"Donna"

Sammlung Verbund zeigt feministische Kunst in Rom

16. Februar 2010, 13:09

"Feministische Avantgarde der 1970er Jahre" ab Freitag in der nationalen Galerie moderner Kunst

Rom - Die nationale Galerie moderner Kunst in Rom zeigt die Ausstellung "DONNA - Feministische Avantgarde der 1970er Jahre" aus der Sammlung Verbund. Vom 19. Februar bis zum 16. Mai werden rund 200 Arbeiten von 17 internationalen Künstlerinnen präsentiert, darunter Frühwerke von Cindy Sherman, Werke von Hannah Wilke, Eleanor Antin, Ana Mendieta und Francesca Woodman. Österreich ist durch Arbeiten von Birgit Jürgenssen, Renate Bertlmann und VALIE EXPORT vertreten.

Seit ihrer Entstehung im Jahre 2004 befasst sich die Sammlung Verbund mit der feministischen Kunstbewegung der 1970er Jahre. Ihrer Maxime "Tiefe statt Breite" folgend, erwarb die Sammlung in den vergangenen Jahren eine Vielzahl bedeutender Werke zu diesem Thema, die nun erstmals in Italien gezeigt werden.

Die Sammlungsleiterin Gabriele Schor bezeichnet die feministische Kunstbewegung der 1970er Jahre als "Feministische Avantgarde", um ihre historische Vorreiterrolle zu betonen. Wie keine andere Kunstbewegung habe sie die zeitgenössische Kunstproduktion des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts maßgeblich beeinflusst. "Die Ausstellung in Rom hat den Anspruch, die historischen Koordinaten der Feministischen Avantgarde diskursiv zu erweitern und neue Einblicke zu schaffen", so Schor.

Die Schau zeigt einen Einblick in die vielschichtigen Werke von Künstlerinnen, die sich in provozierender, poetischer oder ironischer Weise mit Identitätskonstruktionen auseinandersetzen. Die Arbeiten thematisieren meist den eigenen Körper, die Künstlerin selbst in ihrer Objekt-Subjekt Relation und loten Möglichkeiten selbst gesetzter weiblicher Identitäten aus. (APA)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.