Stadtverkehr

Auto-Tester fuhren gerne mit Elektroantrieb

15. Februar 2010, 16:05
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    foto: reuters/fabrizio bensch

    Stoßzeit auf der Straße des 17. Juni in Berlin. Bei einem Test in der deutschen Bundeshauptstadt waren 40 FahrenInnen mit ihren Elektrofahrzeugen großteils durchaus zufrieden.

40 Probanden nutzten für sechs Monate E-Fahrzeuge im Berliner Stadtverkehr und hatten nur wenig zu bemängeln

Ob sich Fahrer von Elektroautos im Alltag anders als Nutzer von Benziner- oder Dieselfahrzeugen verhalten, wollen Wissenschafter von TU Chemnitz im einem aktuellen Projekt herausfinden. Die erste Testphase, in der 40 Probanden für sechs Monate E-Fahrzeuge im Berliner Stadtverkehr nutzten, ist nun abgeschlossen. Mit Befragungen und Messungen aus Datenloggern sowie Einträgen aus Lade- und Wegetagebüchern haben die TU-Wissenschaftler und ihre Projektpartner objektiv messbare Werte wie Nutzungs- und Ladedauer gesammelt, aber auch subjektive Daten wie die Erwartungen der Nutzer. Jeden Fahrtweg, jede Ruhe- und Ladephase haben sie erfasst und ausgewertet.

Für die Teilnahme an der Studie bewarben sich mehrheitlich Männer mittleren Alters, die sehr gut ausgebildet sind und überdurchschnittlich gut verdienen. Diese Merkmale haben die Wissenschaftler bei der Auswahl der Probanden berücksichtigt: Die Gruppe bestand überwiegend aus Männern mit einem Durchschnittsalter von 48 Jahren. Die meisten von ihnen leben in einem Zweipersonenhaushalt und liegen bei Bildung und Verdienst über dem Durchschnitt.

"Die meisten Bewerber wollten durch die Teilnahme an der Studie Erfahrungen mit einer neuen, nachhaltigen und sauberen Technologie sammeln, einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und unabhängiger von Erdöl werden", sagt Josef Krems, Inhaber der Professur Allgemeine und Arbeitspsychologie. Fast alle gingen davon aus, dass das Elektrofahrzeug ihre täglichen Mobilitätsbedürfnisse erfüllen könnte; die größte erwartete Einschränkung war die begrenzte Reichweite des Fahrzeuges. Bereits nach drei Monaten und damit der Hälfte der Testphase, zeichnete sich aber ab, dass mehr als 90 Prozent der Testpersonen die Reichweite von durchschnittlich 150 Kilometern ausreichend fanden.

Zu wenig Stau- und Passagierraum

Zwei Drittel der Nutzer fühlten sich mit dem Gefährt genauso flexibel wie mit einem herkömmlichen Fahrzeug. Lediglich 14 Prozent der geplanten Fahrten konnten die Studienteilnehmer nicht antreten. In 54 Prozent dieser Fälle war der vorhandene Stauraum zu gering, denn dieser wird bei dem Zur Verfügung gestellten Mini E von der 260 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Batterie stark beansprucht.

28 Prozent der Fahrten, die nicht durchgeführt werden konnten, scheiterten an der eingeschränkten Passagieranzahl, in 14 Prozent der Fälle war die Reichweite des Fahrzeuges entscheidend und lediglich vier Prozent konnten nicht angetreten werden, weil die Batterie nicht ausreichend geladen war. "Die Ergebnisse zeigen, dass die Fahrer des MINI E sich keineswegs eingeschränkt sondern ganz normal verhalten haben", sagt Krems.

Als angenehm empfanden die Probanden die Geräuschlosigkeit des Elektromobils. Hatte 55 Prozent der Nutzer anfangs Probleme aufgrund der fehlenden Geräuschkulisse befürchtet, berichteten 94 Prozent, dass solche Schwierigkeiten kaum auftraten. Im Februar 2010 läuft in Berlin die zweite Testphase an, an der nochmals 40 private Nutzer teilnehmen. Das Projekt der BMW Group und von Vattenfall Europe wird für zwei Jahre vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. (red)

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20 Postings
2feet2go
00
18.2.2010, 00:12

Elektroautos sind sicherlich etwas Postives, ich frage mich aber wie 'grün' diese Art der Fortbewegung wirklich ist,
Woher kriegt das E-Auto seinen Strom?
Wenn jetzt weniger Benziner auf den Straßen sind schøn und gut, aber wenn der Mehrbedarf an elektrischer Energie dann mit e.g. mit Kohlekraftwerken gedeckt wird dann ist das wieder mal 'Aus den Augen aus dem Sinn'.
Ernst gemeinte Frage!

