Wiener Wirtschaftskammer

Rote befürchten "Wahl­betrug"

Maria Sterkl, 16. Februar 2010, 12:37
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    Bei den HändlerInnen sehen die Schwarzen rot

VP-Wirtschaftsbund kassiere rote Wahlkarten ein, behaupten die Sozialdemokraten - Schwarze: "Verleumdung"

Vor der Wahl ist nach der Wahl: Obwohl die Wirtschaftskammer Wien erst ab 27. Februar zur Urne ruft, überlegen die roten FunktionärInnen bereits jetzt eine Wahlanfechtung: Von "Wählertäuschung" und "Manipulation" seitens des schwarzen Wirtschaftsbundes ist beim Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband (SWV) die Rede.

Wie man "richtig" ankreuzt

Der Vorwurf: "Hohe Funktionäre" des Wirtschaftsbunds seien zu den Betrieben getingelt, um Wahlkarten einzusammeln. "Das sei an sich noch nicht bedenklich", sagt SWV-Präsident Fritz Strobl - vorausgesetzt, die Karten kämen unversehrt in der Wahlstelle an. Und daran hegt Strobl Zweifel: Studierende seien vom Wirtschaftsbund geschult worden, Wahlkarten einzukassieren. Bei der Schulung hätten sie "gelernt, wie eine richtig ausgefüllte Wahlkarte auszusehen hat" - "richtig" im Sinne des Wirtschaftsbundes. Am Wiener Naschmarkt seien schwarze Wahlhelfer mit den Worten "Mich schickt der Akan Keskin (SWV-Kandidat und selbst Naschmarkt-Gastronom, Anm.)" Karten sammeln gegangen. "Es besteht der Verdacht auf organisierten Wahlbetrug in Teilen des Wirtschaftsbundes", sagt Strobl.

Betroffen seien vor allem die umkämpfte Fachgruppen mit überdurchschnittlich hohem roten Anteil. Da bei kleinen Fachgruppen oft wenige Stimmen über ein Mandat entscheiden, sähen sich die Schwarzen zu unlauteren Maßnahmen gezwungen, glaubt Strobl, der von einer "riesigen Sauerei" spricht.

"Schwarze Hasen gibt es überall"

Harte Worte findet auch Johann Lutzmayer, Wirtschaftsbund-Chef im Markthandel: Strobls Vorwürfe seien "eine ausgesprochene Frechheit", so Lutzmayer. "Bei meinen Leuten kommt so etwas nicht vor". "Schwarze Hasen" gebe es zwar überall, von Manipulationen zu sprechen sei dennoch "eine Verleumdung".

Bei den Roten herrscht nun Alarmstimmung. Strobl: "Wir werden uns vorbehalten, die Wahl anzufechten." (derStandard.at, 16.2.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 31
1 2
justiziaistblind
00
21.2.2010, 17:49
WK ist konkursreif

Aus etlichen Gründen gehört die Zwangsmitgliedschaft in
der WK abgeschafft, um diese zu einer Neustrukturierung
zu zwingen. Statt Politsaurier und politischen Liebkindern
sollten fähige Manager den Laden übernehmen.
http://snipurl.com/ugf2a

Paul Dresten
00
19.2.2010, 22:42
Jeder der das "Wahlkartenabholservice" live erlebt hat

bekommt beim Lesen der Kommentare lachkrämpfe!!
Das fällt nicht mal mehr unter lächerlich.

Georg Scholz
00
18.2.2010, 18:24
Das ist unfassbar.

Die Briefwahl sollte bitte wieder abgeschafft werden.

madman
00
17.2.2010, 12:23
bei welcher wahl ist das denn nicht so

wenn man sich jedwedes wahlergebnis, sprich die daraus resultierende politiker, so ansieht, KANN DAS DOCH KEINER BEI VOLLEM BEWUßTSEIN WIRKLICH SO GEWÄHLT UND GEWOLLT HABEN.

madman
00
17.2.2010, 12:29
meinte "die daraus resultierende politik"

Markus1975
00
17.2.2010, 10:16
Kommentar zur Überschrift:

Liebe Politiker: Das befürchten ALLE Wähler, die zur Wahl gegangen sind ... IHR solltet EUCH alle mal, egal welchen Coleurs, überlgen, dass es Millionen ÖSTERREICHERN so geht, wie es momentan den "Roten" in der Wiener Wirtschftskammer geht.

picadilly
01
17.2.2010, 09:47
Kindisch...

