Durch die Krisen zur Sonnenheizung

Markus Böhm, 18. Februar 2010, 16:00
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    Österreich liegt bei der höchsten jährlichen Solaranlageninstallation pro Kopf weltweit auf Platz drei. Hinter Zypern und Israel.

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    Subventionen aus Bund, Ländern, Gemeinden

    Der durchschnittliche österreichische Fördersatz bei Privaten liegt laut Austria Solar bei 20 Prozent der Investitionskosten. Prinzipiell wird bei der Förderung zwischen einer Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung und einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung unterschieden. Ausgehend davon wird der Bau einer Solaranlage je Bundesland in unterschiedlicher Höhe subventioniert.
    Eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung beispielsweise (siehe Grafik) mit 15 Quadratmetern Kollektorfläche, 1000-Liter-Speicher im Einfamilien- oder Reihenhaus wird in Niederösterreich mit 3000 Euro, in Vorarlberg mit 2625 bis 3325 und in Tirol mit 3150 Euro gefördert. Das Burgenland zahlt 2800, Oberösterreich 2600 Euro. In Wien gibt es 2500, in Kärnten 2250 Euro. Salzburg zahlt abhängig von der Effizienz der Solaranlage 1050 bis 2200 Euro. Weniger als 1300 Euro zahlt die Steiermark.
    Zusätzlich sind - bei beiden Anlagenarten (Warmwasser und Heizung) - bis zu 2920 Euro als Sonderausgaben von der Einkommenssteuer absetzbar. Und: In vielen Gemeinden gibt es zusätzliche Solarförderungen. (max)

Neben der Warmwasseraufbereitung wird auch das Heizen mit der Sonne immer attraktiver

Viele Häuslbauer setzen bereits auf Solaranlagen bei Warmwasseraufbereitung. Angesichts eines volatilen Energiemarktes und stabiler Förderungen wird aber auch das Heizen mit der Sonne attraktiver. 

***

Verfolgt man die Entwicklung der Solarbranche über die letzten dreißig Jahre, entsteht der Eindruck, dass dieser Wirtschaftszweig von den diversen Energiekrisen profitiert hat. So löste die Erdölkrise anno 1979 einen ersten Solarboom aus, der zweite folgte Anfang der 1990er, als die Diskussion um den Treibhauseffekt durch die Medien ging. Damals vervierfachte sich hierzulande binnen zwei Jahren die jährlich installierte Kollektorfläche.

Der dritte Boom folgte 2000, als die Preise für fossile Energieträger eine deutliche Preisentwicklung nach oben verzeichneten und die Folgen des Klimawandels die Konsumenten zusätzlich verunsicherten. "Schon davor hat sich der Solarmarkt stabilisiert", stellt Roger Hackstock, Geschäftsführer von Austria Solar, dem Verband zur Förderung der thermischen Solarenergie, fest. Förderungen, eine größere Sensibilität der Öffentlichkeit und eine Standardisierung der Technologie hätten dazu beigetragen, dass Österreich heute bei der höchsten jährlichen Solaranlageninstallation pro Kopf weltweit auf Platz drei hinter Zypern und Israel liegt, resümiert er.

Solaranlagen werden mittlerweile als Set angeboten, die Gaskrise und der Anstieg des Ölpreises haben manche zum Umdenken veranlasst. "Das ist mehr wert gewesen als jede Kampagne", sagt er.

Krisenresistenter Markt

Und erzählt, dass Häuslbauer auf einschlägigen Messen die Stände der Anbieter beinahe überrannt hätten. "Leider", meint Hackstock, "hat sich das aufgrund der Wirtschaftskrise kaum auf die Anzahl der Neu-Installationen niedergeschlagen." Der Markt sei dennoch stabil geblieben und hätte sich als krisenresistent erwiesen: "Es gab weder Entlassungen noch Kurzarbeit", sagt er.