Mulla Nasrudin
00
19.2.2010, 14:21

Strom ist nur ein Energieüberträger. Wo die Primärenergie herkommt, ist zunächst sekundär.
Selbst wenn sämtliche Primärenergie aus fossilen Brennstoffen käme, wäre dies gegenüber den derzeitigen Zustand zumindest kein Nachteil - auch heute fahren fast alle Autos mittels fossilen Brennstoffen.
Strom kann aber zum Glück auf ganz verschiedene Arten erzeugt werden. Am besten wäre es natürlich, Strom direkt aus Sonnenenergie zu gewinnen. Leider stehen wir hier erst am Anfang, genauso wie bei der Speicherung d. el. Energie. Der Trend bei diesen Technologien zeigt aber ganz klar nach oben.
Und mit der steigenden Nachfrage wird auch das Angebot steigen. Wenn nicht jetzt damit anfangen, wann dann?

Old_Programmer
 
04
18.2.2010, 22:18
Die Möglichkeiten sind einfach mehr

Das Elektrofahrzeug ist definitiv "grüner"!

1.) Wirkungsgrad eines kalorischen Kraftwerks (inkl. der Kette der E-Komponenten) ist besser als der des Verbrennungsmotors (mit Mix aus den verschiedensten Betriebszuständen)

2.) Elektrofahrzeug kann auch rekuperierend bremsen und einen Teil der Energie zurückholen, die sonst in Bremswärme entschwindet.

3.) Mit Strom hat das Elektrofahrzeug die flexibelste Energieform. Wir können den "grün-Anteil" erhöhen! Benzin oder Diesel ist nicht aus anderen Quellen (außer Entnahme aus der Erde) beziehbar.

4.) Zur Reichweitenerhöhung wird von den Entwicklern wieder an Gewichts- und Luftwiderstand-Reduktion sowie anderer Ingenieurstugenden gedacht. "Small is beautiful" kommt auch beim Käufer .

J.J
00
25.3.2010, 16:26

gewichts- und luftwiderstands reduktion geht aber auf kosten der sicherheit.

Abdul Alhazred
02
18.2.2010, 10:11

Na ja, wenn der Strom durch Ölverbrennung in Kraftwerken hergestellt wird, gibts zunächst natürlich keinen Ökogewinn. Das ist aber anfangs auch ok, denn viel wichtiger ist die Tatsache, dass ein Umstieg auf andere Energiequellen dann viel einfacher ist.

Überlegen Sie mal - selbst, wenn sämtlicher Strom von heute auf morgen aus erneuerbaren Quellen kommen würde, würden die Autos alle noch Benzin/Diesel schlucken. Wenn man aber Elektroautos einführt, kann man die Stromquellen nach und nach ersetzen, und muss nix mehr an den Autos ändern.

Autos in windigen Gebieten werden durch Windenergie versorgt, Autos in sonnigen Gebieten durch Sonnenenergie usw.

2feet2go
00
18.2.2010, 11:38

Solange sich nicht die Politik verstärkt von Lobbyisten lossagt wird das aber nicht passieren.
Autohersteller könnten ja E-Autos produzieren, und damit Gewinn machen - trotzdem versuchen (oder haben bis jetzt versucht) dies mit allen Mitteln zu verhindern. (Wahrscheinlich auch getrieben durch Ölfirmen).
Warum auch sollten Ölfirmen ihre Verdienstquelle gehen lassen, und Autohersteller ihre Produktionslinien für Geld umstellen, wenn sie so auch Autos verkaufen können.

Abdul Alhazred
00
18.2.2010, 17:28

Shell, BP usw. sind nicht reine Ölkonzerne. Raten Sie mal, wer die Hauptinvestoren bei erneuerbaren Energien sind. Diese Leute sind nicht dumm, sie diversifizieren, um sich auf eine Zeit nach dem Öl vorzubereiten.