Bei Durchsicht der ganzen Postings im Anschluss - kann es sein dass da einige Funktionäre posten und die etwas kindisch sind???
Sollte es bei einer WIRTSCHAFTskammerwahl nicht ein bisserl um die Wirtschaft gehen?
Und wenn jemand eine Wahlkarte bestellt (weil das muss ein Wähler ja schon selber) und diese aufgrund der Aussage "Mich schickt der Akan Keskin" (s. Artikel) irgendjemande, den er nicht kennt, seine Wahlkarte einfach so in die Hand drückt, dann sollte man demjenigen die Gewerbeberechtigung & das Wahlrecht wegen erwiesener Unmündigkeit entziehen!

Bumo1
34
16.2.2010, 19:23
Also ich finde einen Roten Wirtschaftsverband genauso abstrus ...

... wie eine schwarze Gewerkschaft.

Erinnert mich irgendwie an vegetarische Löwen, oder nichtschimmer Goldfische, oder habichtäugige Maulwürfe ...

(Wobei ich da gar nicht so laut reden darf denn ich bin seit vielen jahren Wirtschaftstreibend und habe noch nie in meinem Leben schwarz gewählt)

Ingrid Goeschl1
23
17.2.2010, 10:29
Und ich finde es abstrus, dass ein ÖVP-naher Wirtschaftsbund in einer angeblichen Vorzeigedemokratie

zu solchen Mitteln greift.

Möglich, dass es schwarze Hasen waren, aber ich persönlich würde keine Gruppierung wählen, die mit solchen schwarzen Hasen arbeitet.

Standarddurchschnittsposter
00
17.2.2010, 08:53

Man muss den Gegner unterwandern. Nur bei der SPÖ in der Wirtschafstkammer ist da irgendwas schief gegangen. Die haben den subversiven Unterwanderungsauftrag vergessen.

Gabriel Bulmi
82
16.2.2010, 17:20
Rote überall in der Krise

Die Sozialisten werden auch die WK-Wahl verlieren...eine Pleite jagt die andere...da nützen auch die absurdesten Vorwürfe nichts. Wer ist eigentlich Herr Strobl - ich kenne nur Fritz Strobl und der war mal Skifahrer und nichr roter Bonzenfunktionär mit dem Staub der 70er Jahre am gschmeidigen Sportsakko.

Meine Stimme
26
16.2.2010, 18:10
Anwälte sollen der Wahrheit nachgehen...

Ich glaube BETRUG hat nichts mit fairen Wahlen zu tun. Ausserdem finde ich es beschämend, wenn man so einen Schwachsinn postet und glaubt, wenn man Pauschliert dann interessiert sich kein Bürger mehr für das ursprüngliche Probelm. Ich will das die österreichischen Rechte eingehalten werden. Sie nicht? Ist Ihnen das nicht wichtig?
Und ich fühle mich als Unternehmerin vom Wirtschaftsbund nicht ideal vertreten und finde mich viel eher bei den Roten und Grünen Unternehmervertretern wieder. Und ich bin weder unerfolgreich noch blöd! Tut mir leid.

leaping frog
00
17.2.2010, 13:34
Sie sind eindeutig ein Wahlk(r)ämpfer(i)n !!!

ihr schreibstil und ihre "botschaft" verraten sie.

auch ihr psydo-nick

Pappkamerad00
33
16.2.2010, 17:08
Der Schelm ist wie er denkt

Offenbar kopiert der Wirtschaftbund das System der Roten bei der letzten Wahl und ist damit erfolgreich. Die Sozialisten haben wohl schlechte Umfragewerte, dass sie so nervös schreien. Eine Frage: Welche Unternehmer wählt eigentlich Planwirtschaftler und Enteignungstheoretiker?

0815-Kommentar
10
18.2.2010, 18:45

sind sie sicher, dass sie sich in den letzten 20 jahren mit politik beschäftigt haben? oder wollten sie einfach nur etwas blödsinn beisteuern?

bad user
00
17.2.2010, 00:42
Ein Einzel-Unternehmer, der zum Schein-Unternehmertum mehr oder weniger gezwungen wird?

Alkolix
03
16.2.2010, 18:22

die meisten unternehmer sind nebenbei auch menschen

Die Alternative Wirtschaft
21
16.2.2010, 16:22
Bananenkammer

Auch Die Alternative Wirtschaft hat mehrere Hinweise darüber aus dem nächsten Umfeld erhalten. Zwei Beispiele, wie das abläuft:

"XXX erzählte mir, dass bei ihr im Geschäft jemand aufgetaucht ist mit Wahlzetteln, die sie ausfüllen solle und er würde sie dann in 2 Tagen wieder abholen. XXX ist nicht auf den Mund gefallen und hat gesagt, das tut sie keinesfalls sondern geht in ein Wahllokal."

