Mord an Hamas-Führer in Dubai: Ermittlungen in Österreich
17. Februar 2010, 18:58
Mutmaßliche Täter haben österreichische Wertkartentelefone benutzt
Im Zusammenhang mit dem Mord an Mahmud al-Mabhuh, einem hochrangigen Hamas-Mitglied, im Jänner dieses Jahres, wird jetzt auch in Österreich ermittelt. Das berichtet profil online.
Der Mord wurde am 19. Jänner in Dubai begangen. Elf Personen sollen daran beteiligt gewesen sein. Die Polizei hat die Suche mittlerweile auf 17 Personen ausgeweitet.
Die mutmaßlichen Täter waren mit gefälschten Pässen eingereist. Es wird darüber spekuliert, ob der israelische Geheimdienst Mossad hinter dem Mord stecken könnte.
Nach Recherchen von "profil online" führt eine Spur nach Österreich. Die Täter hätten untereinander mit österreichischen Wertkartentelefonen kommuniziert. Der Betreiber der Mobiltelefone war T-Mobile, schreibt "profil online".
Österreich als "Kommandozentrale"
Der britische Guardian bezieht sich auf Ermittler in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die Österreich als "Kommandozentrale" nicht ausschließen. Die Täter nutzten sechs britische Reisepässe und fälschten mindestens fünf weitere Pässe aus anderen europäischen Ländern: Irland, Deutschland und Frankreich. Die Pässe aus Großbritannien waren nicht zur Gänze gefälscht. Lediglich die Fotos wurden ausgetauscht. Einige der britischen Opfer des Identitäts-Diebstahls leben in Israel. Sie bestreiten mit der Tat etwas zu tun zu haben.
Im Dubaier Fernsehen wurden Bilder aus Überwachungskameras gezeigt, auf denen die Verdächtigen zu sehen sein sollen.
Laut Nachforschungen der Polizei in Dubai dürften elf Menschen an der Tat beteiligt gewesen sein. Al-Mabhuh soll für die Hamas als Waffenhändler aktiv gewesen sein. Es gibt noch keinen endgültigen Bericht über die Todesursache: Einigen Berichten zufolge wurde er in seinem Hotelzimmer mit Elektroschocks gefoltert und anschließend erstickt, andere Quellen behaupten es sei ein Giftmord gewesen.
In Israel wurde al-Mabhuh für die Entführung und Ermordung von zwei israelischen Soldaten 1989 gesucht. Er war auch einer der Gründer des bewaffneten Arms der Hamas.
Kritik am Mossad
Derzeit wächst in Israel die Kritik am Vorgehen des Mossad. Der Militärrundfunk zitierte am Mittwoch einen früheren Mossad-Verantwortlichen mit der Einschätzung, es könne sich als "schwerer Fehler" erweisen, wenn der Mossad Pässe von israelischen Bürgern verwendet habe.
Israels Außenminister Avigdor Lieberman übte indes Kritik an den Vorwürfen. Es sei nicht in Ordnung, dass man es für selbstverständlich halte, dass Israel oder der Mossad die Pässe oder Identitäten britischer Bürger benutzt hätten.
Lieberman wollte eine israelische Beteiligung an dem Attentat auf den hochrangigen Hamas-Funktionär Mabhuh vom 20. Jänner weder ausdrücklich bestätigen oder dementieren. Normalerweise bezieht Israel öffentlich überhaupt keine Stellung zu Geheimdiensteinsätzen oder Vorwürfen. Allerdings gibt es diesmal in Israel kritische Reaktionen, weil offensichtlich die Identitäten von mindestens fünf in Israel lebenden britischen Einwanderern für das Attentat benutzt worden sind.
Die Zeitung "Haaretz" forderte den Rücktritt von Mossad-Chef Meir Dagan und kritisierte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, weil er dessen Amtszeit trotz "Warnhinweisen" verlängert habe. "Eine gelungene Operation? - Das ist nicht sicher!", titelte die Tageszeitung "Yedioth Ahronoth". Im Laufe der Zeit kämen immer mehr "Schwachpunkte" ans Licht. Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate verdächtigen zehn Männer und eine Frau mit europäischen Pässen. (red/APA/Reuters, derStandard.at, 17.2.2010)
aber es kann doch nicht sein das so viele Menschen hier das Verständnis haben das eine Institution eines Rechtsstaats so etwas darf(vorausgesetzt der Mossat wars). Dann können wir die Form Rechtsstaat ja aufgeben. Eine Tötung ohne Urteil ist ein Mord egal wer in verübt und kommt vor Gericht. Es kann nicht gegen die verbrechen der Hamas aufgewogen werden, denn der Justiz eines Rechtsst. ist jeder gleich und sie ist unabhängig, auch wenn es unangenehm und nicht hilfreich ist.