2feet2go
01
18.2.2010, 17:31

aber ist dann von den leuten, wenn sie nicht dumm sind, auch die policy: das alte system bis zum letzten rest, bis mans wirklich an die spitze treibt, nutzen?

russiaTV
20
17.2.2010, 23:21
der test war zu kurz

nach sechs monaten funktionieren die akkus noch
dazu halten LiOn oder LiPo akkus minusgrade nur sehr schlecht aus.
wer täglich in die arbeit pendeln muß braucht reichweiten von mehr als dreihundert kilometern.

Heavyweather
00
25.3.2010, 13:35
Wenn ich mehr als 20km pendeln muss dann

ziehe ich um oder suche mir eine andere Arbeit.

Welcher Trottel setzt sich jeden Tag 2h oder mehr ins Auto?

sedaleare
 
00
17.2.2010, 11:10
Elektrofahrzeuge sind ein trauriges Beispiel für ignorante Konzern-Politik, die sich selbstherrlich über Vernunft und Konsumentenwunsch hinwegsetzt. No oil? No deal!

Diese Technologie wäre erprobt, verlässlich und seit Jahrzehnten serienreif.

The History of Electric Vehicles
http://inventors.about.com/library/w... ctrica.htm
"By the turn of the century, America was prosperous and cars, now available in steam, electric, or gasoline versions, were becoming more popular. The years 1899 and 1900 were the high point of electric cars in America, as they outsold all other types of cars."

Warum das Elektroauto sterben musste
http://onlinecliptv.com/list/embed/35008/

Dass der Stauraum eines Mini kritisiert wird, amüsiert mich allerdings :) Ein Elektrofahrzeug muss immerhin kein Schuhkarton sein, siehe z.B. Toyota RAV4 EV.

russiaTV
00
17.2.2010, 23:24
die ersten elektroautos waren schon vor

über hundert jahren serienreif und wurden in serie produziert.

Zophopas
01
16.2.2010, 12:24
Elektroauto für eine bestimmte Clientel

könnte auch ein Weg sein. Da müßte man dann schauen, welche Zielgruppen mit dem Elektromoped, welche mit dem Elektrofahrrad und welche mit Solarautos durch die Gegend fahren...und man wüßte immer gleich, mit welchem Alter und welcher gesellschaftlichen Stellung man es zu tun hat, je nachdem welches Fahrzeug er fährt. Da braucht es dann gar keine Fahrer mit Hut mehr:-)

rough_rider
01
16.2.2010, 12:17
auch haben will!

Milan Kreuschitz
01
16.2.2010, 09:25

hat es echt keinen gestört dass man bei leerer batterie erst mal 14 stunden warten muss, bevor man losfahren kann? Das scheint mir ein ziehmlich großer nachteil zu sein.

Stephan Weinberger
04
16.2.2010, 12:48

Die meisten Autos - speziell in der Stadt - stehen täglich weit länger als 14 Stunden ungenutzt herum. Zeit genug zum Aufladen.

russiaTV
00
17.2.2010, 23:22
wo laden denn sie ihr elektroauto auf

wenn sie in der arbeit sind ? ich wüßte nicht wie ich das anstellen soll. sie brauchen immerhin 16 ampere an der steckdose zum laden.

what shells
01
15.2.2010, 23:46
Ich finde das unfair

dass Berliner Germanen einen MINI E kriegen, und wir Össis nicht.

Kann man das nicht vor dem EUGH einklagen?!?

Will auch einen haben *schmoll* ...

hast1
30
15.2.2010, 23:27
als nächstes bitte

eine studie, ob handwerker einen großen lieferwagen möchten, ob jugendliche ein schnelles moped wollen und ob skifahrer lieber ski oder ein snowboard hätten.

Wappen hea
03
15.2.2010, 18:08
:)

Männlich, unter 40, überdurchschnittlich gut verdienend und ganz passabel ausgebildet (ja, auch potentieller Käufer) sucht die passende Studie dazu in Wien. Und? Und? Und?

Mini Clubman by the way und ich bräucht' den Stauraum, falls ich die Wahl hätt und gefragt wäre ...

; )

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