76 "Verpartnerungen" im ersten Monat

15. Februar 2010 13:26
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    Der Großteil der Eingetragenen Partnerschaften wird in Städten geschlossen.

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Die meisten Zeremonien in Wien, keine in Vorarlberg und Burgenland - Beschwerde beim VfGH noch im Februar geplant

Wien - Im ersten Monat seit Inkrafttreten des neuen Gesetzes zur Homo-Partnerschaft haben 76 Paare in ganz Österreich ihre Beziehung offiziell besiegelt. Es handelte sich dabei um 58 schwule und 18 lesbische Pärchen. Die meisten Verpartnerungen wurden in der Bundeshauptstadt eingetragen, das geht aus einer internen Erhebung des Innenministeriums hervor. In Vorarlberg und dem Burgenland wurde noch keine einzige Eingetragene Partnerschaft registriert.

In Wien wurden im Jänner 43 Eingetragene Partnerschaften registriert, in Niederösterreich waren es 13 und in der Steiermark acht. Darauf folgen Kärnten mit fünf, Oberösterreich mit vier und Tirol mit zwei Zeremonien. In Salzburg entschloss sich überhaupt erst ein Paar zu diesem Schritt. In Vorarlberg und Burgenland nahm noch niemand diese neue Möglichkeit wahr.

Der Großteil der Eingetragenen Partnerschaften wird in Städten geschlossen. Von den fünf "Verpartnerungen" in Kärnten etwa gab es vier am Magistrat in Klagenfurt und eine in Villach. In Niederösterreich wurden laut Angaben des Ministeriums auch die Bezirkshauptmannschaften wie etwa in Gmünd, Hollabrunn oder Bruck an der Leitha konsultiert.

Beschwerde beim VfGH geplant

Das Rechtskomitee Lambda plant, noch innerhalb der nächsten zwei Wochen rechtlich gegen das Gesetz zur Homo-Partnerschaft vorzugehen. So ist etwa eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) aufgrund des Verbots der künstlichen Befruchtung geplant, so der Präsident der Homosexuellen-Lobby, Helmut Graupner. Die noch relativ geringe Zahl von inzwischen 76 Eingetragenen Partnerschaften erklärt Graupner unter anderem mit der kalten Jahreszeit.

Insgesamt nennt Graupner fünf Punkte, die nun am Rechtsweg erstritten werden sollen: Die Möglichkeit der "medizinisch unterstützten Fortpflanzung" für Homosexuelle, die "Verpartnerung" auch heterosexueller Paare, die Eintragung der Partnerschaft am Standesamt, die Möglichkeit einer rechtswirksamen Zeremonie außerhalb der Amtsräume und ein besseres Namensrecht. Im ersten Fall ist eine direkte Beschwerde beim VfGH möglich, in den vier anderen muss laut Graupner vorher der volle Rechtsweg ausgeschöpft werden.

Auch verschiedengeschlechtliche Paare sieht Graupner benachteiligt, weil die Eingetragene Partnerschaft nur Homosexuellen vorbehalten ist. Fünf heterosexuelle Paare sollen deshalb in den nächsten Tagen eine "Verpartnerung" beantragen - im Wissen dass dies abgelehnt wird. In weiterer Folge seien dann Beschwerden bis hin zum VfGH geplant. Von Beginn an wurde zudem gefordert, dass die "Verpartnerung" ebenfalls wie die Ehe am Standesamt geschlossen werden kann - auch gegen diese Diskriminierung werde vorgegangen, kündigte Graupner an. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 122
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barro
17.02.2010 00:36
nur 76 Verpartnerungen, gut so, Nein zur Diskrimierung!

Der ewig gestrige Kurs der VP und FP hat es wieder mal geschafft, eine "Steuergeldverschwendung pur" einzuleiten, denn weitere Verhandlungen werden und müssen diesbezüglich stattfinden, bis die absolute Gliechstellung erreicht ist.
Wie lange werden wir uns diese affenartigen Grundsatzdiskussionen noch anhören müssen?

Manhã de Carnaval
16.02.2010 07:13
Verpartnerungen


Man muss diesen perfiden Begriff, der sich aggressiv gegen den Vorgang selbst richtet, nicht unbedingt übernehmen.

krxmftl
 
16.02.2010 00:15
Ehesegnung mit Priester und Gottesdienst...

nicht nur heterosexuelle paare wollen vor gott sich das ja-wort geben - warum auch nicht

wer mehr darüber wissen möchte, meldet sich einfach auf facebook bei ANDERS HEIRATEN!

Politicus1
15.02.2010 23:27
Falsch!

Richtig muss es heißen:
48 Verpartnerungen und
18 Verpartnerinnungen

KeyOZ
17.02.2010 11:18
Und

Sie können nicht mal zwei Zahlen korrekt abschreiben.

accuser
15.02.2010 21:13
Zusätzlicher Stolperstein, auch wenn er wenige betreffen dürfte:

Bei Partnerschaft mit einem Ausländer notwendig: Familienstandsnachweis (oÄ, ist ja auch legitim).

Um von der russischen Botschaft eine Bestätigung zu bekommen, dass man nicht verheiratet ist, muss man ein Formular ausfüllen, das diverse Angaben über den (zukünftigen) Partner enthält. Ist das ein gleichgeschlechtlicher Partner, so betrachtet Russland es für nicht zielführend und notwendig hilfreich zu sein und stellt infolge dessen auch keine Bestätigung aus, dass die betreffende Person ledig ist. Ewige Wartezeit und unfreundliche Behandlung am Schalter inklusive.

Alles irgendwie mühsam, als Schwuler (wenigstens was das angeht).

Ich weiß, als Hetero gerade bei Ehen mit Ausländern auch. Aber abgemildert.

