Faymann: Assistenzeinsatz bleibt

16. Februar 2010, 13:18
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    Innenministerin Maria Fekter will den Assistenzeinsatz nicht frühzeitig beenden, im Herbst aber neu diskutieren.

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    Für Bundeskanzler Werner Faymann steht fest: Der Assistenzeinsatz ist "eine richtige Entscheidung".

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    Radeln für das "subjektive Sicherheitsgefühl" - Soldaten im Burgenland.

Bundeskanzler schließt eine Fortführung für weitere Jahre nicht aus - Fekter möchte Einsatz im Herbst neu diskutieren - Opposition will Sicherheitsrat einberufen

Wien - Bundeskanzler Werner Faymann beharrt auf den Assistenzeinsatz im Burgenland. So erklärte er im Pressefoyer nach dem Ministerrat, er stehe trotz der jüngsten Kritik zum Assistenzeinsatz: Man habe dessen Fortführung beschlossen, weil die Polizei nicht so viel Personal habe, wie es sich die Bevölkerung erwarte. Der Assistenzeinsatz sei "eine richtige Entscheidung", dessen Fortführung in den kommenden Jahren nicht ausgeschlossen.

Es gehe ihm sowohl um das objektive als auch um das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung, erklärte der Bundeskanzler. Die fehlenden Polizeibeamten könne keiner aus den Boden stampfen, und man wolle die Bevölkerung nicht verunsichern. Deshalb halte man an den entsprechenden Beschlüssen fest.

Fekter: Einsatz neu diskutieren

Auch Innenministerin Maria Fekter steht trotz der jüngsten Kritik am Assistenzeinsatz des Bundesheers - etwa von der EU-Kommission - zu der entsprechenden Verordnung. Diese sei ohnehin bis Jahresende befristet und werde im Herbst neu diskutiert, sagte sie am Dienstag vor dem Ministerrat. Fekters Parteikollege Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka betonte abermals, dass der Assistenzeinsatz in seiner derzeitigen Form nicht zu rechtfertigen sei. Das sagte er kürzlich auch im Interview mit derStandard.at.

Im Vorjahr habe man den Assistenzeinsatz intensiv evaluiert, verwies Fekter etwa auf eine Befragung der Bevölkerung, die eine enorm hohe Akzeptanz des Assistenzeinsatzes gezeigt habe. Wenn der Bundeskanzler, der Verteidigungsminister und beide Landeshauptleute für den Assistenzeinsatz seien, "also dann bin ich nicht Jeanne d'Arc".

Opposition will Sicherheitsrat einberufen

Die Opposition verlangte am Dienstag angesichts "der größten Krise des Bundesheeres seit seiner Gründung" die Einberufung des nationalen Sicherheitsrates bzw. eine Sondersitzung des Landesverteidigungsausschusses. Ausschuss-Vorsitzender Peter Fichtenbauer (FP) erklärte sich dazu bereit. Er zeigte sich allerdings skeptisch, ob ein Termin vor der vorgesehenen Sitzung am 18. März mit Verteidigungsminister Norbert Darabos zustande kommen kann.

Grünen-Sicherheitssprecher Peter Pilz forderte von Darabos Aufklärung über den "Schrottplatz Bundesheer". "Wie gedenkt der Minister damit umzugehen, dass es nur fünf einsatzfähige Eurofighter gibt und auch andere Systeme baufällig sind", so Pilz in Anspielung auf Berichte, wonach Panzer nur eingeschränkt einsatzfähig sind und zehn der 15 Abfangjäger hauptsächlich am Boden stehen und als eine Art Ersatzteillager dienen. Er verlange darüber hinaus ein Ende des "verfassungswidrigen" Assistenzeinsatzes.

Das BZÖ sprach sich bei einer Pressekonferenz für die Einberufung des nationalen Sicherheitsrates aus. Darabos soll dabei einen klaren Bericht über den wahren Zustand des Bundesheeres liefern, so Klubobmann-Stellvertreter Herbert Scheibner. (APA/red)

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gerry73
00
21.2.2010, 12:18
Rechtsansicht

