Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad (Institut) liefert seit seiner Gründung 1951 Geschichten - abenteuerliche Erfolgsstorys ebenso wie aufgeflogene Mordversuche und dilettantische Fehler.
- 1960 Mossad-Agenten finden den Holocaust-Organisator Adolf Eichmann in Buenos Aires und entführen ihn nach Israel, wo er vor Gericht gestellt, verurteilt und hingerichtet wird.
- 1969 Der Mossad entführt fünf Raketenschnellboote aus dem Hafen von Cherbourg; die Boote waren Teil eines Rüstungsgeschäfts, das Frankreichs damaliger Staatschef Charles de Gaulle nach dem Sechs-Tage-Krieg blockierte.
- 1972 Nach den Mordanschlägen auf israelische Athleten bei den Olympischen Sommerspielen in München finden Mossad-Agenten in den folgenden Jahren die Attentäter und liquidieren sie.
- 1976 Der Mossad bereitet den Sturm auf eine von Palästinensern und deutschen Terroristen entführte Air-France-Maschine in Entebbe in Uganda vor. Die Befreiungsaktion glückt; von den 103 Passagieren und Crew-Mitgliedern starben drei, der Leiter der Operation, Oberst Jonathan Netanjahu - ein Bruder des heutigen Premiers -, wurde von ugandischen Truppen erschossen.
- 1981 Der Mossad sammelt Informationen über einen irakischen Forschungsreaktor. Israels Luftwaffe zerstört die Anlage Osirak im September. Ein ähnlicher Vorfall wiederholt sich 2007 in der syrischen Wüste, als Israel aufgrund von Geheimdienstinformationen eine im Bau befindliche Anlage bombardiert.
- 1985 Jonathan Pollard, ein Nachrichtenoffizier der US-Navy, wird verhaftet und wegen Spionage für Israel zu lebenslanger Haft verurteilt.
- 1997 Mossad-Agenten versuchen in Amman, den Hamas-Funktionär Khalid Meschal mit einem Giftspray umzubringen. Die Täter werden verhaftet, Israels damaliger Premier Netanjahu lässt das Gegengift überbringen.
- 1998 Ein Mossad-Agent wird bei der Installierung einer Abhöranlage in einem Wohnhaus in Bern festgenommen, vier Agenten können fliehen. (mab/DER STANDARD, Printausgabe, 18.2.2010)