U4-Komplex Meidling bleibt Garage

8. April 2003, 20:24
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Sanierung beginnt im Mai - FP für Theater und Jugendtreff

Wien - Ab Mai wird bei der U-Bahn-Station Meidling gebaut. Es werden an dem Büro-und Garagenkomplex am Wienfluss "keine großartigen Verschönerungen" vorgenommen, erklärt SP-Bezirksvorsteherin Gabriele Votava. Will heißen, es kommen dort keine Hochhaustürme als architektonische Blickfänge hin.

Vielmehr soll der Verkehrsknotenpunkt attraktiver werden. Die eine Seite des wuchtigen Baus wurde bereits saniert. Nun wird zum benachbarten Gebäude im Zuge der Sanierung ein Steg für Fußgeher errichtet. Kioske und Geschäfte für die Nahversorgung kommen ins Erdgeschoß.

FP will Attraktivierung der Straße

Gegenüber ist ein weiteres Gebäude, in dem ein großer Elektromarkt sein Geschäft hat. Für dieses Haus hat der Bezirk vorerst eine Bausperre verhängt, damit man sich die Mitsprache bei der Neugestaltung sichere, erklärt Votava. Dem Vernehmen nach habe ein Konsortium nun das Grundstück erworben.

Positive Auswirkungen durch mehr Besucher für die Meidlinger Hauptstraße erwartet die Bezirksvorsteherin durch diese Baumaßnahmen nicht. Die Meidlinger Hauptstraße sei eine eigenständige Einkaufsstraße. Auf die Attraktivierung der Straße pocht aber Herbert Madejski, FP-Gemeinderat, dessen Gattin Ingrid im 12. Bezirk stellvertretende Bezirksvorsteherin ist.

Turm als Blickfang

Die Freiheitlichen haben für den wenig attraktiven Ort andere Pläne: Sie wollen in dem Komplex zwischen Wienfluss und Schönbrunner Schlossstraße ein kleines Theater, eine Galerie, Büros und Gastronomie unterbringen, dafür einen Turm als Blickfang errichten. Über eine unterirdische Passage sollen Fußgänger zur Meidlinger Hauptstraße gelangen können. Vor allem junges Publikum soll angesprochen werden, das sich schon jetzt in der Disco U4 trifft.

Neue Büros zu errichten sei nicht sinnvoll, meint man in der FP. Für die Umsetzung des Planes könnte eine Marketinggesellschaft gegründet werden. Ein Projekt, zu dem SP-Vorsteherin Votava meint: "Davon weiß ich nichts. Nur, dass ein Architekt was entwickelt hat." (aw/DER STANDARD, Printausgabe, 9.4.2003)

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