Budget

ORF schrieb 2009 44,5 Millionen Euro Verlust

16. Februar 2010, 18:26

50 Prozent unter Budget, besser als zuletzt befürchtet - Letzte Vorschau der Geschäftsführung erwartete knapp 54 Millionen

Wien - 500.001 Euro mehr, und der scheidende ORF-Stiftungsrat Peter Radel hätte eine neue Flasche guten Rotwein. ORF-Sprecher Pius Strobl wettete, der Küniglberg werde 2009 30 Millionen Minus schreiben, Radel tippte 60. Dienstag berichtete der ORF seinen Stiftungsräten von 44,5 Millionen Euro Minus im Vorjahr.

Der ORF liegt, wie berichtet, besser als seine letzte Prognose von fast 54 Millionen Euro Minus. Er liegt aber 50 Prozent unter seinem Budget für 2009: Der Finanzplan sah 29 Millionen Verlust vor.

Die Werbeeinnahmen brachen dramatischer weg als budgetiert. Stiftungsräte wie Franz Medwenitsch und sein bürgerlicher Fraktionskollege Radel nannten die Annahmen über die Einnahmen schon Ende 2008 zu optimistisch.

So kam es: 263,3 Millionen Euro holte der ORF 2008 aus Werbung, für 2009 budgetierte er 253,4 Millionen. Es wurden 222,8. Dank eines doch etwas besseren Jahresende nicht die zuletzt befürchteten 220,4.

Mehr Gebühren

22,5 Millionen mehr als 2008 holte der ORF aus Gebühren. Sie wurden Mitte 2008 erhöht. Das wirkte sich 2009 über das ganze Jahr aus: 526,4 Millionen Euro. Gesamtumsatz 2009: 869 Millionen nach 884 anno 2008.

Besser als die letzten Befürchtungen fiel das ORF-Ergebnis dank Sparpaket aus: Der ORF kappt laut Deal mit dem Betriebsrat vorerst Pensionszuschüsse; zudem bauten abgehende Mitarbeiter ihre Urlaube und Überstunden ab.

2010 verlangt der Stiftungsrat ein ausgeglichenes Ergebnis auch ohne die versprochenen 50 Gebührenmillionen extra. "Wir sind auf Kurs", zitiert die APA dazu ORF-Chef Alexander Wrabetz. Er hofft rasch auf die 50 Millionen - für heimischen Film, Orchester, mehr Untertitel. Da tobt Konkurrent Markus Breitenecker (ProSiebenSat.1): Wrabetz wolle "mehr als das ATV-Budget, ein Vielfaches jenes von Puls 4" für "öffentlich-rechtliche Kernaufgaben" extra - und verwende die übrigen 530 Gebührenmillionen für Hollywoodfilme und -serien. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 17.2.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 55
1 2
der Xote
00
22.2.2010, 07:43
Eine gerechte Lösung...

...wäre, dass ein von politischen Parteien besetzter ORF auch von den Parteien bezahlt werden sollte! Gebühren abschaffen und die wahren Nutznießer dieser Anstalt zur Kasse zu bitten ist meiner Meinung nach die einzige gerechte Lösung.

Die Zeit ist reif
00
18.2.2010, 18:54
Das Kasperlselbstbedienungstheater geht weiter

http://derstandard.at/126627918... iftungsrat

Elizha
01
17.2.2010, 16:37

Warum ORF überhaupt noch schaun? Wenn man hinschaltet, sieht man sowieso nur Sport und miese Filme... Mir ist klar, dass Olympia interessant und super wichtig ist, aber wie kommen Nicht-Sport-interessierte dazu, den ganzen Tag nur Sport im ORF zu sehen? Tagsüber Schifahren, Olympia und am Abend dann Fußball. Na danke... Mich wunderts nicht, dass die Bildung in Ö zum Teufel geht...

Rob86
00
17.2.2010, 18:05

Dies kann ich so unterschreiben. Und dafür auch noch Gebühren zahlen.

cee lo
02
17.2.2010, 15:34

wrabec kauf alle heinzls diesr welt und du wirst berühmt...

austromir
 
00
17.2.2010, 14:35
Wo ist denn die Meldung vonheute früh geblieben?

Wrabetz hält Laudatio für Heinzl u. Co bei Preisverleihung, nicht aber für Vospernik, Scholl und Orter - es gab schon Postings dazu (auch von mir) - jetzt ist die Story unauffindbar. Oder sind meine Augen schon zu alt? Wenn die Story falsch war, hätte ich auch das gern erfahren.

austromir
 
00
17.2.2010, 17:48
Danke, kann sie aber immer noch nicht finden,

auch wenn ich die Seite chronologisch ordne.