Tolle Rechtsansicht hat Herr Darabos zum Thema Assistenzeinsatz. Er behauptet er sei verfassungskonform, weil es noch nie jemand beim Verfassungsgerichtshof beeinsprucht hat. Mal abgesehen, dass das rechtsphilosophisch ein sehr merkwürdiger Schluss ist, würde das konkret bedeuten: Ein 18jähriger soll die Bundesregierung klagen, wobei eine solche Klage ihm selber gar nicht mehr helfen würde. Jugendliche haben keine Lobby! Ich schlage vor Herr Darabos liest einmal in einer Pressekonferenz den Verfassungsartikel vor. Aber bitte wortwörtlich, nicht politisch verdreht. Die Zufriedenheit der burgenländischen Bevölkerung ist nicht maßgeblich für die Rechtmäßigkeit des Assistenzeinsatzes, sonst wäre Österreich kein Rechtsstaat.

more more
00
17.2.2010, 11:38

Da man immer hört, man könnte doch die Armeen Europas zusammenlegen.
Dies wird nicht so bald möglich sein.
Aber eine gemeinsame EU-Polizei, ein europäischer Innenminister, das wäre wirklich einmal eine sinnvolle Sache.
Genauso wie die Landesverteidigung nicht Sache der Polizei ist, ist die Verbrechensbekämpfung nicht Heeresaufgabe.
Aber da der Assistenzeinsatz vom Oberbefehlshaber Dichand befohlen ist, wird man ihn wohl fortsetzen müssen.

Sumergo Cogito
00
17.2.2010, 11:24
Ich habe einen Traum;

Schaffung eines Berufsheeres, wo die Neuankömmlinge ähnlich gut versorgt sind und dermaßen behaglich wohnen können, wie heute schon so mancher Häftling, Asylwerber oder sogar Tiere in neuzeitlicher Viehzucht. Denn was in vielen Bereichen unseren heutigen Rekruten (auch: GrundwehrDIENER) zugemutet wird, macht sprachlos. Es beginnt bei den desolaten Kasernen, spannt sich über die ANWESNHEITSPFLICHT und endet an der Grenze; wahrlich eine Grenzerfahrung für Jungmänner

Klaus HENNING
02
16.2.2010, 23:16
Mitposter, Freunde, Opas, hört michan!

Wer Enkel hat, bereite sich, sie jetzo zu vergessen ... wer das nicht kennt, auch wurscht. Also mein Enkel war im Grenzeinsatz, und da hab ich ihn besucht. Er hat mir die Hüttln gezeigt, in denen sie sich im Winter wärmen dürfen, wenn sie nächstens draußen sind. Erwischen tun's eh kaum einen.
Aaaber: Diese Hüttln sind nur Bretterverschläge von etwa zwei Quadratmeter oder a bissl weniger. A winzigs Öferl, Brennmaterial null. (müssn's selber mitbringen.)
Ich hab das alles gesehen!! Und sowas wie ein Herr Darabos, der war angeblich auch dort, aber das hat man ihm nicht gezeigt, oder wie? Vielleicht hat er auch nicht gefragt. Aber ICH habs gesehen....
Schluss, Schluss. So nicht, Herr Darabos!

neuer weg
00
17.2.2010, 11:42

der Herr Darabos war beim Zivildienst. Wenn er jetzt die Grenze besichtigt, kann er sich offensichtlich wenig drunter vorstellen.
es ist halt auch so, wenn man tagsüber sich kurz was anschaut - hat das nicht die Qualität dies stundenlang, abends usw. zu erleben.

Anders wäre es wenn Darabos sich in die Lage der Präsenzdiener hineinversetzen könnte.

MIr ist im Prinzip egal, ob ein Minister "vom Fach" ist oder nicht - Hauptsache er macht sein Aufgabengebiet gut.
Wenn aber ein ehemaliger Zivildiener andauernd den sinnlosen(mittlerweile erwiesen) Assistenzeinsatz schönredet, dann kann ich hier nicht mehr mit.

Und der do*fe Kanzler macht just einen Tag, nachde die EU-Kommission den öst. Ass.einsatz kritisiert eine Mauer für den Ass.

Eine Kreatur
02
17.2.2010, 09:25
hart ist das soldatInnenleben ..

zäh wie leder, hart wie kruppstahl .. ahh .. hoppla .. das war die andere politische fraktion .. ich nehme an, dorthin ist der faymann bereits dessertiert ..

darabos tut nur eines - seine politische klientel im öbh befriedigen und deren macht-, einfluß- und sonstigen positionen absichern .. die würden ihre existenzberechtigung verlieren, wenn sie nicht dauernd irgendwas "wichtiges" zu tun hätten ..

und welche arbeitnehmerInnen fordern schon die demontage ihrer eigenen arbeitsplätze?
österreich bräuchte kein heer .. nur eine dauernd einsatzbereite zivilschutztruppe und eine bescheidene aber feine militärische einheit für die ausbildung für uno-einsätze ..