40.000 Privathaushalte haben derzeit eine Solaranlage. Davon dienen rund 90 Prozent der Warmwasseraufbereitung. Der Trend geht in Richtung Heizen mit Solarunterstützung. Um die Jahrtausendwende machten diese Anlagen noch ein Viertel aller Neuinstallationen aus, heute ist deren Anteil auf ein Drittel gewachsen. Insgesamt waren in Österreich Ende 2008 rund 3,96 Millionen Quadratmeter Kollektoren in Betrieb mit einer Wärmeleistung von 2775 Megawatt. Zum Vergleich: Die Gesamtleistung aller heimischen Donaukraftwerke beträgt 2100 Megawatt. Der Jahreswärmeertrag aller Solaranlagen beträgt 1330 Gigawattstunden - damit könnte man alle Vorarlberger Haushalte mehr als ein Jahr mit Wärme versorgen.

"80 Prozent der heimischen Produktion geht ins Ausland, vor allem nach Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, aber auch Übersee und China", betont Robert Kanduth, Obmann von Solar Austria und unter anderem Geschäftsführer und Firmengründer des Sonnenkollektorherstellers Greenonetec.

Klares Bekenntnis

Aber, fährt er fort, es brauche auch einen starken Heimmarkt. Und der sei gerade, was die Stromerzeugung aus Sonnenenergie, die Fotovoltaik, beträfe, kaum gegeben. Trotz hoher Nachfrage. "Im Klima- und Energiefonds gab es eine Förderung für Häuslbauer", erzählt Kanduth. Der Ansturm sei groß gewesen, aber "von den rund 20.000 Antragstellern wurden schließlich nur 1200 gefördert". Mit dieser Förderung, rechnet Kanduth vor, würde es tausend Jahre brauchen, um jedes Haus in Österreich mit einer Fotovoltaikanlage auszustatten. Sein Fazit: Es braucht mehr Subvention und ein klares Bekenntnis der Politik. Erfreulicher stellt sich die Lage in Sachen Solarthermie dar. Diese sieht Kanduth bereits gut positioniert, was auch an der stabilen Förderung der Technologie (siehe Text unterhalb der Grafik) liegt. So wurden in den ersten drei Quartalen 2009 14.478 Förderanträge für thermische Solaranlagen gestellt. Das waren 16 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Hoffnungen setzen Kanduth und Hackstock in die Energiestrategie: "Man muss sich überlegen, wie man die umweltfreundlichen Technologien pushen kann", meint Hackstock. Förderungen alleine seien zu wenig: "Eine Förderung kann immer nur ein Appell sein."  (Markus Böhm, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.2.2010)

Kommentar posten
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Franz Iskaner
 
46
18.2.2010, 23:22
jetzt aber schluss!

ich versteh nicht wie man daran zweifel kann ob solarenergie sich rechnet? rechnet sich der ölofen? die wärmepumpe? der holzofen? gas? strom?...
dieses elende pseudowirtschaftliche getue um effizienz, damit auch um die förderwürdigkeit - aaah.

solar ist gut. diese zu fördern = auch gut.

Franz Stefan
00
23.2.2010, 23:59
Ich bin für therm Solaranlagen

... und habe auch 15m2 Kollektoren am Dach.
Aber nicht, weil es sich so toll rechnet, sondern weil ich in der Hinsicht ein unverbesserlicher Idealist bin.

Unsere Anlage kostete gut 10000eur, (9000 Installateurrechnung, Rest selbst zugekauftes Material für Aufständerung, Verrohrung und Mehrkosten beim Dach).
Förderung gab es 3500eur zurück, bleiben 6500eur.

Die Anlage erspart geschätzte 500m3 Gas im Jahr, selbst wenn ich den m3 mit 1eur rechne, braucht es 13 Jahre. Meine Eigenleistung (gut 100 Stunden) sowie den zusätzlichen Stromverbrauch noch gar nicht berücksichtigt.

Das Gas ist einfach zu billig.

Harald Bruckner
00
23.2.2010, 13:27
Herstellungskosten!

