Beamter versuchte, Fehler eines Graveurs zu vertuschen
Chiles Notenbankdirektor Gregorio Iniguez ist seinen Job los. Dem Beamten wird vorgeworfen, den Fehler eines seiner Graveure vertuscht zu haben. Der Mitarbeiter hatte im Dezember 2008 bei einer eiligen Reparatur eines beschädigten Abgusses den Namen des Landes "Chiie" statt "Chile" geschrieben.
Bemerkt wurde der Fehler erst, als sich im Oktober 2009 ein Münzsammler bei der Nationalbank meldete. Doch statt eine kostspielige Rückrufaktion zu starten, beschlossen die Vorstände, den Vorfall zu vertuschen. Der Graveur Pedro Urzua Lizana gibt an, ihm sei befohlen worden, niemandem von dem Missgeschick zu erzählen.
Spekulation
Viele Chilenen hoffen jetzt auf ein eine Wertsteigerung der Fehlprägungen und sammeln die Geldstücke. Viel dürfte damit allerdings nicht zu verdienen sein: die 50-Peso-Münze ist umgerechnet 6,8 Cent wert, und in den Lagern der Nationalbank befindet sich noch ein ganzer Posten davon, der nach der Entdeckung des Fehlers produziert, aber nie ausgeliefert wurde. (bed/derStandard.at)