Ganz klar die Hamas sind Irre und müssen bekämpft werden steht ausser Frage das erlaubt eben genau nicht jedes Mittel in einem Rechtsstaat. Das gilt hier genauso wie bei der Folteraktion der USA und anderen Aktion CD Daten usw. Hard aber halbe Rechstst. gib es nicht.
dubai ist kein rechtsstaat, sondern eine schwer überwachte handelsmetropole voll schiebern und, gemessen an der anzahl iranischer firmen vor ort, eines der iranischen wirtschaftszentren
Für mich ist ein Krieg der Bankrott des Rechststaates aber das ist meine Meinung.
Aber wenn schon dann: Die Soldaten sind dafür ausgebildet ziehen in den Krieg um etwas zu verteiligen oder zu unterstützen. Der Ort und die Form ist vorgegeben und unterliegt den Genfer Konvetionen und anderen Regelungen. Unteranderen sollte die Suveränität unbeteiligter Staaten nicht angetastet werden. Üblicherweise sind 2 Länder beteiligt sonst ist es Bürgerkrieg und dann ist es definitiv keine Rechtsstaat mehr. Hier ist es mit Nichten eine Kriegshandlung sondern eine gezielte Tötung obendrein in einem unbeteiligten Land. Das ist Mord nach Auftrag egal wie man es versucht hinzubiegen und zu verargumentieren. Der Staat der das tut ist in meinen Auge kein Rechtsstaat mehr. Sorry Wert sind Werte und nicht nur dann wenn es einem gerade passt.
In einer idealen Welt gebe ich Ihnen recht, da vereinbart man ein Schlachtfeld, beide Parteien gehen zur vereinbarten Zeit hin und hauen sich die Rübe ein. So soll es sein und so ist es gut ;-)
Leider kam man im WKI drauf, dass es besser ist, man kommt vorher heimlich in der Nacht in Tarnanzügen und mit den wirklich großen Wummen und legt die Stadt, in der der andere noch friedlich schlummert in Schutt und Asche und pisst dann auf die Toten (Zivilisten und Soldaten).
Und das nennt man dann Realität!
Und die letzten Piloten, die sich weigerten Bodenziele anzugreifen, weil das unehrenhaft gewesen wäre, sind im WKI ausgestorben (worden).
Er war Hamas Funktionär und mit der Aufgabe betraut Waffen für die Hamas zu beschaffen. Das ist eine etwas andere Stellenbeschreibung als "Waffenhändler". Somit ist er als Funktionär und Schlüsselfigur einer feindlichen Guerilla-Truppe legitimes Ziel einer Tötung, schliesslich befinden sich Hamas und Israel im Krieg.
Also bitte hörts auf mit dem weinerlichen Getue, wenn das ein Tamilen-Funktionär mit indischen Wertkartenhandys gewesen wäre, hätts gerade für eine Fußzeile in den Medien gereicht!
Umgekehrt darf keiner eine Träne vergiessen, wenn die Hamas den Liebermann oder den Ehud Barak umlegt ;-)
ist das was?
im krieg sind die mittel erlaubt, die zur durchsetzung der politischen ziele notwendig sind ...
im krieg, eben ...
und die hamas liegt im krieg mit israel, eben ...
Der Iran ist der Einzige, der profitiert, wenn Israel in die Panne geworfen wird!
Oder es war Israel, die es absichtlich so schlampig machen, dass die ganz Cleveren wie ich glauben, es war der Iran, weil Israel nicht so schlampig arbeitet!
"Ermittlungen in Österreich"? - So in etwa, wie 2004 als ein amtsbekannter Diplomat der isrealen Botschaft in Wien…
…einem geistig Behinderten in Neuseeland den Pass geklaut hatte, und nach dem Auffliegen seiner Tarnidentität nach N-Korea(!) "flüchtete"?
Oder was ist nur mit jenen Touristen, die spurlos auf den Phillipinen verschwanden, deren Pässe und Identitäten aber ein munteres Weiterleben veranstalteten?
Oder der Einbruch in ein schweizer Konsulat? Wo Passvordrucke verschwinden?
seltsam, den antisemitischen nonsense lassen die admins stehen, und wenn man darauf hinweist, wird man zensuriert
ich bin für eine genauere richtlinie, an die sich die admins und das standardisierte müllprogramm halten, vor allem, was den schon institutionaliserten antisemitismus in den foren anbelangt
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