Auch dafür braucht es viel Energie und Kosten. Die sind nun mal wesentlich höher als bei einem Brenner.
Könnte man diese vernachlässigen, ist auch die Solartechnik tod. Dann setzte ich gleich Erdwärme mit 20°C (Tiefenbohrung) ein.

Autobahnraser
02
22.2.2010, 16:00
Solar funktioniert gut genug

Habe seit 1991 eine Solaranlage (12 m²), kostete damals umgerechnet € 2500 ( Selbstbaugruppe mit 2 Profis ).

Die Anlage hat sich nach 12 Jahren amortisiert und ich kann nur jedem, der genug Sonneneinstrahlung hat, eine Solaranlage empfehlen selbst bei den höheren Preisen heute.

gigngogn
 
10
23.2.2010, 10:45
Die Anlage hat sich 'amortisiert' weil sie ihre eigene Arbeitszeit mit 0 angesetzt haben. Eine Art von Selbstbetrug, aber ihre Sache. Leider lassen sich die Solaranlagenfans gern ihre Rechnungen vom Steuerzahler begleichen.

Franz Iskaner
 
00
24.2.2010, 14:23
ich verstehs nicht.

die solaranlage amortisiert sich irgendwann mal, (10-15jahre) in dieser zeit braucht sie fast nix an strom und erspart uns und unseren kindern tonnenweise (abgase/asche/russ/co2/devisen.....) aha.
natürlich schaun wir zuerst einmal auf unser kleines börsel, dann plappern wir nach was uns der installateur, der noch immer ölheizungen verkauft, erzählt hat und kuscheln uns an mit ruhigem gewissen an den radiator weil wir haben ja alles mögliche unternommen um dem ökologischen wahnsinn entgegenzuwirken.
(falls uns in 20-30 jahren jemand dazu fragen sollte)

gigngogn
 
00
25.2.2010, 17:00
Nein, tut sie nicht, sie amortisiert sich nie. Warum? Weil die Anschaffungskosten zusammen mit den Kreditkosten umgelegt auf die in der Lebensdauer der Anlage erzeugte Energiemenge einen Preis pro kWh ergiebt, der über dem Preis von Netzstrom liegt.

Die Anschaffungskosten für eine solche Anlage, die 4 Personen mit Warmwasser versorgt, liegen je nach Kollektortyp und Speichervolumen bei 5.000-9.000€.
Dazu kommen natürlich Versicherung, Wartung und Reparatur.
Bei einer Lebensdauer von 20 Jahren und 5% Kreditzins kostet sie die Anlage 11.000€.
Einsparen können sie ~50% der Kosten für die Warmwasserbereitung.
Für einen 3-4 Personenhaushalt sind das bei 1,8MWh Strombedarf (21€Cent/kWh) um dieses zu erzeugen ~190€/Jahr die sie sparen könnten.

Leider kostet sie die Anlage ohne Wartung, Versicherung und Reparatur im Jahr 550€.
Sie 'sparen' also (haben einen Verlust von) 360€/Jahr

Also, wenn sie gerne 360€/Jahr mehr zahlen als nötig tun sie das, aber ich will ihre Anlage nicht zahlen!

gigngogn
 
20
22.2.2010, 14:49

>jetzt aber schluss!
Ja, das ist auch so ein netter Zug der Ökos den anderen den Mund verbieten zu wollen.
Ich nenne es das 'wenn ich etwas sage, dann ist das so' Syndrom nach einem Ex-Kanzler. Spielt sich zum Glück (noch) nicht.
>ich versteh nicht wie man daran zweifel kann ob
>solarenergie sich rechnet
Stimmt, jeder der ein bisschen rechnen kann sieht sofort, dass sich das nie rechnet.

