Videocast von Robert Misik - Folge 116

Das giftige Erbe von Schwarz-Blau

14. Februar 2010, 19:21

Das Beste an der Schüssel-Regierung waren die Massenproteste zu ihrem Amtsantritt

Wenn man sich die Kommentare und Erinnerungsinterviews zu zehn Jahren Schüssel-Haider-Regierung durchliest, hat man den Eindruck, das Schlimmste waren die EU-Sanktionen. Die waren ja so ungerecht und überzogen und kontraproduktiv, die EU-Sanktionen! Um die Dinge zurecht zu rücken: Nein, nicht die EU-Sanktionen waren das Schlimmste, das Schlimmste war diese Regierung, die damals antrat. Diese Paarung aus konservativem Geist der Revanche und rechtsextremem Geist. Diese Regierung der Unschuldsvermutungslämmer. Diese Regierung der Wirtschaftskompetenz - der Freunderlwirtschaftskompetenz. Das Gift, mit dem sie das politische Klima kontaminierte, haben wir noch lange nicht rausgekriegt.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 268
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badblackguy.blogspot.com
 
172
25.2.2010, 10:55
Misik ist Schwachsinn in Serie!

Er ist ein kleiner frustrierter Linker, er kann nur alles
kritisieren was seiner engstirnigen Meinung nicht
passt, so was ist kein Journalismus!

Frage, wird er vom Standard oder der SPÖ bezahlt?

Katerle
01
Na so was ...

Die Schwarz-Blaue-Brut meldet sich zu Wort. Wohl den Rachen mit unseren Geldern noch nicht voll gekriegt.

ichFrieder
19
26.2.2010, 17:24

Von Ihren Postings könnte man das Gleiche behaupten.
Wer bezahlt Sie ?

Hanzelic
01
18.2.2010, 16:04
Jetzt fällts mir wieder ein!

Geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut.
Wer hat das gesagt? Wer war das nochmal?

Horst Fiedler
 
01
17.2.2010, 14:06
Schreck

10 Jahre danach, wie genau erinnert man sich? Für meinen Teil: Klima (das und der) war am Ende. Gewählt habe ich mit dem Hintergedanken: Schreckschuß für Politiker, d.h. ungültig. Geschreckt habe ich mich dann aber selbst. Vermutlich wollten damals viele "Protestwählen", haben aber dabei einen noch schrecklicheren Fehler gemacht.

FalscherProphet
03
16.2.2010, 23:41
Wenn ich mir hier die Protest-Postings gegen das Video

so durchlese, stellt sich die Frage:
Darf man in Österreich im Jahre 2010 die Rechtsextremen nicht mehr rechtsextrem nennen?
Den StRache, Graf, Haider, Mölzer, die Winter etc.
von der FPÖ darf man nicht so nennen?

Und mir stellt sich noch eine weitere Frage - bezüglich dem Vorwurf gegen die SPÖ, die von schwarzblau neu etablierte Qualität des Freunderlwirtschaftens seither nicht zu Fall gebracht haben:

Wo hätte dies denn leicht Erfolg haben können:
Im Falle Strasser etwa - der Staatsanwalt, der die Anzeige gegen ihn "vergaß" war wohl sicher kein Roter...

Oder beim sehr verdächtigen Eurofighter Ankauf:
Kündigte die ÖVP denn nicht auch deshalb die Koalition auf, weil ja sonst vielleicht DOCH noch etwas im U-Ausschuss zu Tage gekommen wäre?

FalscherProphet
01
17.2.2010, 14:30
P.S.:

Und dabei bin ich gar kein SPÖ-Fan.

Aber beispielsweise trat ein Herr Verzetnitsch wegen der BAWAG-Affäre zurück -
obwohl hier "nur" dem ÖGB geschadet wurde und nicht, wie bei der Hypo Alpe Adria, der Allgemeinheit!

Im Umfeld Dörfler, Scheuch & co. kann man hingegen ewig auf Konsequenzen in deren Reihen warten.

Al Borland
30
18.2.2010, 02:14

Und wen interessiert ein eventueller Rücktritt?

Diese sauberen Herrschaften sollten lieber danach trachten, den angerichteten Schaden wieder zu beheben anstatt sich durch einen leichtfertigen Rücktritt billig aus der Affäre zu ziehen.

Aber Verantwortung übernehmen bedeutet in politischen Kreisen immer nur ein Lippenbekenntnis.

Nick (FMO)
01
29.3.2010, 02:53

wer einen schaden - möglicherweise noch absichtlich und mit persönlicher bereicherung - anrichtet, wird ihn wohl kaum beheben wollen oder können. rücktritt ist dennoch nicht die optimale lösung (höchstens ein teil davon) - schadenersatz bzw. rausschmiss ohne auch nur einen euro abfindung wär schon eher angemessen. letztlich kriegen die geschädigten ihr geld eh nie zurück, warum sollten die verantwortlichEN (EIN rücktritt alleine wär wohl auch selten ausreichend) auch noch geld dafür kriegen, die organisation, für die sie verantwortlich sind/waren, durch waghalsige aktionen oder selbstbereicherung ruiniert zu haben?..