Thomas Jackson
04
16.2.2010, 19:43

Mein subjektives Sicherheitsgefühl ist erst dann befriedigt wenn sich Herr Faymann beurlauben lässt um mich rund um die Uhr in angemessener persönlicher Entfernung vor quakenden Enten beschützt.

Meuterei auf der Boeing
00
16.2.2010, 19:34

Wäre die Mitzi vom Schotter in der Tat die Palingenese der Hanni von Orléans, würde sie zu guter Letzt für soziale Wärme sorgen.

Jaromir Edler von Eynhuf
06
16.2.2010, 19:04
Langsam komm'ma druff,

was Wir am Gusi hatten.

Christian S
00
16.2.2010, 21:36
Seit Sinowatz kann ich mich sehr gut

an alle SPÖ-Kanzler erinnern.

Fred wurde wegen seines Aussehens, vor allem seinem Rüssel verspottet und z.B mit Nilpferden verglichen.

Dann kam Franz. Über den wurde furchtbar gelästert. Der redet so akademisch, seine Frau geht dauernd Golfspielen usw.

Es folgte Viktor. Bei dem störte sein proletoider Schwechater Dialekt, nachdem der Franz noch allen viel zu akademisch war. Wurde vernichtend abgewählt.

Nun kam Alfred. Diesmal passte das Aussehen nicht so richtig. Keine Socken, er ist häßlich, unappetiltlich usw.

Na, und jetzt haben wir Werner. Und man sieht ja, was so alles Geschrieben wird.

Zufrieden sind die Leute eh nie. Also ist es wirklich egal, wer Kanzler wird.

neuer weg
00
17.2.2010, 14:04
seh ich anders

Kreisky war damals ein guter Kanzler - Sinowatz - intelligent, aber zum Teil doch ungeschickt.

Vranitzky hatte das damals riesige Verstaatlichten Problem am Hals, Begann zT erfolgreich Privatisierungen und führte gemeinsam mit Mock Österreich in die EG/EU. Der Pensionistenbrief war nix.

Euroteam-Klima war eine Null, hinter seinem Zahnpastalächeln verbarg sich nicht viel.

Gusenbauer brachte der Spö wieder den 1. Platz, reduzierte Parteischulden, sprach oft die Wahrheit an (sehr zum Unwillen vieler seiner Kollegen) war auch viel intelligenter, als es die Öffentlichkeit wahrhaben wollte - fazit guter Obmann leider verkannt und von Schüssel sabotiert.

Faymann - der schwächste Spö-Kanzler ever.
weder intelligent, noch politisch geschickt.

Eine Kreatur
01
17.2.2010, 09:36
der unterschied zwischen ..

äußerlichkeiten und politischer meinung sind ihnen wohl unbekannt ..

hier geht es um inhalte und nicht um die wahl von "austrias next topmodel" oder eine andere beknackte castingshow

haltaus
00
17.2.2010, 10:39
..fast, besser waere: "austrias next bundeskanzler"

wuerde zumindest die orf-subventionen halbwegs rechtfertigen.

schlitzohrlinski
04
17.2.2010, 00:39
Also zum Lästern findet der Österreicher immer was,

trotzdem ist Faymann die "hohlste Nuss" seit ich denken kann.

Ok Kreisky da war ich noch zu jung, aber zumindest als "elder statesman" hab ich ihn mitbekommen - brauchen wir nicht weiterreden.

Sinowatz: An sich intelligent, aber zu 100% parteiloyal und einer der Verursacher der Waldheim-Geschichte; neben dem Verhalten von Waldheim - Stichwort "mein Pferd war dort, aber ich nicht.

Vranitzky: Hochintelligent und kultiviert; hat die SPÖ und vor allem die Gewerkschaft auf EG-Kurs, so hieß die damals noch - eine epochale Leistung.

Klima: Die "Grinsekatze" der SPÖ und der erste Versuch nur auf die Oberfläche zu achten - Form bestimmte den Inhalt, inkl. der leidigen "Spin-Doktoren".

Gusenbauer: Intelligenter und kein Vergleich zu Faymann!