Nicht das sie mich falsch verstehen, wenn sie sich eine solche Anlage gerne kaufen und montieren wollen, nur zu, aber bitte auch selber bezahlen, denn wie kommt der Steuerzahler dazu ihnen ihr Hobby zu finanzieren.

cecotto
01
19.2.2010, 13:35

die frage ob sichs rechnet versteh ich auch nicht so ganz...
ich komme aus der heizungsbranche. wenn sich da jemand einen holz, gas oder ölkessel kauft, kommt die frage ob sichs rentiert, erst gar nicht auf.
sobalds was mit alternativ zu tun hat, drehn die leut komplett durch

brrrrrr
00
19.2.2010, 11:08
Schlechte Argumentation

Windkraft ist genauso sauber, ist aber um gut 2/3 billiger.Auf die effizienteste Methode zu setzen hilft nicht nur dem Steuerzahler sondern auch der Umwelt, da mit der selben Förderung mehr CO2 eingespart werden kann.

wer wenn nicht er
01
23.2.2010, 08:32
Wobei Sie Solarthermie mit Fotovoltaik nicht verwechseln sollten

Solarthermie (Warmwasser, Zusatzheizung) ist - nach Großwasserkraft und Holzheizung - die billigste nachhaltige Alternative, lange vor Windstrom und Kleinwasserkraft.

Im Grundsatz haben Sie aber recht: Wenn ich - wie immer im Leben - betrenzte Mittel optimal einsetzen möchte, darf ich nicht Fotozellen fördern.

Für Heizung und Warmwasser wird ca. gleich viel Primärenergie benötigt wie für Stromerzeugung. Mittels Dämmung, Solarwärme und Biomasse zur Spitzenabdeckung kann mit ausgereifter Technologie dieser Sektor zu 100% nachhaltig abgedeckt werden.

Strom, Industrie und Verkehr haben es hier viel schwerer. Hier müsste vor Allem Forschung gefördert werden...

gigngogn
 
10
23.2.2010, 11:00

...Für Heizung und Warmwasser wird ca. gleich viel Primärenergie benötigt wie für Stromerzeugung. Mittels Dämmung, Solarwärme und Biomasse zur Spitzenabdeckung kann mit ausgereifter Technologie dieser Sektor zu 100% nachhaltig abgedeckt werden.
...
Haben sie das schon mal nachgerechnet?
In Ö wurden 2008 ~87,5TWh für Heizung & Warmwasserbereitung verbraucht.
Bei einem Maximalertrag von ~100MWh/ha (Chinaschilf gut gedüngt) brauchen sie 875.000ha Anbaufläche, dabei ist der Aufwand für Dünger, Transport, Trockung, etc noch nicht abgezogen.
In Ö gibt es aber nur 1.369.021ha Ackerland, sie müssten also 64% der Fläche für Biomasse benutzen.

Glauben sie immer noch das man diesen Energiebedarf zu 100% mit Biomasse abdecken kann?

wer wenn nicht er
00
23.2.2010, 16:04
"und Biomasse zur SPITZENABDECKUNG" habe ich geschrieben

Rechnen Sie mal folgendes:

1. Passivhausstandard konsequent umgesetzt (die Umstellung Zug un Zug mit jeder Generalsanierung/jedem Neubau dürfte zumindest 30 Jahre dauern) reduziert den Heizenergiebedarf um ca. 80-90% gegenüber dem heutigen Bedarf.

2. Bei einem Passivhaus ist der Heizenergiebedarf ca. gleich hoch wie der Warmwasserbedarf. Pro Person braucht man für das Warmwasser ca. 1,5 m2 Solarthermische Kollektoren. Mit 3 m2 pro Person hat man schon eine nette Zusatzheizung.

3. Für bewölkte Tage braucht man ZUSÄTZLICHE Energie = Spitzenabdeckung. Diese macht aber nun nur mehr ca. 10% des heutigen Heizbedarfs aus.

