Uni Wien setzt auf Videostreaming

15. Februar 2010, 11:54

Ab März besteht die Möglichkeit Vorlesungen vereinzelt auch als Videostream zu verfolgen

Die Uni Wien rüstet technisch auf. In drei Hörsälen ist es nun möglich bei Bedarf und nach Wunsch des Professors die Vorlesungen per Internetstream zu verfolgen. Ab 1. März ist es im Audimax der Uni Wien, dem Audimax der Translationswissenschaften und dem Hörsaal 1 im Universitätszentrum in der Althanstraße möglich die Vorlesungen nachträglich als Video anzusehen. Noch heuer soll dieses Service auch im Hörsaal C1 am Uni-Campus und im Juridicum möglich sein. Die Uni Wien will damit auch den Studienalltag von berufstätigen Studierenden verbessern und Möglichkeiten schaffen um zwei Vorlesungen zum gleichen Termin "zu besuchen", heiß es auf der Universitätshomepage.

Um eine Übertragung im Internet zu ermöglichen, müssen jedoch die jeweiligen Professoren zustimmen, entweder werden die Videos frei im Internet oder über eine Lernplattform zur Verfügung stehen. (red, derStandard.at, 15.2.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 36
1 2
Franz Mukal
12
16.2.2010, 00:47
Das hat Zukunft

Vorlesungen stammen aus Zeiten in denen es nur handgeschriebene Bücher gab, zu wenige Exemplare für auch damals schon viel zu viele Studenten, darum wurden sie vorgelesen.

Die Uni Tübingen macht das schon seit 2003. Da konnte ich Mathematik und Physik lernen, als Berufstätiger, zu jeder Zeit.

http://timms.uni-tuebingen.de/Browser/B... hematik%2f

rumple stylzchen
00
17.2.2010, 15:15
[]

der große unterschied wie bereits gepostet ist, dass timms lauter nachbearbeitete videos streamt, während die uni wien geld in ein automatisches in-die-lernplattform-schick&verpacksystem investiert.

wolken kratzer
 
00
16.2.2010, 00:57

ich bin nicht dagegen, aber ich sehe auch die gefahren, sie meine anderen postings...

kerihuelo
00
16.2.2010, 08:04

deutsch etwa?

(nix für ungut > aufgelegt)

rumple stylzchen
11
15.2.2010, 17:34
[]

da hat sich die rektorenschaft wieder einmal zu einer didaktisch unglaublich sinnvollen maßnahme durchgerungen. "bei bedarf und nach wunsch des professors". viel vergnügen!

wolken kratzer
 
01
15.2.2010, 17:51

hat sicher nichts mit didaktik zu tun, sondern eher mit rechtslage. man kann niemanden dazu zwingen, sich abfilmen zu lassen.

de facto muß man immer auch mitbedenken, dass dies zur völligen kontrolle von inhalten führen kann, also zum gegenteil von "lehre ist frei".

ich bin zwar auch ein technikfreak und nicht gegen innovation, aber man sollte schon ein bißchen weiter denken als nur bis zum "juheeee.... nie wieder in eine VO gehen müssen".

rumple stylzchen
00
17.2.2010, 15:12
[]

unter didaktisch sinnvoll verstünde ich einen prozess, bei dem die oder der lehrende selbst eine LV so konzipiert, dass multimediale elemente darin platz finden.

unter didaktisch sinnlos verstehe ich eine maßnahme, die zwar eine pressemitteilung aber sonst keinen investierten cent wert ist.

Mucosaprolaps
00
15.2.2010, 12:12

Wer meint, dass Online nix kann, möge sich auf oyc.yale.edu ("Open Yale Courses", jeweils ca 20 Stunden Kursvideo + begleitendes Material zum Download) eines Besseren belehren lassen. Ich hoffe, dass sich die Uni Wien an der Qualität dieser Lehrveranstaltungen eine Messlatte legt ...

rumple stylzchen
21
15.2.2010, 17:36
[]

die uni wien wird die messlatte gehörig verfehlen. der plan sieht vor, fix installierte kameras und mikrofone sowie keine nachbearbeitung des materials ... diese geldverschwendung ist nicht mal mehr lächerlich weil schon traurig.

wolken kratzer
 
01
15.2.2010, 22:43

was bitte ist eine "meßlatte"?

ich habe mir diverses, was hier gepostet wurde an links, angesehen.

hier labbert ein prof.
dort fehlen 3/4 der sogenannten streams.
des weiteren ja: super visuell... aber that´s not the point.

denken lernt man anders.

dazu gehört a) hören, b) diskutieren, c) sehr viel lesen.

ich hatte im WS 09 eine vorlesung und ein skriptum mit 300 seiten (weil ich eh weiß, dass viele nicht kommen). was da so in foren über das volumen des skriptums steht = ca. ein buch !, ist definitiv lächerlich. wenn die leute nicht mehr lesen wollen = reflektieren, positionen abwägen.... dann sollen sie eigentlich nicht studieren.

