Briten dürfen nur noch mit Genehmigung zu den Falklands

19. Februar 2010 09:09

Schiffe brauchen Genehmigung für Durchquerung argentinischer Hoheitsgewässer

Buenos Aires - Fast drei Jahrzehnte nach dem Falklandkrieg will Argentinien die bevorstehende Suche britischer Unternehmen nach Ölreserven vor den Falkland-Inseln so schwer wie möglich machen. Staatspräsidentin Cristina Fernandez de Kirchner ordnete per Dekret schärfere Auflagen für Schiffe an, die Kurs auf die Falklands im Südatlantik nehmen. Die Inseln gehören zu Großbritannien, werden aber auch von Argentinien beansprucht. Im Frühjahr 1982 hatte die argentinische Armee die Inseln angegriffen und damit den Falklandkrieg mit Großbritannien ausgelöst, das die militärische Auseinandersetzung für sich entschied.

Nach dem von Fernandez unterzeichneten Dekret müssen Schiffe, die vom argentinischen Festland zu den Falkland-Inseln wollen oder auf der Route dorthin Hoheitsgewässer des Landes durchqueren, künftig zuvor bei argentinischen Behörden eine Genehmigung einholen. Argentiniens Vize-Außenminister Victorio Taccetti betonte am Mittwoch in Buenos Aires, die Maßnahmen seien Teil "der Strategie zur Verteidigung unserer legitimen Rechte (über die Falklands), die systematisch von den Engländern nicht anerkannt werden".

Probebohrungen geplant

Hintergrund des Streits zwischen Argentinien und Großbritannien sind geplante Probebohrungen, für die die britische Firma Desire Petroleum bereits eine Plattform zu den Malvinas, wie die Falklands in Argentinien heißen, schickte. Sie soll in den nächsten Tagen dort ankommen.

"Sie wollen einseitig und illegal Rohstoffe abbauen, die der Republik Argentinien gehören und Argentinien wird angemessene Maßnahmen ergreifen, um seine Interessen und seine Rechte zu verteidigen", betonte Taccetti weiter. Natürlich werde sein Land dies mit friedlichen Mitteln tun.

Argentinien ruft UNO an

Argentiniens Außenminister Jorge Taiana wird nächsten Mittwoch in New York UN-Generalsekretär Ban-Ki Moon treffen, um ihm den argentinischen Standpunkt darzulegen. Zuvor besucht der Minister Mexiko, wo er Amtskollegen aus der Rio-Gruppe lateinamerikanischer Staaten um Unterstützung bitten will.

Bereits Anfang Februar hatte Argentinien den Geschäftsträger der britischen Botschaft ins Außenministerium in Buenos Aires einbestellt und dabei nach Regierungsangaben "auf das energischste gegen den unmittelbar bevorstehenden Beginn der Öl-Suche nördlich der Malvinas"  protestiert".

Berichte über britische Truppenverlegungen

Das britische Boulevardblatt "The Sun" berichtet unter Berufung auf einen Informanten in der Navy, dass in der Nacht auf Donnerstag der Zerstörer HMS York vor den Falklands eingetroffen sei. Das Versorgungsschiff "Wave Ruler" soll ebenfalls unterwegs dorthin. Außerdem seien bereits tausend Soldaten, vier Eurofighter und ein Tankflugzeug auf die Inseln verlegt worden.

Sir Nicholas Winterton, der Vorsitzende des Falkland-Ausschusses im britischen Parlament,warf den Argentiniern "feindseliges Verhalten einem freundlichen Nachbarn gegenüber" vor. Er mache sich aber keine Sorgen um einen bevorstehenden Konflikt, weol

60 Milliarden Barrel

Argentinien beansprucht die seit dem 19. Jahrhundert zu Großbritannien gehörenden Inseln vor der Küste Patagoniens. 1982 besetzte das Militär die Inseln, wurde jedoch von einem britischen Expeditionsheer geschlagen. Die Bevölkerung besteht fast ausschließlich aus britischstämmigen Kelpern, die nicht unter argentinischer Oberhoheit leben wollen.


Größere Kartenansicht

Die Ölvorkommen in der von Großbritannien beanspruchten 200-Meilenzone rund um die Inseln werden auf bis zu 60 Milliarden Barrel geschätzt. Damit wäre es eines der größten Vorkommen weltweit. Schon 1998 war nach Öl gebohrt worden, die Ausbeutung galt damals jedoch als nicht wirtschaftlich. Die inzwischen gestiegenen Preise könnten dies jedoch ändern. (red/APA/apn)

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Posting 1 bis 25 von 219
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Um der Wahrheit die Ehre zu geben ...
24.02.2010 13:02

den geringsten anspruch hat england, knapp vor kasachstan: die briten haben die inseln nämlich im ausgehenden 18.Jhdt. an Spanien zurückgegeben.

während argentinien immerhin das argument hat, daß die inseln oberhalb ihres festlandsockels liegen ...

euroandes
22.02.2010 14:59
Die Argentiner haben recht.

1.Die Engländer sind in der ganzen Welt einen Fluch geworden.
2.Die Engländer haben immer wieder in ganzen amerikanischen Kontinent nur Unheil, kriege, Ausbeutung und Invasion bedeutet.
3.Die Engländer haben immer versucht sich einzuknisten von Mexico bis Feuerland. Aus diesem Grunde haben die Engländer die Malvinas/Falklands illegal besetzt. Die Falkland-Inseln sind Teil von Argentinien.
4.Die Amerikaner sind auf die Seite von England und gegen die Argentiniern, das bedeutet gegen alle Lateinamerikaner.
5.Es war zu erwarten, dass diese Provokation vorkommen würde. Die USA und England wollen Kriege machen/provozieren, damit es mindestens dieser Industrie-Zweig in Krisen-Zeiten floriert.

