sei noch nicht festgelegt, ab dann könnten die Arbeiten aber jedenfalls in etwa eineinhalb Jahren abgeschlossen sein.

Grünfläche wird verbaut

Gegen die Aufführungshalle, die nach Nettigs verstorbenem Vorgänger "Dr. Eugen Jesser-Saal" heißen soll, mobilisieren seit langer Zeit unterschiedliche Bürgerinitiativen und Anrainergruppen. Sie wollen eine Verbauung des rund 1.000 Quadratmeter großen Areals am Augartenspitz verhindern und stattdessen weiterhin für die Bevölkerung frei zugänglich erhalten. Neben Protestveranstaltungen wurde der Baugrund aus diesem Grund immer wieder besetzt.

Sängerknaben überlegen Schadensforderungen

Nun hätte es am morgigen Freitag ein Gespräch zwischen Sängerknaben und den Widerständlern geben sollen. Dieses ist jedoch kurzfristig geplatzt. Es habe einige "fragwürdige Aktionen" gegeben, begründete Nettig die Absage. Zudem sei bei den Aktivisten keine einheitliche Linie erkennbar. Die Sängerknaben überlegen nun auch, entstandene Kosten auf gerichtlichem Wege einzufordern. Immerhin hätten durch den Konflikt bedingte Verzögerungen sowie die Sicherung des Grundstücks durch private Sicherheitsdienste "relativ viel Geld" gekostet, so Nettig. Ursprünglich war die Fertigstellung des Musikzentrums Ende 2009 vorgesehen.

Bedenken vom Denkmalamt und Filmarchiv

Bedenken gegen den Bau haben auch das Denkmalamt angemeldet  und das nahe gelegene Filmarchiv, das den Standort für eigene Projekte nutzen wollte. Aus diesem Grund wurden der Abriss des Pförtnerhauses und ein Teils der Augartenmauer nicht genehmigt. Der geplante Konzertsaal wurde in der Planung nun verkleinert und die Kapazität um rund 30 Plätze reduziert. Insgesamt sollen 380 Sitzplätze entstehen.

Demo am Samstag angekündigt

Eva Hottenroth von der Initiative "Freunde des Augartens" sprach hinsichtlich der Ankündigung Nettigs, das Projekt in jedem Fall umzusetzen, von "Stehsätzen". Man sei weiterhin an einem direkten Gespräch interessiert, um Probleme zu erörtern. Zudem werde man weiter gegen die Verbauung kämpfen: "So lange noch keine Baugrube ausgehoben, keine Fahrzeuge aufgefahren und keine Bäume gerodet sind, gibt es immer noch eine Chance", so Hottenroth.

Es werde den Sängerknaben aber keinesfalls gelingen, die Gruppen zu "kriminalisieren", es werde auch weiterhin passiver Widerstand geleistet. Am Samstag wird zur Demo unter dem Motto "SOS Augarten" geladen. Treffpunkt ist um 11.00 Uhr beim Augartenspitz. (APA)

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public reclamations
03.03.2010 18:42
Gibt es ein Nutzungskonzept für den sog. Konzertkristall im Augarten?

Nach dem Durchlesen der Postings hatte ich jetzt den Eindruck, hier soll eine vermietbare Eventlocation entstehen in der auch die Sängerknaben proben dürfen, wenn sie nicht gerade reisen und konzertieren. Das würde auch das Engagement des ehem. Wirtschaftskammerpräsidenten und das des Geldgebers erklären, denn der Standort Augarten/U-Bahn-Haltestelle/zentrumsnah ist natürlich als Eventlocation teurer zu vermieten als der Standort "Stadterweiterungsgebiet Nordbahnhof". Frage also an die Errichter: Geht es denn nun um Geld oder um Kunst bei der Nutzung des Neubaus?


Augartenspitz 
03.03.2010 23:25
Das ist eine gute Frage!

Sie sollten diese die Betreiber fragen! Ich denke hier wird es auch gute Antworten geben.

Spitz auf Augartenspitz!
06.03.2010 18:48
Lieber Augartenspitz,

bitte mal beim Betreiber fragen und hier mal was wirklich Interessantes posten!

