
Eine Visualisierung des geplanten Konzertsaal-Projekts für die Wiener Sängerknaben
vergrößern 500x345Augartenübersicht - Links unten im Bild visualisiert soll der Sängerknaben-Konzertsaal für 400 Zuseher entstehen
Wien - Schluss mit leisen Tönen: Die Wiener Sängerknaben wollen am projektierten Konzertsaal im Augarten trotz monatelangen Widerstands diverser Bürgerinitiativen nicht mehr rütteln. Laut Präsident Walter Nettig liegen nun alle Bewilligungen vor, weshalb der Baubeginn ab sofort möglich sei. Er sei durchaus noch für Gespräche zu haben, am Projekt selbst werde sich aber nichts mehr ändern, so Nettig. Ein für Freitag anberaumtes Treffen mit Gegnern des Baus ist vorzeitig geplatzt. Diese wollen weiter kämpfen.
Einsprüche nur mehr mit aufschiebender Wirkung
"Es sind alle Auflagen positiv erledigt und sämtliche Bescheide eingelangt", versicherte der Präsident, in jungen Jahren selbst Mitglied des Knabenchors. Es könnten zwar noch Einsprüche dagegen folgen, diese hätten jedoch keine aufschiebende Wirkung. Ein Termin für den Baubeginn sei noch nicht festgelegt, ab dann könnten die Arbeiten aber jedenfalls in etwa eineinhalb Jahren abgeschlossen sein.
Grünfläche wird verbaut
Gegen die Aufführungshalle, die nach Nettigs verstorbenem Vorgänger "Dr. Eugen Jesser-Saal" heißen soll, mobilisieren seit langer Zeit unterschiedliche Bürgerinitiativen und Anrainergruppen. Sie wollen eine Verbauung des rund 1.000 Quadratmeter großen Areals am Augartenspitz verhindern und stattdessen weiterhin für die Bevölkerung frei zugänglich erhalten. Neben Protestveranstaltungen wurde der Baugrund aus diesem Grund immer wieder besetzt.
Sängerknaben überlegen Schadensforderungen
Nun hätte es am morgigen Freitag ein Gespräch zwischen Sängerknaben und den Widerständlern geben sollen. Dieses ist jedoch kurzfristig geplatzt. Es habe einige "fragwürdige Aktionen" gegeben, begründete Nettig die Absage. Zudem sei bei den Aktivisten keine einheitliche Linie erkennbar. Die Sängerknaben überlegen nun auch, entstandene Kosten auf gerichtlichem Wege einzufordern. Immerhin hätten durch den Konflikt bedingte Verzögerungen sowie die Sicherung des Grundstücks durch private Sicherheitsdienste "relativ viel Geld" gekostet, so Nettig. Ursprünglich war die Fertigstellung des Musikzentrums Ende 2009 vorgesehen.
Bedenken vom Denkmalamt und Filmarchiv
Bedenken gegen den Bau haben auch das Denkmalamt angemeldet und das nahe gelegene Filmarchiv, das den Standort für eigene Projekte nutzen wollte. Aus diesem Grund wurden der Abriss des Pförtnerhauses und ein Teils der Augartenmauer nicht genehmigt. Der geplante Konzertsaal wurde in der Planung nun verkleinert und die Kapazität um rund 30 Plätze reduziert. Insgesamt sollen 380 Sitzplätze entstehen.
Demo am Samstag angekündigt
Eva Hottenroth von der Initiative "Freunde des Augartens" sprach hinsichtlich der Ankündigung Nettigs, das Projekt in jedem Fall umzusetzen, von "Stehsätzen". Man sei weiterhin an einem direkten Gespräch interessiert, um Probleme zu erörtern. Zudem werde man weiter gegen die Verbauung kämpfen: "So lange noch keine Baugrube ausgehoben, keine Fahrzeuge aufgefahren und keine Bäume gerodet sind, gibt es immer noch eine Chance", so Hottenroth.
Es werde den Sängerknaben aber keinesfalls gelingen, die Gruppen zu "kriminalisieren", es werde auch weiterhin passiver Widerstand geleistet. Am Samstag wird zur Demo unter dem Motto "SOS Augarten" geladen. Treffpunkt ist um 11.00 Uhr beim Augartenspitz. (APA)
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Nach dem Durchlesen der Postings hatte ich jetzt den Eindruck, hier soll eine vermietbare Eventlocation entstehen in der auch die Sängerknaben proben dürfen, wenn sie nicht gerade reisen und konzertieren. Das würde auch das Engagement des ehem. Wirtschaftskammerpräsidenten und das des Geldgebers erklären, denn der Standort Augarten/U-Bahn-Haltestelle/zentrumsnah ist natürlich als Eventlocation teurer zu vermieten als der Standort "Stadterweiterungsgebiet Nordbahnhof". Frage also an die Errichter: Geht es denn nun um Geld oder um Kunst bei der Nutzung des Neubaus?
