Mehr Chancen bei Schlaganfall

21. Februar 2010, 18:00
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    foto: siemens

    Detaillierte Bilder über den Zustand des Hirngewebes.

Mit einer neuen Anwendung für die interventionelle Radiologie lässt sich die Hirndurchblutung auch während eines Eingriffs am Kopf prüfen

Bei einem Schlaganfall werden meist Teile des Gehirns nicht ausreichend durchblutet. Das Ergebnis ist häufig eine unwiderrufliche Schädigung des Hirngewebes. Je früher ein Schlaganfall behandelt wird, desto größer ist die Chance, dass möglichst wenig Hirngewebe zerstört wird. Die schnelle Diagnose ist dafür aber unabdingbare Voraussetzung. Um die Zeit von der Diagnose bis zur Behandlung zu verkürzen, hat Siemens eine neue Anwendung für die interventionelle Radiologie entwickelt, mit der sich der Zustand des Hirngewebes direkt während eines Eingriffs darstellen lässt, bei dem in die hirnversorgenden Gefäße ein dünner Katheter eingeführt wird, um den Verschluss mit Hilfe einer speziellen Substanz oder mechanisch zu beseitigen. 

Vollständige Abbildung des Gehirns

Die neue Anwendung kann das vollständige Hirnvolumen abbilden, weil die Angiographiegeräte von Siemens zur Gewebedarstellung die C-Bogen-CT-Technologie nutzen. Die dazu gehörende Software hat einen Paradigmenwechsel in der angiographischen Bildgebung herbeigeführt. Erstmals ließen sich während des Eingriffs CT-ähnliche Schnittbilder an einem angiographischen C-Bogen-System erstellen, die bei Weichgeweben zuvor nicht darstellbare Details lieferten. Um die notwendigen Informationen zu erzeugen, rotiert der C-Bogen zweimal um die PatientInnen. Mit Hilfe der dabei gewonnenen Daten liefern neue Verarbeitungsalgorithmen anschließend detaillierte Bilder, die in weniger als 40 Sekunden ohne weitere Bedienereingaben direkt am Untersuchungsplatz zur Verfügung stehen.

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