Britischer Geheimdienst: Saddam bei Angriff knapp verfehlt

9. April 2003, 11:32
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"Times": Hussein habe vermutlich kurz zuvor den Ort verlassen, möglicherweise durch einen Tunnel oder mit einem Auto

London - Iraks Präsident Saddam Hussein hat nach Angaben aus britischen Geheimdienstkreisen einen gezielten Bombenangriff am Montag wahrscheinlich überlebt.

"Wir glauben, dass wir ihn knapp verfehlt haben", zitierte die britische Zeitung "Daily Telegraph" am Mittwoch die Kreise. "Er war wahrscheinlich nicht in dem Gebäude, als es bombardiert wurde", hieß es im "Guardian" ebenfalls unter Berufung auf Geheimdienstkreise. Die "Times" berichtete unter Angabe einer ähnlichen Quelle, Saddam habe vermutlich kurz zuvor den Ort verlassen, möglicherweise durch einen Tunnel oder mit einem Auto. Das britische Verteidigungsministerium nahm zu den Berichten nicht Stellung.

Am Montag hatte die US-Luftwaffe nach eigenen Angaben vier Bomben auf ein Gebäude in einem Wohngebiet im Westen der Stadt abgeworfen, wo nach Geheimdienstinformationen ein Treffen von Saddam und seinen beiden Söhnen Kusai und Udai stattgefunden haben soll. Augenzeugen hatten von mindestens neun getöteten Irakern berichtet. Bereits zu Beginn des Kriegs am 20. März hatten die Kriegsverbündeten versucht, Saddam mit einem gezielten Bombardement zu töten. Seitdem wurde spekuliert, ob er noch am Leben sei.(Reuters)

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    US-Soldaten posieren vor einem Gemälde Husseins.

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