4. DERZEIT werden in Österreich über 20% der Heizenergie mit Biomasse abgedeckt (Holz, Pellets usw.).

Alles klar?

gigngogn
 
00
23.2.2010, 16:14
Sie schrieben folgendes

...Mittels Dämmung, Solarwärme und Biomasse zur Spitzenabdeckung kann .. dieser Sektor zu 100% nachhaltig abgedeckt werden...
In Summe soll also 100% mit Biomasse abgedeckt werden.

ad 1) Das wird nicht passieren da bei weitem nicht jeder das Raumkapselfeeling eines Passivhauses haben will, v.a. weil die mögliche Einsparung gegenüber einem vernünftig gedämmten Normalhaus gering ist
ad 2) Schon möglich das das bei einem Passivhaus so ist, wie viel % sind nochmal Passivhäuser? Viel mehr werden es auch nicht werden, schauen sie doch an was und wie aktuell gebaut wird.
ad 3)Wenn man ohnehin zusätzlich heizen muss, die Anlage dafür daher vorhanden sein muss, warum dann so extrem dämmen?

ad 4) und?

wer wenn nicht er
00
23.2.2010, 17:08
Nachsatz

Wenn der Ölpreis auf 200 USD steht, Biomasse alle ist weil man damit tanken will und somit ebenfalls entsprechend teuer wird, dann werden all die "Normalhausbauer" sich ziemlich in den A.... beißen.

Aber jeder ist seinen eigenen Glücks Schmied.

Spätestens beim nächsten Aufschwung - in 2-3 Jahren - haben werden wir beim Primärenergiepreis (Öl, Gas..) neue Dimensionen sehen...

wer wenn nicht er
00
23.2.2010, 17:05
Ich habe einen möglichen Weg aus der Energiekrise aufgezeigt

Vernünftig "gedämmte Normalhäuser" haben eine sehr schlechte Lebensqualität, das sie zwar schon sehr dicht sind, jedoch keine Raumlüftung haben. Die Raumlüftung ist ein LebensqualitätsGEWINN gegenüber einem Niedrigenergiehaus (das meinen Sie vermutlich mit "Normalhaus").

Zum "Raumkapselfeeling": Wer sagt, dass Sie keine Fenster öffnen dürfen? Sie müssen eben entsprechend mehr heizen wenn Sie manuell lüften.

Zum "ohnehin zusätzlich heizen" müssen: Dies ist eine Frage der Dämmung. Es gibt einfach eine vernünftige Grenze, bei der so ein Bau etwa gleich viel kostet wie Ihr "Normalhaus" (=Niedrigenergiehaus). Man baut statt der Zentralheizung die Lüftungsanlage ein, sowie zB einen geregelten Pelletkamin im Wohnzimmer für ganz kalte Tage.

Jan Nesbeda
00
19.2.2010, 06:52

Keine Frage, es rechnet sich.
Aber: gerade dann, wenn die meiste Energie verbraucht wird, liefert die Solaranlage genau null. Im Winter, wenn der Himmel wochenlang bedeckt ist, habe ich gerade 10°, im Sommer, wenn nicht geheizt wird, sitze ich auf 600 Litern mit 90°, dusche mich zwar öfters als im Winter, aber das bringts auch nicht ausdrücklich.
Ersparnis ist es nur gegenüber einem Elektrospeicher.

Über dem winterlichen Hochnebel sieht die Lage natürnich anders aus.
Deshalb ist mein nächstes Projekt ein Windrad, nicht zum Einspeisen ins Netz, sondern zur Warmwasserbereitung in den Solarspeichern.

barbara klaric
62
18.2.2010, 20:51
Wenn etwas gefördert wird dann ist es nicht wirtschaftlich.,.

Wirtschaftliche Dinge brauchen keine Förderung. Förderungen sind volkswirtschaftlich schädlich und höchstens für den Geförderten wirtschaftlich. Warum sollen die armen Wohnungsmieter mit ihren Steuern den reichen Hausbesitzern nach der solaren Schwimmbadheizung und der solaren Warmwasserbereitung auch noch eine solare Heizung finanzieren? Das ist eine Umverteilung von unten nach oben. Sinnvoll wäre das nur wenn im Fall einer akuten Energiekrise die geförderten Hausbesitzer verpflichtet werden die frierenden Wohnungsmieter zum Duschen und Aufwärmen aufzunehmen. Aber bei so einem Passus im Fördervertrag würden die lieber auf die Förderung verzichten.

