Essen wie der Urzeitmensch

18. Februar 2010, 08:39

Fleisch- und Fastenperioden im Wechsel

New York - Vegetarische Ernährung? Vollkommen unnatürlich, findet eine kleine, aber wachsende Gemeinde in New York. Die (meist männlichen) Anhänger der "Caveman"-Bewegung bevorzugen eine Lebensweise wie sie früher Höhlenmenschen pflegten: Sie essen riesige Mengen Fleisch auf einmal und fasten dann lange bis zur nächsten größeren Mahlzeit - so wie es ihre Vorfahren früher tun mussten.

Gemüse und Früchte sind erlaubt, Getreideprodukte wie Brot oder Nudeln dagegen tabu, denn zu Zeiten der Jäger und Sammler gab es noch keinen Ackerbau. Statt täglich im Fitnessstudio Muskeln zu trainieren, konzentrieren sich die "Höhlenmenschen von Manhattan" auf Rennen und Springen. Denn auch ihre prähistorischen Vorfahren brauchten Kraft und Ausdauer, um bei der Jagd erfolgreich zu sein, heißt es in einem Bericht der "New York Times". (APA)

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;-)

Ich sehe vor meinem geistigen Auge den Häupl von Ottakring zumRathaus rennen. Ab und an eine kleine Sprung-Einlage versteht sich.
.
Allerdings *10in2*, weil...täglich bringt er das nicht.

Caveman-Diät nach FitForFun-Artikel:

Erlaubt: Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Nüsse, dunkles Roggenbrot

Nicht erlaubt: Reis, Nudeln, Milch(produkte), weißes Mehl, Kartoffeln, Schokolade, sowie alle Arten von "unnatürlichen" Lebensmitteln. Dazu viel Sport.

Hört sich für mich auch im evolutionsbiologischem Kontext ganz vernünftig an.Vielleicht gibt es aber auch verschiedene "Schulen".

Anonsten: Ein nichtssagender, oberflächlicher Artikel, eigentlich unter Standarniveau.

ich hoffe, die planen auch new york wieder so umzubauen,

wie es in jener zeit ausgesehen hat...

Verschlafen

Die "Rückbesinnung" auf alte Lebensweisen in der komplexen heutigen Welt ist nicht verwunderlich. Allerdings zu meinen dies sein gesund, finde ich unreflektiert. Die Entwicklung und Errungenschaften der Menscheit machen das Leben komplex, aber von Zeit zu Zeit einige wenige Schritte zurück würden mir auch reichen...

Und wenn die auch die Lebenserwartung der Urzeitmenschen gleich mitübernehmen, dann wird der Spuk wohl bald ein Ende haben.

Wie lange lebt eigentlich so ein Veganer?

Frage war: wie lange leben eigentlich Veganer

Der Mitbegründer des modernen Veganismus, Donald Watson lebte über 60 Jahre vegan, und starb 2005 als 95jähriger.

ziemlich lange

vegane gesellschaften (zB in südostasien) zeichnen sich durch recht hohe lebenerwartung aus.
aber ich dnke nicht, dass man das als begründung für die persönliche ernährungsgewohnheit hernehmen soll. ist ja schliesslich jedem seine eigene sache.

Mach ich auch so. Aber nicht mit dem Essen sondern mit der Arbeit: voll rein hauen wenn der Chef da ist, und dann wieder lange nichts...

riesige Mengen Fleisch

... auf einmal essen...

Also die Körperausdünstungen möchte ich nicht abbekommen.

Bin ich froh, dass so ein Lebensstil nicht mehr nötig ist. Ich hab schon gewusst, warum ich im 20. Jahrhundert auf die Welt kommen wollte.

... und ich leide immer, wenn ich nach meinen vegetarischen und veganen ArbeitskollegInnen die Toilette benutzen muss.

wennschon, dannschon

bittschön, aber die höhlenleut warn aasvertilger. vielleicht könnt man die cave-bewegung in diese richtung ausbauen, dann wärs authentischer!

die werden schon keine lebendige kuh sondern ein totes steak essen, denk ich

Essen wie der Urzeitmensch

Wieso nur Essen? Leben wie der Urzeitmensch! Back to the meaning of life!

Wann übersiedeln sie wieder auf die Bäume?

alter

hat denen auch jemand gesagt wie alt die menschen damals im durchschnitt wurden, und vor allem: warum die so früh gestorben sind?

Warum "so früh gestorben"? Überwiegend Kindersterblichkeit; betreib du mal eine Geburtsklinik ohne Narkose oder Messer oder Desinfektion und sterile Tücher, sondern mit deiner Hand, einer Feuersteinklinge und auf stinkende Tierhäute gebettet.

wir reden hier nicht von kindersterblichkeitsraten, sondern das durchschnittsalter von "erwachsenen" in dieser zeit. die starben alle zwischen 30 und 40 jahren, weil sie durch die mangelernährung irgendwann ihr immunsystem nicht mehr aufrecht halten konnten. dass die heutige medizin hier auch abhilfe leistet ist klar, aber trotzdem waren diese menschen für ein leben bis 70 oder 80 jahren einfach mangelernährt. krank wird man nicht weil man "alt" ist sondern weil das immunsystem nicht mehr funktioniert, und das tut es aus mangel an diversesten stoffen nicht mehr (oder durch zerstörung, wie z.bsp. ein zuviel an purinen, etc.).

Dieser halblustige Verein orientiert sich aber nicht an der Ernährung der Jungsteinzeit, in der durch Einführung von Ackerbau und Viehzucht die Lebenserwartung tatsächlich zurückging und die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten stieg (einseitige Ernährung, Abhängigkeit von Getreideernten, Zusammenleben mit Vieh...) und die eher unserer Ernährung ähnelt, sondern an der Ernährung der Mittelsteinzeit und früher. Also der Zeit der "Jäger und Sammler" - und die hatten im Vergleich zum Beginn des Ackerbaus, soweit ich weiß, eine höhere Lebenserwartung.

Trotzdem seltsame Sache, aber wenn sich diese Möchtegern-Cavemen unbedingt als Versuchskaninchen der Ernährungswissenschaft zur Verfügung stellen wollen... mei, da bin ich nicht so.

doch einige zeilen text damit sie dann schlussendlich zum gleichen schluss kommen, nämlich dass die lebenserwartung niedriger ist als nach dem etablieren des ackerbaus.

Falsch. Noch einmal in klareren Worten: die Lebenserwartung der Mittelsteinzeit entspricht sicher nicht Deinem faszinierend fundierten Pauschalurteil: "die starben alle zwischen 30 und 40 jahren, weil sie durch die mangelernährung irgendwann ihr immunsystem nicht mehr aufrecht halten konnten."

na dann erklär mir mal was an dieser, zugegebener maßen, verkürzten aussage falsch ist? wie alt werden tiere in freier natur und wie alt können sie in zoos werden? warum sterben sie in der natur früher (und zwar auch die die nicht von unfällen bzw. jagd getötet werden)?

pschht! evolution at work!

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