Chaotische Zustände und Plünderungen in Basra

9. April 2003, 08:25
21 Postings

Britische Armee versucht dennoch Trinkwasser zu verteilen - Briten haben sich offenbar auf Bürgermeister für Basra festgelegt

Kuwait-Stadt - Ungeachtet massiver Plünderungen versuchten die britischen Soldaten am Dienstag, die Menschen in der südirakischen Stadt Basra mit Wasser zu versorgen. Auf den Straßen der zweitgrößten Stadt des Landes herrschte auch am Tag nach dem Einmarsch der Streitkräfte ins Stadtzentrum das Chaos. Junge Männer fuhren mit Last- und Pritschenwagen, Motor- und Fahrrädern durch die Gassen und plünderten alles, was ihnen in die Hände fiel. Das Sheraton-Hotel, aus dem am Montag sogar ein Klavier geraubt wurde, wurde von Panzern bewacht.

Die Briten fuhren unterdessen mit zehn Tankwägen in die Stadt und verteilten Trinkwasser. Die Tanks haben ein Fassungsvermögen von jeweils 20.000 Liter.

Nach der Einnahme von Basra haben die britischen Streitkräfte am Dienstag damit begonnen, dort eine Verwaltung einzurichten. Ein aus der Region stammender Scheich ist laut einem britischen Militärsprecher gebeten worden, ein Verwaltungskomitee zu ernennen.

Der erste "Nachkriegsbürgermeister" von Basra sei kein Exiliraker, erklärte der Sprecher, ohne näher auf die Identität des Mannes einzugehen. Er sei glaubwürdig und habe die notwendige Autorität, insbesondere bei den örtlichen Stammesführern.(APA/AP)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Plünderungen in Basra.

Share if you care.