Delta Neutral
00
15.2.2010, 16:11

auch die Angebote vom MIT und aus Berkely sind großartig.

http://ocw.mit.edu/OcwWeb/we... /index.htm
http://webcast.berkeley.edu/courses.php

Über iTunes gibt es auch enorm viel, und das alles gratis ("iTunes U")

Dopplereffekt
00
15.2.2010, 13:15

Wen kann man da fragen, wenn man etwas nicht richtig verstanden hat, oder wer berichtigt einen, wenn man irrtümlicherweise meint, etwas voll durchschaut zu haben, ohne dass es so ist.

Es ist aber natürlich toll, wenn man sich ansieht, was da so alles an VL-Mitschnitten von renommierten Unis für alle zugänglich bspw auf Youtube angeboten wird.

ameno
00
15.2.2010, 14:33

1. den vortragenden per zb. mail
2. das unterscheidet sich doch überhaupt nicht von normalen vorlesungen.... man kommt bei der prüfung drauf (oder gar nie während der uni, falls es nicht geprüft wird)

Dopplereffekt
01
15.2.2010, 17:40

Das hat sich auf die Yale-Sachen bezogen. Ich glaube, nicht dass sich die über Post von einer weltweiten Zuhörerschaft freuen. Naja, vielleicht bei den ersten zehn Mails noch, aber dann ...

wolken kratzer
 
02
15.2.2010, 14:45

netter plan... nicht umzusetzen, wenn so eine VO 1000 oder 1400 personen belegen. wer soll da hunderte mails beantworten?

sepp-uku
00
15.2.2010, 16:29

im multimedia-jus studium der uni linz geht es auch......

HrevilO
00
15.2.2010, 14:55

derjenige der auch die hunderten zwischenfragen während einer normalen vorlesung beantwortet.

also i.d.R. niemand, weil nicht soviele kommen...

mfg

wolken kratzer
 
04
15.2.2010, 15:11

mag schon sein...

insgesamt werden damit aber tür und tor geöffnet für die reduktion von lehre. eigentlich braucht man dann nur noch alle paar semester mal wen streamen, die präsenz-VO kann man sich dann auch sukzessive einsparen.

noch weiter gedacht, braucht man am ende nur noch eine uni für alle, weil man das meiste ja per stream erledigen könnte. bis auf übungen und so... und auch da könnte man sich noch was einfallen lassen...



HrevilO
00
16.2.2010, 10:07

ich stimme ihnen zu, dass dadurch in österreich wahrscheinlich an der lehre gespart werden würde. das liegt aber an der sparwut die sich im bildungssektor immer wieder zeigt.

man könnte genauso gut nicht sparen, sondern die chance nützen und -- anstatt immer gleiche vorlesungen abzuhalten -- z.b. diskussionsrunden zu den (aufgezeichneten) vorlesungen halten... oder in naturwissenschaftlichen fächern endlich den wahnsinn mit tutoren stoppen...bei übungen werden meist studenten zur betreuung von studenten eingesetzt (tutoren), über diese tutoren wacht ein univ.ass. der notfalls sogar eine mail-anfrage bearbeitet und professoren stellen, wenn überhaupt, das abschlusszeugnis aus...
geldsparen auf höchstem niveau...

HrevilO
00
16.2.2010, 10:35

nicht das mich jetzt jemand falsch versteht: ich bin nicht gegen tutoren an sich, allerdings halte ich ihre vorbereitung, ausbildung und unterstützung für unzureichend.
soweit mir bekannt, ist die einzige voraussetzung um als tutor für eine lva eingesetzt zu werden, dass man selbst die lva erfolgreich absolviert hat. bei den meisten tutoren, mit denen ich bis jetzt das vergnügen hatte, war das zu wenig...man kommt somit als student bei derartigen übungen kaum noch mit jemanden in kontakt der sich wirklich auskennt und einem sagen kann wo es lang geht.

sepp-uku
00
15.2.2010, 16:30

schon mal daran gedacht, dass es leute gibt, die arbeiten gehen müssen und die froh sind sich einen stream anschauen zu können?
schon mal daran gedacht arbeiten zu gehen anstatt dem steuerzahler auf der tasche zu liegen?

Londo Mollari
 
00
16.2.2010, 09:31
oli ?

wolken kratzer
 
00
15.2.2010, 22:43

upps... ich arbeite und zahle ziemlich viel steuern!

warum so aggressiv???

Queen of Sheba
 
00
15.2.2010, 15:32
Das gilt aber für Bücher auch.

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