Ein gemeinsamer Hintergrund ist der Schlüssel zur Illusion, dass alle Teilnehmer eines Meetings am gleichen Ort sind - Eine neue Software sorgt dafür
Wer mit Videokonferenzen nicht zufrieden ist, kann in Kürze eine neue Technik testen, bei der einander die Teilnehmer eines virtuellen Meetings als realistische Abbildungen sehen. Benötigt werden dazu eine PC-Videokamera und ein Mikrofon. Im Gegensatz zu anderen Konferenzsystemen, die Teilnehmer in Kästen zeigen oder spezielle Konferenzräume verwenden, nutzt ViviConf eine patentierte Software vom Technology-to-Business Center von Siemens. Sie löscht in Echtzeit den Hintergrund jedes Teilnehmers aus den Bildern. Die Anwender können dann einen gemeinsamen Hintergrund auswählen. Danach kann jeder Teilnehmer Hände und Arme frei bewegen und alle Bewegungen werden von den anderen Teilnehmern deutlich, ohne hintergrundbedingte Artefakte gesehen.
Einfach den Avatar schicken
Ein gemeinsamer Hintergrund ist der Schlüssel zur Illusion, dass alle Teilnehmer am gleichen Ort sind. Die Illusion der Anwesenheit funktioniert sogar ohne Videokamera, da man auch einen eigenen Avatar zu einem Meeting schicken kann. Für die Audiofunktionen wurde ein System entwickelt, das die Stimmen von Personen mit ihren Gesichtern verbindet. Wenn jemand spricht, erzeugt die Software einen Stereoklang, um den anderen Teilnehmern ein Gefühl dafür zu geben, aus welcher Richtung - in Bezug auf die Position jedes Teilnehmers in der virtuellen Umgebung - die Stimme kommt. In Zukunft soll diese Software auch von Technikerteams genutzt werden, um gemeinsam CAD-Modelle zu entwerfen. Vielleicht auch mit dem Einsatz haptischer Handschuhe, mit denen man die virtuelle Welt fühlen kann.