!?!
00
17.2.2010, 16:09
story auffundbar, weiter unten, rechts

crojoe
02
17.2.2010, 14:35
und das ...

... trotz staatlicher Unterstützung und Zwangs-Bezahl-Massnahmen für so ziemlich jeden Haushalt ...

Da kann man sich dann schon ausrechnen wie steil die Kurve zw. Qualität des Fernsehprogramms und den Managergagen eigentlich nach oben gehen muss ...

GUT GEMACHT ORF ... IHR SEID HELDEN!

MFG
Ein "ORF-Gebühren Zahler" aber "nicht ORF-Seher"

L200
01
17.2.2010, 13:36
na zusperren den Laden!

Wen wunderst, bei dem Programm was die bringen!

natoll
00
17.2.2010, 11:12

wär ja ein wunder wenn ein pseudostaatliches, halb- oder vollstaatliches unternehmen jemals ausgeglichen bilanzieren würde.

Hannah870
02
17.2.2010, 10:51

"wir sind auf Kurs". Ja gegen die Wand!

farbwechsel
01
17.2.2010, 10:47

eh ein pappenstiel!
abdrehen den staatsfunkPUNKT

Winter20
04
17.2.2010, 10:16
Totsicheres Konzept für den ORF

Unfähiges Management, konzeptlose Politik und die hemmungslose Selbstbedienung der Parteien finanziert aus Zwangsabgaben sind das totsichere Konzept für das nahende Finale.

Bürger Masta
02
17.2.2010, 09:38

Jedes unabhängige Unternehmen wäre bereits längst in Konkurs.

Tradition
05
16.2.2010, 21:03

Wollte mir soeben Übertragungen von den Olympischen Spielen ansehen:

1. ein Beitrag über die Zusammensetzung von Schnee
2. ein Dominic Heinzl - und:

3. tschühüs!

king of smile
04
17.2.2010, 08:41

das war ja echt abwechslungsreich. ich verweise da gerne auf Montag (Herrenabfahrt):
ORF1 Assinger als Co Kommentator
ORF2 Assinger als Millionenshowmoderator

hubertus hirsch
00
17.2.2010, 00:58

jaja, die zusammensetzung von schnee scheint immer mehr ein kernproblem darzustellen:-)

rudi rednose
17
16.2.2010, 18:32
Ich sehe immer weniger ein, warum man diese "Anstalt"

noch weiterhin mit Gebühren finanzieren soll - das Programm ist so schlecht wie nie. ORF 1 wird als Sport- oder US-Seriensender geführt, ORF 2 bringt seichte Unterhaltung.

Von öffentlichem Auftrag kaum noch etwas wahzunehmen.

Zur Zeit schießen sie ohnehin den Vogel ab - entweder Sport oder sinnlose Faschingssendungen im Hauptabend....

nodiesop
00
16.2.2010, 17:17
fällt da der Heinzl auch noch drunter?

oder war der schon in dem Jahr?

der hat doch auch eine Gage in Millionenhöhe für den Wechsel bekommen...

der ORF sollte sich Ausgabenseitig mal ein bissl bemühen vernünftiger zu agieren...

Keine überbezahlten Anchor-Men, das alleine würde schon einige Millionen bringen...
Wenn dann das Management auch noch ein wenig kürzer treten würde...

LadyDoolittle
41
16.2.2010, 16:16
Ein bißchen mehr Gerechtigkeit bitte!

Ich bin bei Gott kein Freund des ORF. Ich nütze nicht einmal seine "Angebote".

Jedoch sollte eine Beurteilung des Verlustes neutral betrachtet werden. Der ORF hat ein Minus von 44 Mio. eingefahren. Sehr schlecht.

Aber es sollte nicht überehen werden, dass auch die Werbeeinnahmen um 40 Mio. gesunken sind.

Wenn bei allen anderen Unternehmen die Erklärung für Verluste die Wirtschaftskrise ist, so darf dieses Argument hier nicht vergessen werden.

Also: Objektiv bleiben! Trotz des miesen Programms.

Abartig
00
17.2.2010, 06:08

Werte Lady

wäre der ORF nicht zu einem erheblichenTeil nicht durch Zwangsgebühren finanziert, könnte ich Ihrer Meinung etwas abgewinnen.

Ihr Vergleich ist absiluter Schrott.

Die Zeit ist reif
00
16.2.2010, 19:37
Darf ich fragen wie Sie Ihr Haushaltbudget verwalten?

Ich hoffe nicht wie der ORF... mit der Glaskugel....

myschkin
00
16.2.2010, 16:48

Wie wäre es mit Kurzarbeit und Kurzprogramm?

dryeti
02
16.2.2010, 17:43
Es lebe das Testbild

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