Bernhard Stocker
123
16.2.2010, 18:34
Ich finde es geradezu beschämend,

wie Faymann in diesem Forum jetzt verspottet und verächtlich gemacht wird. Ihn nur wegen seiner geistigen Behinderung gering zu schätzen oder gar seinen Rücktritt zu fordern würde einer diskriminierenden und menschenverachtenden Geisteshaltung entsprechen, die an böse Zeiten erinnert und die wir in einer fortschrittlichen Gesellschaft längst überwunden haben sollten.
Es sollte uns vielmehr stolz machen, daß in Österreich die Integrationsquote auch in hohen Regierungsämtern wirklich sehr ansehnlich ist!

schlitzohrlinski
02
16.2.2010, 20:38
Geniales Posting! ;-))

victor lazlo
02
16.2.2010, 18:33
Das "subjektive Sicherheitsgefühl"

ist ein Fall für die Psychotherapie.

First of the Few
01
17.2.2010, 10:11
Es iss olles subjektiv...

Bzw. wird nur mehr das "Subjektive" als Götze angestarrt, bei der SPÖ sogar mit erwartungsvoll offenem Mund...

Ich fühle seit heute morgen ein subjektives Armutsgefühl, wird mir nun von irgendeinem Kanzlerschatzmeister laufend Geld überwiesen? (Woher ers nimmt iss mir subjektiv wurrscht...)

Bitte, warum habe ich das subjektive Sicherheitsgefühl z.B. oberhalb überhaupt nicht, wenn da der Verzweiflungsminister nur 15 teilleistungsschwache Jets z'sammgepfuscht hat?

Oder: Warum habe ich das subjektive Gefühl dass in den tiefergelegten großen BMW lauter stoppelbärtige Murln drinsitzen, die diesen unmöglich durch Erwerbsarbeit erstanden haben können?

Ist subjektiv doch unmöglich, Darabosch, Faymann oder Häupl wieder zu wählen, oder?

S Bahn Surfer
01
16.2.2010, 18:31

Meinem subjektiven Sicherheitsgefühl, und das geht sicher vielen so, würde genüge getan, wenn ich mit einem Privatjet in den Urlaub fliegen könnte und nicht mit potentiellen Terroristen im Flieger sitzen müsste. Wir dürfen also bitten Herr Bundeskanzler.

First of the Few
00
17.2.2010, 10:35
Jets? Leider Fehlanzeige...

Der Kanzler kann Dir keinen Business-Jet anbieten, weil Österreich sowas schlicht net haben derf. Immer wenn das jemand versucht hat, wenigst einen Regierungsflieger anzuschaffen, hat das die KRONE sofort mit einer "Bonzenflieger"-Schlagzeile ab'dreht... Deshalb darf der Faymann das garnicht wollen dürfen... Bei allen Gipfeltreffen kann man die tollsten Flieger der ärmsten Länder sehen, aber wir mieten lieber laufend bei Bedarf bei diversen G'stopften Biz-Jet Besitzern an, zuletzt jettete Faymann ja mit der Baroness Ashton per Luxus-Jet zum Opernball an, 'mer habn's ja. Der muss sich wirklich denken "Bist deppat, I hab Amerika entdeckt. Bitte lass des bis 2013 andauern..." Alles andre iss ihm wahrscheinlich 'subjektiv' wurrscht...

Nick Not
01
16.2.2010, 18:26

"objektive als auch um das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung"

Wie wird den ein Sicherheitsgefühl überhaupt objektiv bewertet? Aber abgesehen davon, haben sich irgendwelche Zahlen die mit Sicherheit in Zusammenhang stehen signifikant verbessert seitdem Assistenzeinsatz?

Das dritte Foto erinnert mich an:
http://www.youtube.com/watch?v=flplbdNvonA

Eine Kreatur
00
17.2.2010, 09:40
es gibt gar keine objektiven gefühle ..

da gefühle immer subjektiv sind und vom einzelnen individuum abhängen .. das hat der faymann noch nicht kapiert - eigentlich ein jammer, dass solche gestalten überhaupt in mittlere oder höhere führungspositionen kommen ..

aber in österreich herrscht das peter-prinzip .. und die guten laufen nicht selten weg und werden dann im ausland "exzellent", um auch diesen gerne von hirnverbrannten verwendeten begriff zu verheizen ;-) ..

dreamgirl1964
00
16.2.2010, 18:22
Jammert nicht..

jedes Volk hat die Politiker, die es verdient.
Außerdem war der Intelektuelle ja auch nicht erwünscht, also..:)

defjak
02
16.2.2010, 18:16
was für ein foto

die wahrscheinlich ansgsoffnen wehrdiener haben eine grössere intelligenzaura als der werner.

macmel
01
16.2.2010, 17:54

Der Typ kann einem eigentlich nur mehr leid tun in seiner ganzen Hilflosigkeit.

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