Ernst von Lutenbach
15.02.2010 20:04
Sehr erfreulich für

die Volkspartei, sie hat genau das erreicht was sie wollte. Das belegen die Zahlen eindeutig: Weder hat sie eine eine attraktive Möglichkeit der Verpartnerung für Homosexuelle geschafft, noch ist dieses neue Gesetz offen diskriminiernd.
Der Vergleich macht uns sicher.

hotdetlev
15.02.2010 19:24
La Cage aux Folles

Da war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens, als Oliver Ritter gestern auf seiner Webseite, die erste homosexuelle eingetragene Partnerschaft in Vorarlberg angekündigt hatte.
http://snipurl.com/udimn
In Vorarlberg und dem Burgenland gibt es entweder
keine Homosexuellen oder diese wollen von der
gesetzlichen Möglichkeit keinen Gebrauch machen.


MaWa67
17.02.2010 09:21
mag kein zwangsouting

ich verpartnere mich wegen des zwangsouting nicht!!!

und so denken viele von uns! wieso soll ich/wir uns öffentlich demütigen lassen?

Grizzlybear
18.02.2010 08:02
Wo genau

ist jetzt die Demütigung? Unsere Zeremonie in Wien war unglaublich locker und unverkrampft, die Standesbeamtin, die die Rede gehalten hat, wurde von allen Anwesenden nachher gelobt. Keine Spur von Demütigung.

tycho
16.02.2010 06:02

Das klappt ja bei dir nicht ganz so mit dem sinnerfassenden Lesen:
Jänner = erster Monat
Februar = zweiter Monat

im Februar:
http://vorarlberg.orf.at/stories/422706/

Kelborn
15.02.2010 17:28

gibts eigentlich uch Hetero-Verpartnerung bei uns? In Frankreich werden schon mehr Heteros verspartnert als Homos...

Stonefred
15.02.2010 19:27

nein, wie man deutlich dem artikel entnehmen kann ...

doko
16.02.2010 16:50
stellt sich eine weitere frage

darf sich mann und mann bzw frau und frau verpartnern auch wenn beide hetero sind?

sirtim
17.02.2010 17:41
ev. können sie das selbst beantworten...

... nachdem auch früher schuwle männer heterosexuelle frauen heiraten durften ;-)

palazzo
15.02.2010 17:16
Passender müsste es heißen:

"Trotz ÖVP-Bosheiten 76 Verpartnerungen"

Das EPG stellt nicht gleich, sondern hat Ungleichstellungen gesetzlich verankert.

http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=10192

amaryllis.sternwieser
15.02.2010 17:13
Vorbereitung

Um eine Eheschliessung oder Verpartnerung oder Homoehe oder Eingetragene Partnerschaft (ich hoffe ich habe keine politisch inkorrekte Bezeichnung vergessen ;-) ) und das für die Meisten dazugehörige grosse Fest vorzubereiten und zu planen bedarf es einiger Monate, bis zu einem Jahr, Vorbereitungszeit. Ich denke diese Zeit sollten wir auch den Homosexuellen, Schwulen, Lesbischen (siehe oben ;-) ) Paaren zugestehen und nicht gleich laut tönen dass das eh keiner braucht und will. Abgesehen davon dass das Gesetz mit Sichheit nicht optimal ist. Für alle gemischt- und gleichgeschlechtlichen Paare die sich trauen kann ich zur Vorbereitung nur www.amorata.at empfehlen. Hier lassen sich jede Menge Infos für ein gelungenes Fest finden.

Grizzlybear
18.02.2010 08:04
Bei uns

hat es nur ein paar Wochen gedauert. Einen Termin bekommt man innerhalb einer Woche, und der Freundeskreis ist schnell zusammengetrommelt.

rollschuhrolli
15.02.2010 17:09
Diese Zahlen sagen rein gar nichts aus,

reden wir in einem Jahr weiter, bis sich die Sache eingespielt hat. Dass das ganze keine Heerscharen von Menschen betrifft, war und ist klar, dass eine größere Anzahl erst nach den Wonnemonaten zusammenkommt, ist auch klar.

das ist fix
15.02.2010 16:42
Ein Flop!


Nur 76 Verpartnerungen - und das bei einem jahrelangen "Rückstau" und einer vermeintlichen Wichtigkeit der Materie - sehr ENTÄUSCHEND diese Zahl

belgma
 
16.02.2010 08:16

wär ich homosexuell, würde ich dieses offen diskriminierende gesetz und die "möglichkeiten", die es bietet, auch boykottieren!

ich bin mir sicher, dass das viele auch so sehen und daher lieber damit warten, bis - hoffentlich bald, weil die rechtliche situation der schwulen in österreich ist untragbar - es endlich gleiches recht für alle gibt.

byron sully
16.02.2010 00:48
vielleicht,

weil die leute damit warten, bis es eines tages mal eine nicht diskriminierende, sondern wirklich gleichberechtigte regelung gibt.

*QED*
16.02.2010 07:57

Wenn für Ehe und Verpartnerung unterschiedliche
rechtliche Institute geschaffen wurden, dann liegt das in der Natur der Sache. Darin eine Diskriminierung
zu sehen ist töricht oder bösartig.

galiontariaho
17.02.2010 13:42
töricht und bösartig..

ist es auch, einfach behauptungen aufzustellen und anderen zu unterstellen, nicht diese meinung zu teilen sei töricht und bösartig...

in der natur der sache liegt es wohl nicht, vielmehr in der natur des wunsches mancher ewiggestriger...

*QED*
19.02.2010 08:09
Unbewiesene Behauptung ?

In der Mathematik heißt es solchen Fällen
"Beweis: Trivial."

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