Die Olympischen Spiele in Vancouver 2010 fotografiert von Usern und zusammengebastelt von Photosync.
Microsoft will mit seiner Suchmaschine eine neue User Experience generieren - Dreidimensionale Welten, eingebettete Videos und Innenaufnahmen
Der US-Softwarekonzern Microsoft will sich nun offensiver gegen den Lieblingsmitbewerber Google auf dem Suchmaschinenmarkt positionieren. Die Zukunft der eigenen Suchmaschine Bing soll demnach eindeutig in der dritten Dimension liegen. Nicht nur Straßenzüge und Gebäude in 3D, sondern auch Innenaufnahmen und Panoramabilder. In weiterer Zukunft wird es dann auch 3D-Videos von Konzerten und ähnlichen Veranstaltungen geben.
Schon vor geraumer Zeit hat Microsoft sein Tool
Photosynth präsentiert. Diese Software ermöglicht es, dass AnwenderInnen ihre Bilder hochladen, das System diese Aufnahmen mit anderen Fotografien vergleicht und aus verschiedenen Bildern dann ein Panoramafoto bastelt. Aktuell finden sich auf der Plattform beispielsweise einige Aufnahmen von den Olympischen Spielen in Vancouver. Auch der Zukauf des Unternehmens Seadragon und dessen gleichnamiger Bilddaten-Technologie soll Microsoft weiter nach vorne bringen.
Die Zukunft
Blaise Aguera y Arcas, Gründer von "Seadragon" hatte auf der TED 2007 schon mit Microsofts Photosync auf der Bühne gespielt und soll nun eine wesentliche Rolle im Vorantreiben der neuen Bildtechnologien und von deren Integration in Bing spielen.
In die Häuser hinein
Interessant ist zudem, dass Microsoft nun den Sprung in die Gebäude hinein wagen will, beziehungsweise als Zukunftssegment sieht. Auch das heimische Unternehmen Herold hat schon vor einigen Jahren eine entsprechende Lösung angekündigt und bietet diese Technologie seinen Kunden an, um ihre Geschäftslokale besser zu vermarkten. AnwenderInnen sollen in Zukunft also auf einer dreidimensionalen Straßenkarte wandern, daneben Bilder oder Videos eingeblendet bekommen und auch in Geschäfte - natürlich ebenfalls in der dritten Dimension - gehen können.
User Generated Content und Shopping
Das Geschäftsmodell hinter den Lösungen ist ebenfalls schnell erklärt: die AnwenderInnen sollen den Content kostenlos liefern, Werbekunden ihre Geschäfte in Hochglanz präsentieren können und die möglichen KundInnen so zum Shopping animieren. Einige Fallstudien zeigen so unter anderem Online-Shopping-Lösungen in einem virtuellen Geschäft. Auch für den Tourismus sollen sich dadurch neue Vermarktungsmöglichkeiten ergeben.
Photosync in Bing
Microsoft dürfte Photosynth nun noch in anderer Form in die Bing-Maps integriert haben: so werden die von den AnwenderInnen hochgeladenen Bilder passgenau in die Straßenansicht des Kartendienstes eingeblendet. Es wäre auch kein Problem Live-Aufnahmen zu integrieren. Als ein Zukunftsszenario wären etwa Livekonzerte möglich, die sich aus den Videoaufnahmen von den BesucherInnen zusammensetzen und dann zu einem einzigen 3D-Erlebnis kombiniert werden. Sicherlich wieder ein Alptraum für die Musikindustrie, aber bis die Bandbreiten dies ermöglichen werden, wird es ohnehin noch einige Zeit dauern.(Gregor Kucera, derStandard.at vom 18.2.2010)
... es handelt sich doch trotzdem nur um Microsoft: Die 3D-Ansicht ist wiedermal nicht auf Browsern vorhanden, die nicht von MS kommen.
Das Beste daran: Ich konnte mit Firefox nicht einmal in der "Hilfe" nachlesen, welche Browser kompatibel wären, da die "Hilfe" selbst nicht mit FF kompatibel ist.
Selbst als überzeugter Google-User muss ich gestehen, dass bing derzeit, mit der Funktion der Vogelperspektive (Fotos aus Flugzeugen, die man um 360 Grad drehen kann), eine weitaus bessere und brauchbarere Ansicht von zumindest Österreichs Städten (Wien, Graz) bietet als Google Maps.
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