"Ich habe gestern von YYY erfahren, dass unser Kandidat ZZZ, der eine Wahlkarte angefordert hatte, Besuch bekommen hat von zwei Menschen, die behaupteten von der WK zu sein. Sie wollten ihm beim Ausfüllen helfen und dann die Wahlkarte mitnehmen."

Wir prüfen zur Zeit die rechtliche Bedeutung. Als juristischer Laie erscheinen mir Anzeige und Wahlanfechtung geboten.

Als politisch denkender Mensch habe ich die Assoziation: Bananenkammer

(wj)

Paul Dresten
00
19.2.2010, 22:37
Ist ihnen eigendlich klar, das die von ihnen geschilderte

Geschichte nicht stimmen kann?
Die Wahlzettel werden von der WK mit der Post geschickt, die bringt niemand vorbei.

Die Alternative Wirtschaft
00
20.2.2010, 09:36

"Wahlzettel" ist kein amtlicher Begriff. Wenn er verwendet wird, bedeutet das ein nicht näher definiertes mit der Wahlhandlung zusammenhängendes Formular.

Das kann z.B. der Antrag auf Ausstellung einer Wahlkarte sein, der von einer liebmeinenden helfenden wahlwerbenden Gruppe vorbeigebracht wird, später zur Arbeitserleichterung für das arme Hascherl UnternehmerIn wieder abgeholt und zur WK gebracht wird. Weil wenn die Leut ins nächste Wahllokal gehen wollen statt Wahlkarten zu besitzen - wie sollte man denn dann die Wahlkarten effizienzsteigernd abholen?

Man kann also die beiden Geschichten, wiewohl von unterschiedlichen Personen handelnd, als nacheinander gereihten Ablauf eines Systems der demokratisch zweifelhaften Stimmenmaximierung betrachten.

(wj)

leaping frog
00
17.2.2010, 13:35
bananen schmecken gut!

meineMeinung
00
16.2.2010, 15:34

Warum wundert mich das nicht....

jimmydean
14
16.2.2010, 15:34
keine einzelfälle- besonders arg treibt es der wirtschaftsbund in voralberg und im burgenland

Gegenüber der APA bezeichnete der Vorarlberger Wirtschaftskammer-Präsidenten Manfred Rein die WK-Wahl herabwürdigend als
„politisches Theater“. Andere Kandidaturen als jene der Vorarlberger Einheitsliste seien eine „Themenverfehlung“, da die Vorarlberger UnternehmerInnen gar nicht wählen wollten.
Im Burgenland setzten die Belästigungen durch ÖVP-Wirtschaftsbund-Funktionäre sofort nach Abgabe der Wahlvorschläge bei der Hauptwahlkommission ein.
Grüne KandidatInnen erhielten eindeutige Telefonanrufe und wurden teils sogar in ihren Firmen bzw. Geschäftslokalen aufgesucht. Gedroht wurde mit dem Entzug von Aufträgen und dem Boykott des Geschäftes.

verleih nix
23
16.2.2010, 14:37
sehr lohnend ist auch dieser link - wo bitte ist eigentlich der staatsanwalt? ach so, es geht ja um die övp

http://oevp18.blogspot.com/

oder für den fall dass der parteianwalt die löschung nahelegt, der originaltext:

Sie sind mit dem Ergebnis der Wiener Volksbefragung nicht zufrieden und ärgern sich nicht abgestimmt zu haben? Kein Problem, Sie können Ihre Stimme noch abgeben, denn bis spätestens Samstag, 21. Februar 2010, 14.00 Uhr, müssen die Briefstimmkarten bei der zuständigen Wahlbehörde einlangen! Einfach den Stimmzettel und die Stimmkarte ausfüllen, bei Datumsangabe einfach 11. oder 12. Februar angeben und bis spätestens Donnerstag, 19. Februar, zur Post bringen. So einfach ist Demokratie… ähmmm "demokratischer Zentralismus" (© Hans Winkler).

totila39
01
17.2.2010, 10:41

Dieser Bezirksrat betreibt hier offen Amtsmissbrauch, aber ich kenn den eh persönlich. Der Typ ist vollkommen durchgeknallt und hält sich für so eine Art Superbezirksrat. Ohne ihn würde Währing völlig herunterkommen.

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