Austro-Spanier0
23.02.2010 16:42
Por qué no te callas?

pepitant
24.03.2010 12:12
Heast, Schwindlicher, die Frag

stellst schon wiederholt, kannst nix anders ?

Glod
23.02.2010 13:23
Eine Insel die niemandem gehört kann man nicht illegal besetzen.

Argentinien hatte zum dem Zeitpunkt der englischen Inbesitznahme keine Kontrolle über die Falkland Inseln.
Und wenn sie Besitzansprüche auf dem Papier zählen war der von den Briten sowieso älter.

Und was die Briten sonst aufgeführt haben tut nichts zur Sache.

diamant
 
22.02.2010 19:33
'Die Argentiner haben recht'

Ja, vielleicht, aber euroandes sicher nicht, soviel steht fest....

rubbberduck
22.02.2010 20:48

jaja immer dasselbe chavez will krieg provozieren und schuld sind natürlich wie immer die anderen. der übliche opfertäter umkehrungsmythos, ziemlich beliebt in österreich

pepitant
24.03.2010 12:15
Argentinien, Britannien,

Falkland, Chavez, jetzt noch irgendwie den Hansi Hinterseer einbinden dann ist Ihr Panoptikum perfekt.

sauraumpfa
22.02.2010 22:27
achso chavez will krieg provozieren

dann nennen sie mir die kriege die chavez bisher so angezettelt hat und danach nenne ich ihnen die kriege die die briten und amis schon angezettelt haben.

danach dürfen sie 3 mal raten worum es meistens geht?!

method="post"
21.02.2010 19:00
Kelper

Das klingt ja so, als ob die Engländer einen bedrohten Eingeborenenstamm vor der Ausrottung bewahren müßten. Guter Spin. Kolonialbesitztümer sind aber auch nach dem Ende der Kolonialzeit ein Anachronismus, Kelper hin oder her. Engländer bleibt Engländer, überhaupt, wenn er Englands Oberhoheit anerkennt.

Bumo1
19.02.2010 15:02
Klarer Fall von Seperatismus :-)

Also die Argentininische Regierung könnte jedem Einwohner der Falkland Inseln im Falle eines Übertritts zu Argentinien 2 Mio EURO versprechen (so viele Menschen leben da ja nicht).

Und wenn plötzlich die gesamte Bevölkerung der Falkland Inseln zu Argentinien will haben die Briten auch Ihren Argumentations Notstand

Poldi Fesch
20.02.2010 10:52
so deppert

werden die Falklaender aber nicht sein

hansito
19.02.2010 16:53

Sehr gute Idee! Einfach umwerfend! :-)))))))) Sie scheinen ein wahrer Kenner von SA zu sein!

Julian Bashir
18.02.2010 19:22
Britannia Rules The Waves!

neuer weg
18.02.2010 14:26
unbedeutend - ist eher innenpolitisch das ganze

heute gibts eu, petersburgerverträge (Beistandspflicht) usw.



Poldi Fesch
20.02.2010 10:52
das wird

die Royal Navy schon noch alleine schaffen

Gilgamesh
18.02.2010 14:04

Und wo sollte man durch argentinisches Hoheitsgebiet kommen, wenn man auf die Falklandinsel will??

Offenbar will Argentinien schon wieder was auf die Mütze, bei ihren Überseegebieten verstehen die Briten keinen Spaß.

JP M
23.02.2010 00:27
Hier geht es...

...um Schiffe die von Argentinien aus auf die Falkland Inseln wollen. Diese sind natuerlich im argentinischen Hoheitsgebiet und fuer diese gelten die strengeren Auflagen.

Ein Schiff von England aus zB ist davon nicht betroffen.

marko serbe
18.02.2010 21:30
mit welchem recht begründet , sollte es Britisches Territorium sein ?

Wenn British Empire jetzt wieder ein Krieg führt , muss es die EU Bezahlen ?

Poldi Fesch
20.02.2010 10:53
weil sie seit

rund 150 Jahren dort sind.

Gilgamesh
19.02.2010 12:52

Mit welcher Begründung sollte es zu Argentinien gehören??

Anhand ihres Nicks gehe ich davon aus, dass sie eigentlich wissen sollten, wozu ein NATO Staat fähig ist, oder hat die Klatsche für Serbien nicht gereicht?? ;)

Und warum sollte die EU eine Erziehungsmaßnahme für Argentinien bezahlen??

insertnamehere
 
19.02.2010 09:00
Weil dort lauter Briten leben und sich auch als solche sehen?

Im übrigen wird das Vereinigte Königreich wohl kaum einen Krieg um die Falklands anfangen, weil das schlicht und ergreifend nicht notwendig ist - sie gehören ihm ja und niemand macht sie ihm ernsthaft streitig.

Den letzten Falkland-Krieg haben bekanntlich ja auch nicht die Briten angefangen.

marko serbe
19.02.2010 11:04
Paar tausend Meilen entfernt und es ist Britishes Territorium ?

Also Leben wir immer noch in der Zeit von Kolonialismus und British Empire kann und darf machen was es will ?

Coole Einstellung von EU Postern hier bei Standard

Kugelmugel
11.05.2010 13:13
so wie reunion zu frankreich gehört....

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