Nachlese

Intime Filmfreuden im Prater

Thomas Rottenberg, 15. Februar 2010, 15:40
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    foto: paul holcmann/www.cinema-subrosa.at

    Helmut Stekl und Alexandra Zurek, die Betreiber des "Cinema Subrosa"-Clubs im ehemaligen Nonstop-Kino im Wiener Prater.

Der Cineastenclub "Cinema Subrosa" nutzt die Ressourcen eines ehemaligen Pornokinos, bevor es einem Spielcasino weichen muss

Niemand weiß, wo Pornokinos sind. Ja eh. Doch im Fall des "Prater-Nonstop" stimmt das sogar. Schließlich schloss es 1997. Und sein Eingang liegt - obwohl mitten im Prater - so diskret, dass man ihn trotz Lageplan kaum findet. Suchen lohnt sich aber. Denn derzeit bespielt der sehr private (nicht pornografische) Cineastenclub "Cinema Subrosa" von Alexandra Zurek und Helmut Stekl das einst schmierige Haus: "Wir wollten in der Geisterbahn Filme zeigen, doch der Besitzer zeigte uns das Kino: Die 35-Millimeter-Projektoren funktionieren noch." Doch das Nonstop-Glück ist endlich. Im März verschwindet das Kino ganz. Es weicht einem Spielsalon. (rott/der Standard-Printausgabe, 16.2.2010)

politisch verfolgt
610
16.2.2010, 19:41
na supileiwi

intellektülle filme im pornokino im prater, voll hippe location, sicher die ur entspannte atmo. in der pause gibts fair getradetes zitronengras-cous-cous mit afghanischem bio-lamm, am einrad serviert. hoffentlich sind die filme in schwarzweiß, is doch stylisher. den neuen film von hiowang nasurabbas, "pjönjang romance", würde ich dort gerne sehen. soll ja beim alternativen filmfestival in sakatchewan voll abgeräumt haben.

Jo eh...
00
25.1.2011, 02:39

Nur die Ruhe. Dass Sie tiaf sind wissen wir hier eh schon.

meineMeinung1969
01
22.1.2011, 22:00
Den Text ...

... hat sicher Ihr 16jähriger Sohn geschrieben. :)

mM

Theo Dor
04
so what?

besser leer stehen lassen?

Mir geht das Bobo-Prügeln schon gehörig auf die Nerven... was ist denn Ihre Alternative?
"Rocky XV" im Cineplex mit Nachos und Käsesauce?

gießhübl!
05
20.2.2010, 10:52

da hört sich wer gern reden.

die Resi-Tant Evil
06
15.2.2010, 21:25
Das weckt früheste Kindheitserinnerungen

Als das Prater-Nonstop noch kein Pornokino war, war es ein "Grindhouse" mit Schwerpunkt Horrorfilm.

Ihre Resi-Tant - als Dreikäsehoch am Weg zum Prater Kasperl - sah im Vorbeigehen in den Schaukästen die Filmfotos, hat sich bei deren Anblick schröcklichst gefurchten und doch versucht, sich auszumalen, welch schröckliche Geschichten diese schröcklichen Filme erzählen mögen.
Das könnte meine spätere Leidenschaft für Horrorfilme begründet haben.

Schröcklich allemal, dass aus diesem Stück Kinogeschichte nun der 127. stumpfsinnige Praterspielsalon wird, den kein Mensch braucht.

roter mob
03
15.2.2010, 21:41
sehr unterhaltsam

und gleichzeitig traurig, dass man sowas nicht erhalten kann....:( spielsalon...grad, dass sie kein admiral sportwetten reinbauen!

danke auf jeden fall für die schöne gschicht!

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