bitte sanS liab und stellen sich gleich dazu, derartige postings sind entbehrlich und heizen nur die diskussion auf.
warum sind Sie dieser meinung?
stress in der arbeit?
unzufrieden mit Ihrem leben?
involviert / bezahlt von der Pühringer Privatstiftung / WSK?
sondern auf diese aeusserst unkonstruktive meldung eingehen.
ausserdem kann ich mich nach der lektuere einiger Ihrer postings nicht des eindrucks erwehren, dass sie ebenso wie »Platboom« eine bereits vorgefertigte [etwa bezahlte?] haltung pro WSK einnehmen, kann das sein…?
ich denke schon, H.J. Pfisterer, dass Sie SEHR WOHL befangen sind: http://www2.nethotels.com/company/m... gement.htm
»Seit 1997 ist Hr. Pfisterer im Vorstand der Wiener Sängerknaben.«
als ehemaliger WSK und derzeit »vollzugsbeamter« der POK werden Sie doch nicht ernsthaft behaupten wollen, dass Sie das projekt Augartenspitz objektiv beurteilen koennen!
nur stimmt es leider nicht! Ich bin nicht mehr im Vorstand der WSK.
Ausserdem kann hier jeder seine Meinung sagen. Die Entscheidung ob er für oder gegen das Projekt ist, liegt ja beim jedem Leser selbst.
Wo steht also, dass ich also Befürworter und langjähriger Bewohner des Augarten nicht meine Meinung kund tun darf.
Nach Ihrer Beurteilung waeren alle, die irgend etwas mit dem Augarten zu tun haben befangen und duerften nicht mitreden. Sie auch?!
Es wäre für die Leser nur fair, dass auch Sie sich outen!
Also ein Eichkatzerl? :)
Nun im Ernst. Ich verstehe beide Seiten nicht warum man da zu keiner Lösung kommt. Sturschädeln da und dort. Diese, von Rostautos und Altölfässern ehemals verwucherte Gstätt'n zu verbauen ist für mich nicht die schlechteste Entscheidung. Andererseits sollten die Sängerknaben dafür etwas geben. Mein Vorschlag wäre, den vor dem Palais befindlichen Garten mit Durchgang zum Augarten im Gegenzug für die Bevölkerung freizugeben. Dieser Park wird von NIEMANDEM jemals genutzt. Die Sängerknaben selbst dürfen ihn nicht und durften ihn nie betreten. So könnte für beide Seiten eine gute Lösung getroffen werden.
Ich weiss eh dass die Sturschädeln von Castellezgasse 1 keinen Baulärm mögen. Aber das mag eh nie jemand!
Ansatz für einen Kompromiss in dieser Sache.
Das Leitbildverfahren war eine Möglichkeit der Anwohner, die Wünsche für die Nutzung des Augartens zu artikullieren.
Die Umsetzung einer Durchwegung war einer der wichtigsten Anliegen der Bewohner. Das die Umsetzung von Ihnen nun als "unwichtig" dargestellt wird, zeugt davon, dass Sie überhaupt nicht die Interessen der Anwohner vertreten!
»Mein outing ist ok... ist ja leicht heraus zu finden!
nur stimmt es leider nicht! Ich bin nicht mehr im Vorstand der WSK.«
warum steht das dann auf Ihrer EIGENEN website?
»Wo steht also, dass ich also Befürworter und langjähriger Bewohner des Augarten nicht meine Meinung kund tun darf.«
das schon, Sie stellen Ihre meinung nur als aeusserst objektiv dar, was nicht annaehernd der fall ist.
»Nach Ihrer Beurteilung waeren alle, die irgend etwas mit dem Augarten zu tun haben befangen und duerften nicht mitreden. Sie auch?!«
ich wohne in der naehe von Schönbrunn, koennte mir also am A… vorbeigehen. tut es aber nicht.
»Es wäre für die Leser nur fair, dass auch Sie sich outen.«
selten so gelacht.
Die engagierten BürgerInnen laden zur Teilnahme: http://derstandard.at/126627906... pekulanten
blödsinn. die hätten schon den erstentwurf durchgewinkt, wenn nicht heftiger protest entstanden wäre. der damalige vorstand musste ja auch den hut nehmen, wie man weiss.
jetzt ist das projekt durchgewunken worden, weil man ja doch in letzter konsequenz der politik verpflichtet ist.
ABER: der bescheid ist nicht legal. er missachtet grundlegende bestandteile des denkmalgesetzes. also ist auch der bau nicht legal.
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