Brüssel - Die EU-Kommission hat am Mittwoch den Portugiesen Joao Vale de Almeida (53) zum neuen EU-Botschafter in den USA ernannt. Almeida folgt John Bruton nach, der bis Oktober des Vorjahres das Amt bekleidete.
Die Leitung der Delegation in Washington sollte schnellst möglich wieder besetzt werden, erklärte der Sprecher der EU-Kommission, Michael Mann, am Mittwoch in Brüssel. Angesprochen darauf, warum die Ernennung nach den alten Regeln und nicht nach dem Vertrag von Lissabon erfolgt, der einen neuen auswärtigen Dienst schaffen wird, sagte der Sprecher, die Architektur dieses neuen Dienstes sei zwar formal in Kraft, aber es gebe sie derzeit noch nicht. "Wir bereiten den auswärtigen Dienst vor, der ist noch nicht vollständig funktionsfähig, daher gilt die bisherige Regel". Die erste Runde von Ernennungen im neuen auswärtigen Dienst würden noch eine Zeit dauern.
In Kooperation mit Ashton
Außerdem sie die Ernennung von Almeida auch in enger Kooperation der Hohen Beauftragten (EU-Außenministerin) Catherine Ashton erfolgt. Ashton sagte, Almeida bringe bedeutende Erfahrung für diesen wichtigen Posten mit. Seine Ernennung sei von großem Wert für die transatlantischen Behziehungen. Für Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hat das Verhältnis zwischen der EU und den USA oberste Priorität. Die Entscheidung sei in der am Mittwoch erstmals zusammengetretenen Sitzung der neuen Kommission getroffen worden. (APA)
Gegner einer türkischen EU-Mitgliedschaft "voreingenommen "- Wirft Berlin und Paris "doppelte Standards" vor
Kaum Einsparungen für Österreichs Diplomatie durch "Europäischen Auswärtigen Dienst"?
Politiker sollen Verantwortung für ihr Tun übernehmen und sich nicht hinter dem angeblichen Einfluss der Lobbyisten verstecken, sagt der ÖVP-EU-Abgeordnete Karas
Von Reykjavík bis Athen ist die Frage, ob man ein Europäer ist, auch eine Sache des Bekenntnisses
Die Franzosen sehen sich als die Erfinder Europas - In ihrer Sicht auf den Kontinent spiegelt sich die eigene Geschichte
Dass sich die EU um Identitätspflege kümmert, ist verständlich. Ob das vorgeschlagene "Kulturerbe-Siegel" dafür ein geeignetes Mittel ist, erscheint fraglich - von Wolfgang Zinggl
Mit der Entscheidung zum SWIFT-Abkommen hat das EU-Parlament ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben
Der Mythos von der Donau als Lebensader eines halben Kontinents taugt in der Realpolitik wenig. Es liegt an Ungarn neue Dynamik in den Donauraum zu bringen - von Josef Kirchengast
Von Volksabstimmung über Sicherheits- und Bündnispolitik bis hin zur EU-Wahl - Ihre Meinung zur EU ist gefragt
Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.