Mossad-Chronologie

Boot-Kidnapping und Giftspray

17. Februar 2010, 20:23

Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad (Institut) liefert seit seiner Gründung 1951 Geschichten - abenteuerliche Erfolgsstorys ebenso wie aufgeflogene Mordversuche und dilettantische Fehler.

  • 1960 Mossad-Agenten finden den Holocaust-Organisator Adolf Eichmann in Buenos Aires und entführen ihn nach Israel, wo er vor Gericht gestellt, verurteilt und hingerichtet wird.
  • 1969 Der Mossad entführt fünf Raketenschnellboote aus dem Hafen von Cherbourg; die Boote waren Teil eines Rüstungsgeschäfts, das Frankreichs damaliger Staatschef Charles de Gaulle nach dem Sechs-Tage-Krieg blockierte.
  • 1972 Nach den Mordanschlägen auf israelische Athleten bei den Olympischen Sommerspielen in München finden Mossad-Agenten in den folgenden Jahren die Attentäter und liquidieren sie.
  • 1976 Der Mossad bereitet den Sturm auf eine von Palästinensern und deutschen Terroristen entführte Air-France-Maschine in Entebbe in Uganda vor. Die Befreiungsaktion glückt; von den 103 Passagieren und Crew-Mitgliedern starben drei, der Leiter der Operation, Oberst Jonathan Netanjahu - ein Bruder des heutigen Premiers -, wurde von ugandischen Truppen erschossen.
  • 1981 Der Mossad sammelt Informationen über einen irakischen Forschungsreaktor. Israels Luftwaffe zerstört die Anlage Osirak im September. Ein ähnlicher Vorfall wiederholt sich 2007 in der syrischen Wüste, als Israel aufgrund von Geheimdienstinformationen eine im Bau befindliche Anlage bombardiert.
  • 1985 Jonathan Pollard, ein Nachrichtenoffizier der US-Navy, wird verhaftet und wegen Spionage für Israel zu lebenslanger Haft verurteilt.
  • 1997 Mossad-Agenten versuchen in Amman, den Hamas-Funktionär Khalid Meschal mit einem Giftspray umzubringen. Die Täter werden verhaftet, Israels damaliger Premier Netanjahu lässt das Gegengift überbringen.
  • 1998 Ein Mossad-Agent wird bei der Installierung einer Abhöranlage in einem Wohnhaus in Bern festgenommen, vier Agenten können fliehen. (mab/DER STANDARD, Printausgabe, 18.2.2010)
Kommentar posten
15 Postings
margit stangl
00
27.10.2010, 13:34
geheimdienste

sind dazu da,illegale dinge zu tun.

Donatella Kasparov
41
19.2.2010, 09:38

vielleicht gäbe es heute kein europa, wenn der mossad die irakischen Atomreaktoren nicht ausgelöscht hätte.

Veridad
00
hehe, welche denn?

margit stangl
00
27.10.2010, 13:36
welche?

osirak?

gladio
00
19.2.2010, 18:19

Hätte Saddam den auch in 45 Minuten nach Europa schießen können?

Heinz Anderle
 
03
19.2.2010, 07:03
Nicht zu vergessen der Rüstungstechniker Gerald Bull,...

... dessen Langstrecken-Kanonen (à la Noricum) ein Exportschlager in arabische Länder waren, sowie die Nazi-Raketentechniker für Nassers Wunderwaffenprojekt in Ägypten: auch sie bekamen Besuch bzw. Post vom Mossad. (Bei Bull ist das zwar nicht sicher, aber jedenfalls nicht schade um ihn.)

Die Aktion in Dubai sollte wohl aus psychologischen Gründen "schlampig" aussehen, um zu zeigen, daß man immer noch zuschlagen kann, wenn es notwendig ist.

Den auffällig unaufälligen Damen und Herren meinen Glückwunsch und viel Erfolg beim nächsten Mal!

Dr. Heinz Anderle, abendländischer Freigeist

gladio
02
18.2.2010, 16:36
Nicht zu vergessen

die "Sache" mit der USS Liberty

http://de.wikipedia.org/wiki/USS_... 8AGTR-5%29

75534
07
18.2.2010, 10:33
Nicht erwähnt ist die Entführung eines syrischen Flugzeuges.

Die Maschine wurde ehedem nach TelAviv "umgeleitet" und das israelische Fernsehen präsentierte der Weltpresse einen der arabischen Sprache nur radebrechend Herr werdenden angeblichen Syrer. Dieser entpuppte sich im Nachhinein als isr. Agent. Die Maschine samt Besatzung und Passagieren wurde zügig freigelassen.

John Waters
01
17.2.2010, 21:20

Die Bombardierung in Syrien dürfte nicht nach Plan gegangen sein. Die israelischen Flugzeuge haben ihre Bomben in der Wüste irgendwo abgeworfen um Gewicht zu verlieren und sind geflohen. Blindgänger dieser Bomben sind sogar hinter der Grenze in der Türkei gefunden worden.

Warentester
38
17.2.2010, 20:41

"1972 Nach den Mordanschlägen auf israelische Athleten bei den Olympischen Sommerspielen in München finden Mossad-Agenten in den folgenden Jahren die Attentäter und liquidieren sie."

Das ist so nicht ganz korrekt. Sie haben nicht alle Attentäter erwischt, dafür einen unschuldigen Kellner. Blöde Verwechslung halt. Im Endeffekt bleibt eine miese v3rbr3ch3rische T3rr0r0rganistation über, aber das ist ja bei Geheimdiensten nicht so selten.

Girgl Galgenstein
33
17.2.2010, 22:48
Aber das Attentat in München war für Ihresgleichen schon in Ordnung

und wer erlebt hatte wie die Täter anschließend als "Helden" (wofür eigentlich) in der arabischen Welt herumgereicht wurden, konnte sich nur wundern.

Warentester
13
18.2.2010, 00:45

Nein, war es nicht. War genauso ein Verbrechen einer Terrororganisation. Und die Reaktion in der arabischen Welt zum guten Teil inakzeptabel (es gab auch hier Ausnahmen in der Reaktion). Aber Hauptsache mal das gute alte Todschlagargument auspacken.

Peter Feuerschlager
00
19.2.2010, 11:28
bei uns wird es wenigstens als Unfall abgetan!

oder sind Sie echt der Meinung die österreichischen Geheimdienste arbeiten da nicht so?

Warentester
11
19.2.2010, 13:52

Ja, weil die gsoffenen Hund finden ohne Karte nicht einmal vom Wirtn in ihre Zentrale heim. Ein Mordkomplott halte ich ehrlich gesagt für vollkommen außerhalb ihrer Möglichkeiten. Aber abgesehen davon sind Geheimdienste ohnedies eine einzige Pest und eine Gefahr für jede freie Gesellschaft.

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