Augartenspitz 
06.03.2010 22:07
Da haben sie recht, so wie ich das sehe

gibts hier ja kein Weiterkommen!

Platboom
01.03.2010 10:00
Bauen und die Deppen vom komitiee in die Luft sprengen!

cannery row
02.03.2010 11:33
eigentlich sehr super, was sie da schreiben..

denn erstens wirft es ein fabelhaftes licht auf die tatsächliche beschaffenheit der befürworter. und zweitens: solche posts, in mengen auftretend, vielleicht noch ein bissl radikaler und an die öffentlichkeit gebracht..

°!!°
01.03.2010 14:09
wenns denn passieren sollte:

bitte sanS liab und stellen sich gleich dazu, derartige postings sind entbehrlich und heizen nur die diskussion auf.

warum sind Sie dieser meinung?
stress in der arbeit?
unzufrieden mit Ihrem leben?
involviert / bezahlt von der Pühringer Privatstiftung / WSK?

Augartenspitz 
01.03.2010 14:41
posting ist wirklich über das Ziel hinaus geschossen, aber...

warum so empfindlich?
Die Postings einiger Aktivisten sind schon seit Jahren auf diesem Niveau ( bitte einfach weiterlesen!)

°!!°
02.03.2010 18:56
ich moechte aber keine ablenkungsmanoever Ihrerseits

sondern auf diese aeusserst unkonstruktive meldung eingehen.

ausserdem kann ich mich nach der lektuere einiger Ihrer postings nicht des eindrucks erwehren, dass sie ebenso wie »Platboom« eine bereits vorgefertigte [etwa bezahlte?] haltung pro WSK einnehmen, kann das sein…?

Augartenspitz 
02.03.2010 22:27
es sieht so aus als ob eine gewisse Wirkung

nicht abzustreiten ist. Ich vertrete selbstverständlich meine persönliche Meinung. Dafür benoetige ich keine Bezahlung! Kann es sein, das das in Ihren Kreisen üblich ist? Wie sollten sie sonst auf diese Idee kommen.

°!!°
03.03.2010 09:47
Ihre persoenliche meinung?

ich denke schon, H.J. Pfisterer, dass Sie SEHR WOHL befangen sind: http://www2.nethotels.com/company/m... gement.htm
»Seit 1997 ist Hr. Pfisterer im Vorstand der Wiener Sängerknaben.«
als ehemaliger WSK und derzeit »vollzugsbeamter« der POK werden Sie doch nicht ernsthaft behaupten wollen, dass Sie das projekt Augartenspitz objektiv beurteilen koennen!

Augartenspitz 
03.03.2010 11:25
Mein outing ist ok... ist ja leicht heraus zu finden!

nur stimmt es leider nicht! Ich bin nicht mehr im Vorstand der WSK.

Ausserdem kann hier jeder seine Meinung sagen. Die Entscheidung ob er für oder gegen das Projekt ist, liegt ja beim jedem Leser selbst.

Wo steht also, dass ich also Befürworter und langjähriger Bewohner des Augarten nicht meine Meinung kund tun darf.

Nach Ihrer Beurteilung waeren alle, die irgend etwas mit dem Augarten zu tun haben befangen und duerften nicht mitreden. Sie auch?!

Es wäre für die Leser nur fair, dass auch Sie sich outen!

GRohnePunkte
07.03.2010 19:51
Langjähriger Bewohner des Augarten(s) ?

Also ein Eichkatzerl? :)

Nun im Ernst. Ich verstehe beide Seiten nicht warum man da zu keiner Lösung kommt. Sturschädeln da und dort. Diese, von Rostautos und Altölfässern ehemals verwucherte Gstätt'n zu verbauen ist für mich nicht die schlechteste Entscheidung. Andererseits sollten die Sängerknaben dafür etwas geben. Mein Vorschlag wäre, den vor dem Palais befindlichen Garten mit Durchgang zum Augarten im Gegenzug für die Bevölkerung freizugeben. Dieser Park wird von NIEMANDEM jemals genutzt. Die Sängerknaben selbst dürfen ihn nicht und durften ihn nie betreten. So könnte für beide Seiten eine gute Lösung getroffen werden.

