Dublin - Nach der britischen hat auch die irische Regierung wegen der Affäre um die
Ermordung eines palästinensischen Hamas-Führers in Dubai unter Verwendung
ausländischer und auch irischer Pässe den israelischen Botschafter ins
Außenministerium in Dublin zitiert. Außenminister Michael Martin sagte am
Donnerstag im irischen Rundfunk, die Verwendung irischer Pässe bei der Ermordung
des Hamas-Funktionärs Mahmoud Abdel Rauf al-Mabhouh in den Vereinigten
Arabischen Emiraten habe irische Staatsbürger in Gefahr gebracht und sei ein
"sehr ernster Vorfall". Es gibt Hinweise, dass der israelische Geheimdienst
Mossad für die Tat verantwortlich ist.
Neue Informationen
Irland hatte die Berichte über die Verwendung von drei irischen Pässen in dem
Mordkomplott, an dem bis zu elf Verdächtige beteiligt sein sollen, in einer
ersten Reaktion als nicht zutreffend zurückgewiesen. Am Mittwochabend allerdings
erklärte Außenminister Martin, die Vereinigten Arabischen Emirate hätten neue
Informationen vorgelegt, die belegten, dass in Dubai tatsächlich irische Pässe
mit existierenden Passnummern vorgelegt worden seien.
Mabhouh wurde am 20.
Jänner in Dubai umgebracht. Die insgesamt elf Beteiligten sollen teilweise mit
Pässen von israelischen Staatsbürgern eingereist sein, die auch die britische
oder irische Staatsbürgerschaft haben.
Polizeichef beschuldigt Israel
Dubais Polizeichef Dahi Khalfan Tamim sagte am Donnerstag zur Zeitung "The National", er sei sich angesichts der jüngsten Ermittlungen "zu 99, wenn nicht zu hundert Prozent sicher", dass der israelische Geheimdienst hinter dem Mord stehe.
Berichte über palästinensische Verräter
Der britische "Guardian" meldet unter Berufung auf palästinensische Quellen, dass der Hamas-Sicherheitsmann Nahro Massoud derzeit in Damaskus verhört werde. Massoud soll sich laut der kuwaitischen Zeitung "Al-Siysah" bis zu al-Mabhouhs Tod in dessen Hotelzimmer aufgehalten haben.
Gefälschte Pässe
Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate verdächtigen elf Menschen,
die mit gefälschten Pässen nach Dubai eingereist waren, den ranghohen Hamas-Mann
umgebracht zu haben. Israel hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach der Geheimdienst
Mossad hinter der Tat steckt. Unter den Pässen waren sechs von Briten, die seit
langem in Israel leben.
Der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses im britischen Parlament,
Mike Gapes, sagte, wenn nicht Israel für die Tat verantwortlich sei, "dann hat
jemand versucht, es so aussehen zu lassen, als seien es die Israelis".
Premierminister Gordon Brown hatte eine Untersuchung des Falls angekündigt.
Außenminister David Miliband sprach von einem "ernsthaften Zwischenfall" und forderte Israel auf, die Ermittlungen zu unterstützen. Während der Trauerfeier für Al-Mabhouh am Mittwochabend in Gaza kündigte der
Sprecher der Al-Kassam-Brigaden, Abu Obeida, an, dass Hamas Vergeltung für
seinen Tod üben werde. "Wir werden aber dem Feind nicht sagen, wann, wo und
wie." (red/APA)
...die meisten Pässe, einschliesslich der für die Palästinenser, werden in der Bundesdruckerei in Berlin Kreuzberg hergestellt... und wenn der Mossad ein paar benötigt, dann braucht der die mit Sicherheit nicht fälschen, sondern nur bei den Deutschen bestellen...
...die liefern brav und prompt...
PS: 11 Mann für einen? Offensichtlich hat der Mossad mit 1-3 Leibwächtern gerechnet...trotzdem keine saubere Arbeit... da hatten die Israelis schon weit bessere Aktionen durchgeführt.
nach dem ein link zu hagalil, ein portal fuer juedisches leben in europa, gepostet wurde - gab es an die ca. 30 negativ-bewertungen und schmaeh-postings, das die quelle unserioes ist und das es laecherlich sei das zu bringen.
nach der meinung mancher posterInnen hier, koennen juedInnen keine serioese meinung zu israel abgeben, siond offensichtlich juedInnen mit israel gleichzusetzen und daher logischerweise "pro-mossad".
na zum glueck hab ich nicht die webseite der ikg gepostet, was dann hier zu lesen gewesen waere, haette die moderation hier ueberstundne verschafft..
Haaretz oder Jerusalem Post ... aber halt, geht ja nicht: die schreiben ja selber, dass es der Mossad war.
Finde ich ja überhaupt interessant, dass in Israel allgemein davon ausgegangen wird, dass die Mossad das ganze organisierte und ausführte; und hier in Europa wird immer noch blinde Kuh gespielt. Man will's hier halt lieber nicht wissen.
..mit der durchaus interessanten meinung, das der mossad bisher nie israelis gefaehrdet hat fuer aktionen (immerhin waren auch israelis betroffen vom ausweisklau). waehrend die hizbullah ausweise von israelis gefaelscht hat, um entfuehrungen vorzutaeuschen und aktionen von angeblichen mossad-agenten.
darauf hin wurde hagalil als unserioes abqualifiziert, weil es sich dabei um juedInnen handelt und die setzen manche hier wohl mit israel oder gleich dem mossad gleich. die neonazi-seite alpen-donau macht das uebrigens nicht anders..
gehen Sie mal auf die Webseiten von Haaretz. Und was die JP anbelangt, auch da gibt es Kommentare die in Richtung Mossad gehen, und die durchaus zufrieden sind mit dem Ergebnis bzw. zu ihrer Ausführung gratulieren (Analysis: Dubai hit was not a botched job ... the operation was meticulously planned and successfully executed, and despite a surprisingly impressive investigation by Dubai police, the hit cannot be considered a botched job.)
ja, aber auch bei der haaretz nochmals nachlesen, auch da gibt es kommentare die dem widersprechen.
sie sind es der behauptet hat, das ich zitiere: "Haaretz oder Jerusalem Post ... aber halt, geht ja nicht: die schreiben ja selber, dass es der Mossad war. "
Im FO in London sprach man mit dem israelischen Botschafter
lediglich 20 Minuten.
Die Sache ist die, wer Beschuldigungen erhebt, der muss auch Beweise liefern. Und solche konnten bislang nicht geliefert werden.
Den Vogel schoss ein Journalist von "Österreich" ab, der den Waffenhändler "Politiker" nennt und die Leute, die ihn zum Shahid machten als "Terroristen"
Seit wann fragt Israel nach Beweisen? Die "gezielten Tötungen" (andere sagen Morde) wurden allesamt ohne Beweisführung und daher ohne Gerichtsverfahren durchgeführt.
Das muß "Österreich" sein (Fremdenverkehrswerbung) - ...
... die Frage bleibt, ob nur das Käseblatt.
Wir wissen, wozu die Imprägnierung mit dem Vorurteil schon einmal in der Geschichte dieses Landes geführt hat, und das Lesen dieser Foren sollte nur auf nüchternen Magen erfolgen...
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