Gesund sanieren

Martin Putschögl, 15. Februar 2010, 17:35

Die Förderung thermischer Sanierungen ist ein besseres Geschäft als das Bankenpaket - Ein Komment@r

Er kenne den Unterschied zwischen Ausgaben und Investitionen sehr gut, stellte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl klar. Deswegen sei es für ihn unverständlich, warum Finanzminister Pröll nicht schon längst die Fortsetzung des "Sanierungsschecks" aus dem Vorjahr in die Wege geleitet hat. Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Aktion zur Förderung thermischer Sanierungen ein Bombenerfolg war, auch und gerade für Pröll selbst in seiner Eigenschaft als oberster Säckelwart der Republik.

100 Millionen Euro, die gar nicht zur Gänze abgerufen wurden, lösten ein Investitionsvolumen von 485 Millionen aus. Das ist ein gutes Geschäft für den Finanzminister, weil sich diese Investition schon allein mit zurückfließenden Umsatz- und Lohnsteuern mehr als amortisiert. Die Häuslbauer können durch die Sanierungsmaßnahmen bis zu 80 Prozent an Energiekosten sparen - wodurch sie mehr Geld für Konsumausgaben zur Verfügung haben; der private Konsum war zuletzt die Konjunkturstütze Nummer eins. Zudem können schon durch die Maßnahmen der bisherigen Aktion jährlich 34.000 Tonnen an CO2 eingespart werden, wodurch die anvisierten Klimaschutzziele leichter erreicht werden können und sich die Strafzahlungen Österreichs reduzieren.

Als es darum ging, die österreichischen Banken vor den Auswirkungen der Finanzmarktkrise zu beschützen, wurden binnen kürzester Zeit 15 Milliarden Euro an Partizipationskapital bereitgestellt, weitere 85 Milliarden für Haftungen. Fast alle Großbanken haben sich bedient, dass der Staat aber dafür auch Zinsen sieht, ist zumindest in zwei Fällen alles andere als sicher. Demgegenüber ist die Sanierungsförderung eine vierfache Win-Situation für den Finanzminister, sozusagen das Sparbuch unter den Staatsausgaben. Oder, um mit Leitl zu sprechen: der Staats-Investitionen. Pröll kann das nicht länger ignorieren. (Martin Putschögl, derStandard.at, 15.2.2010)

helmut wiesel
00
17.2.2010, 09:55
Die Häuslbauer können durch die Sanierungsmaßnahmen bis zu 80 Prozent an Energiekosten sparen - wodurch sie mehr Geld für Konsumausgaben zur Verfügung haben....

ja genau. weil die Sanierungsmaßnahme ja nix kostet.
so ein Schwachsinn.
Hauptsächlich verdienen die Banken. wieviele von den kleinen Häuslbauern haben schon das Geld auf der Seite um eine umfassende Sanierung vorab aus eigener Tasche zu bezahlen?
Die Mär die verbreitet wird ist: ein bissl dämmen und das Heizen is gratis.
Komisch, warum gerade die Banken zur Zeit massivst Geld in Werbungen dieser Art stecken.

worry1
08
15.2.2010, 18:46
Die ÖVP vertritt nur die wirklich Reichen im Land

Und die Manager der Energieproduzenten wollen, daß die Leute von ihrer Energielieferung abhängig sind - also nichts mit sanieren und Sonnen- sowie Windenergie für kleine Leute.
Und bei der Sanierung würden viele Arbeitsplätze geschaffen, die nicht einfach von Kindern in Indien gemacht werden kann - daher weniger Gewinn und weiters hätten wir weniger Arbeitslose und das würde das Lohndumping weniger leicht machen - kein Reicher mag das.
Und der Effekt auf die Umwelt ist denen auch sche** egal. Also wer wundert sich da noch bei unserer antichristlich asozialen Partei?

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00
18.2.2010, 03:58


zeiten werden sich ändern

'Jedem sein eigenes Kraftwerk. In zehn Jahren könnte diese noch utopisch anmutende Forderung Realität sein, zumindest bei Neubauten. Laut einer Richtlinie der EU-Kommission vom Dezember 2009 sollen ab 2020 alle privaten Neubauten "Nahezu-Null-Energiehäuser" sein. Für öffentliche Gebäude soll das ab 2018 gelten.'

http://derstandard.at/126627909... Zimmer-Bad

Martha B.
00
19.2.2010, 13:36
Gibt es schon. Nennt sich Brennstoffzelle

und erzeugt aus Wasserstoff Wärme und Strom zu etwa gleichen Teilen. Hätte jedes Haus in Wien eine Brennstoffzelle und würde über das Gasnetz Wasserstoff geliefert werden (ist technisch kein Problem), würde das das AUS für Wienenergie bedeuten ...
Na, und da sollen Politiker noch weiterdenken?

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01
20.2.2010, 20:35


und wie wird waserstoff erzeugt?

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