Masken gegen Viren stark nachgefragt

8. April 2003, 19:18
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Schild "Neu eingetroffen: Anti-Viren-Masken" in der Auslage des Sanitätsgeschäfts Bständig ist schon wieder entfernt

Wien - "Wir sind ausverkauft." Das kleine Schild "Neu eingetroffen: Anti-Viren-Masken" in der Auslage des Sanitätsgeschäfts Bständig in der Wiener Innenstadt ist schon wieder entfernt worden - nach nur einem Tag. Man habe binnen kürzester Zeit 70 Stück der Masken verkauft. In keiner Bständig-Filiale gebe es mehr Masken zu kaufen und der Lieferant könne erst in einer Woche wieder liefern.

Seit Sars (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom) als Bedrohung im Bewusstsein von Urlaubern und Geschäftsreisenden verankert ist, wurden Virusmasken ein begehrter Sicherheitsartikel im Reisegepäck. "Das glaube ich, dass sie keine Maske mehr bekommen, die sind der große Renner", reagiert man bei 3M in Perchtoldsdorf, auf den Versuch des STANDARD, eine Schutzmaske zu erstehen. Da man in Österreich kein Lager habe, dauere der Nachschub aus Deutschland oder Italien. Es gebe aber Geschäfte, die noch Masken auf Lager hätten.

Auch Masken aus Baumärkten tauglich

Bei der Firma Trenka in Wien-Floridsdorf hat man noch 20.000 Stück. Man bekomme aber viele Bestellungen von Großfirmen, wie dem Flughafen Wien-Schwechat, die ihre Mitarbeiter ausstatten. Kosten: rund 2,60 Euro pro Stück.

Für den Schutz vor dem Sars-Virus, erklärt man bei 3M, sei eine "flüssigkeitsresistente Atemschutzmaske der Schutzstufe drei" geeignet; am besten mit Ausatemventil. Ein anderer Händler erklärt, dass auch Schutzmasken, die in Baumärkten verkauft werden, tauglich seien. (aw/DER STANDARD, Printausgabe, 9.4.2003)

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