Ich weiss eh dass die Sturschädeln von Castellezgasse 1 keinen Baulärm mögen. Aber das mag eh nie jemand!

Augartenspitz 
07.03.2010 20:09
Da haben sie recht, so wie ich das sehe

haben die Betreiber nichts gegen eine Durchwegung! Waere ein super Kompromiss, danke fuer den Beitrag!

mächtige frauen braucht die welt
07.03.2010 23:27
Was für ein Kompromiss?

Das ist alles längst im Leitbildverfahren der Gemeinde Wien diskutiert und empfohlen. ebd nachzulesen...

Augartenspitz 
08.03.2010 07:26
genau deshalb wäre das ein guter

Ansatz für einen Kompromiss in dieser Sache.

Das Leitbildverfahren war eine Möglichkeit der Anwohner, die Wünsche für die Nutzung des Augartens zu artikullieren.

Die Umsetzung einer Durchwegung war einer der wichtigsten Anliegen der Bewohner. Das die Umsetzung von Ihnen nun als "unwichtig" dargestellt wird, zeugt davon, dass Sie überhaupt nicht die Interessen der Anwohner vertreten!

°!!°
03.03.2010 12:02

»Mein outing ist ok... ist ja leicht heraus zu finden!
nur stimmt es leider nicht! Ich bin nicht mehr im Vorstand der WSK.«
warum steht das dann auf Ihrer EIGENEN website?

»Wo steht also, dass ich also Befürworter und langjähriger Bewohner des Augarten nicht meine Meinung kund tun darf.«
das schon, Sie stellen Ihre meinung nur als aeusserst objektiv dar, was nicht annaehernd der fall ist.

»Nach Ihrer Beurteilung waeren alle, die irgend etwas mit dem Augarten zu tun haben befangen und duerften nicht mitreden. Sie auch?!«
ich wohne in der naehe von Schönbrunn, koennte mir also am A… vorbeigehen. tut es aber nicht.

»Es wäre für die Leser nur fair, dass auch Sie sich outen.«
selten so gelacht.

Augartenspitz 
03.03.2010 12:56
tja, das ist auch eine Antwort..

serh laut schreien, wenn es aber darum geht, persönlich für seine Meinung gerade zu stehen, dann wird gekniffen.

°!!°
03.03.2010 15:26
Sie sind kindisch.

warum sollte ich mich outen, wenn Sie [entschuldigen Sie den ausdruck] zu daemlich sind, sich einerseits mit Facebook-seiten derart zu exponieren und andererseits beim aufdecken der wahren identitaet das selbe vom gegenueber verlangen.
Googlens halt ;)

Augartenspitz 
03.03.2010 16:19
Anstand und Rückgrad

wuerde ich das nennen.

Ich habe den Weg bewusst gewählt, hab ja nichts zu verbergen. Dies duerft fuer Sie schwierig sein. Als Vermummter schimpft sich halt leichter!

°!!°
03.03.2010 18:05
Sie armer

duerften wirklich ueber all die jahre mit WSK eine ziemliche gehiernwasche genossen haben.

Spitz auf Augartenspitz!
02.03.2010 10:51
zum Beispiel?

Augartenspitz 
02.03.2010 15:17
einfach weiter lesen!

es ist zu spät um nichts dagegen zu tun.
25.02.2010 09:13
ProFest-Prozession am Samstag!

Die engagierten BürgerInnen laden zur Teilnahme: http://derstandard.at/126627906... pekulanten

cannery row
24.02.2010 14:19
Bedenken gegen den Bau haben auch das Denkmalamt angemeldet..

blödsinn. die hätten schon den erstentwurf durchgewinkt, wenn nicht heftiger protest entstanden wäre. der damalige vorstand musste ja auch den hut nehmen, wie man weiss.
jetzt ist das projekt durchgewunken worden, weil man ja doch in letzter konsequenz der politik verpflichtet ist.

ABER: der bescheid ist nicht legal. er missachtet grundlegende bestandteile des denkmalgesetzes. also ist auch der bau nicht legal.

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