Franz Stefan
00
24.2.2010, 00:15
Das läßt sich ganz einfach ins Lot bringen

Zusätzlich 20% "Energiesparsteuer" auf die fossilen Heizenergieträger und wir können uns ein Mehrfaches der aktuellen Fördermittel leisten.

Werner Lischka
00
19.2.2010, 13:20
die armen wohnungsmieter...

... erhalten andererseits die wohnungsbeihilfen. man kann jetzt fragen, warum diejenigen, die sich ihre einfamilienhäuschen erarbeitet haben (nix erbe - loch graben, hohlblock schupfen, betonieren, kein urlaub über jahre!), diejenigen fördern sollen, die in ihren sicheren mietwohnungen leben (kennen sie das mietrecht & die verpflichtungen eines hausbesitzers?).
die solarheizung ist längst wirtschaftlich, nur gehts hier um ersatzinvestitionen - d.h. die bestehenden gebäude haben eine verbrennungsheizung, die schon abgeschrieben ist (bei neubauten kommt ohnehin kollektor aufs dach).
hier braucht man anreize (warum muss ich die dämlichen autler mit der verschttungsprämie fördern?).

waidmann
01
19.2.2010, 10:50

... so wie es auch die Förderungen zur Lehrlingsaubildung oder Beschäftigung von Leuten 50+ unsinnig sind.

Volkswirtschaftlich ist es weit besser, die betroffenen verfangen sich für den Rest ihres Lebens in den Sozialsystemen, ohne realistische Möglichkeit sich je davon wieder eigenständig loslösen zu können.

as keksal
00
19.2.2010, 08:53

pfuuhh...ein simples beispiel: was glauben sie denn wer diese anlagen montiert? wer sie baut? abgesehen vom produzenten, den zwischenhändlern sind hier mehrere gewerke im einsatz. monteure der anlagen. dachdecker. installateure. zumindest ALLES was mit montage zu tun hat wird von einheimischen unternehmen ausgeführt - ergo bringt das was? riiichtig. arbeit! soviel zu 'volkswirtschaftlich schädlich'

Michael Bakunin
00
19.2.2010, 07:55

1. wie ist denn wirtschaftlich definiert?
2. wer sagt denn, dass alles "wirtschaftlich" sein muss.
das herumwerfen mit begriffen, die nichts sagen, ist kein gutes argument.
solarenergieförderung kommt ja nicht nur den reichen, sondern auch den armen zu gute. und selbst die förderung bei reichen bringt volkswirtschaftlich etwas. denn durch die ausweitung des marktes kann die solartechnik langfristig billiger werden, und so auch für arme leistbar werden.
oder willst du, dass die armen auch in 20 jahren noch mit ihren alten, teuren ölöfen heizen müssen?

gigngogn
 
10
23.2.2010, 11:15

ad 1) wirtschaftlichkeit = effizient
ad 2) niemand, sie können so ineffizient sein wie sie wollen solange sie die Konsequenzen daraus allein tragen, also selber zahlen.
Und nein, auch volkswirtschaftlich ist die Förderung und Subventionierung von Ineffizienz nicht sinnvoll.
In letzter Konsequenz könnte man, wenn man ihrer Argumentation folgt, auch das ausheben und zuschaufeln von Löchern subventionieren.
Der einzige Erfolg wäre die Vernichtung von Wirtschaftskraft.

Solarthermie ist übrigens schon seit Jahrzehnten unwirtschaftlich und wird es auch bleiben, da der Grund dafür die niedrige Energiedichte der Solarenergie ist. Wenn sie Ölofen ersetzen wollen müssen sie auf Wärmepumpen und begrenzt auf Biomasse setzen.

Michael Bakunin
00
23.2.2010, 20:46

effizienz und ineffizienz ist immer relativ.
löcher ausheben und zuschaufeln kann man auch sehr effizient machen, nur ist es eine sinnlose tätigkeit.
sonnenenergienutzung ist hingegen etwas sehr sinnvolles, da man damit den ausstieg unserer gesellschaft von der abhängigkeit von öl unterstützen und forcieren kann.

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