Silvio Lackner
00
16.2.2010, 10:18
Der Fehler war, dass Haider in die Provinz ging.

Man hätte ihn sich einmal als Minister versuchen lassen sollen, zB "seine Kassen" reformieren. Oder sein Talent für eine Förderalismus - Reform nutzen. Das war sein größter politischer Fehler, sich aus der Bundespolitik hinausdrängen zu lassen und auch ein Fehler dieser "Sanktions-Bewegung". Wenns nix geworden wäre, hätten ohnehin alle wieder rot gewählt. So hat sich nix geändert auf Bundesebene, die ÖVP konnte weiter das Nachkriegsösterreich in seinen Strukturen bewahren und er hat innerlich eigentlich resigniert, sich auf ein kindliches Trotzniveau begeben, getrunken, Kärnten aufgeplustert und eine (Ortstafel-)show gemacht, anstatt wie bei seinem ersten LH-Amtsantritt Reformen in der Landesverwaltung anzustreben und Kärnten zu reformieren

Und jedem seine eigene Busspur
31
16.2.2010, 10:16
Blinder Fleck

So zutreffend und pointiert in der Kritik an rechten Sümpfen, so blind und naiv ist FS Misik gegen die meiner Ansicht wesentlich tödlicheren Seuche der linken "Augiaställe". In zig Jahren roter Alleinregierung sind im Staatsnahen Sektor (ÖBB, Nationalbank, AUA, ORF...) Krebsgeschwüre gewachsen, die den gesamten Organismus töten werden, wenn diese nicht rechtzeitig und "fundamental" chirurgisch behandelt werden, woran schwarz-blau natürlich kläglich gescheitert ist....

Florian Machl
104
16.2.2010, 09:27
Bald sind Wahlen...

... da muss man schon ein bisserl mobilisieren, gellns Misik. Nicht dass wieder die "falschen" Parteien gewählt werden. Demokratieverständnis heißt im Übrigen auch, die Meinung der Wähler zu akzeptieren. Eine Alternative wäre natürlich eine sozialistische Diktatur nach Vorbild von UDSSR, DDR und dergleichen. Da wurden immer mit nahezu 100% die "richtigen" Parteien gewählt, aber ein bisserl Demokratie spielen durfte man schon.

Schwarz-Blau war allein deshalb gut, weil endlich frischer Wind ins völlig festgefahrene Land kam. Dass das den roten Proporzgünstlingen nicht schmeckte, ist klar. Doch jetzt sind sie ja eh wieder an den Töpfen der Macht. Damit sie dort bleiben, machen eben brave Parteisoldaten Begünstigungsjournalismus. Verfall.

FalscherProphet
25
16.2.2010, 12:45
Schwarzblau war gut, nein sogar der Idealzustand

für Austrofaschismus-Fans, sowie Rechtsextreme/Neonazis.

driver44
 
20
Vollkoffer

wohl selten passt der Ausdruck Vollkoffer so gut wie hier.

FmVieringer
41
17.2.2010, 12:43
Die einzigen die sich wirklich wohl fühlten, waren die Linkslinken Radaubrüder die sich jeden Donnerstag trafen,

um gemeinsam einer illegal organisierten Schreitherapie nachgingen.

Wer braucht schon Fakten FalscherProphet wenn es sich so schön mit Floskeln herumwerfen lässt.

Al Borland
21
16.2.2010, 13:12

Und was genau hatten Rechtsextreme/Neonazis von dieser Regierung?

FalscherProphet
00
16.2.2010, 14:02
Ich schrieb IDEALZUSTAND

(Bezüglich der damaligen Parteienlandschaft.)

Weil bei der FPÖ-Warmhaltestrategie der ÖVP
die "Freiheitlichen" ungeniert und ungefährdet weiter ihre Kontakte zu deutschen Neonazis, ungarischen Neofaschisten, ...
knüpfen konnten.

Und seither auch die FPÖ Hetzreden eher noch von de ÖVP kopiert werden (siehe Fekter), als bekämpft.

Florian Machl
21
16.2.2010, 13:50

Die Frage stelle ich mir auch häufig. Abgesehen davon, dass ich mich immer öfter frage, wo denn die ganzen gefährlichen Rechten oder Rechtsextremen lauern und woran ich ihre Gefährlichkeit erkennen kann. Bei Straßenschlachten, Sachbeschädigungen, Anzünden von Geschäften und Polizeiautos sehe ich immer Linke. Beim Durchwandern der Städte sehe ich Linksautonome, oft Deutsche, mit Kampfhunden. Wo sind sie, die ganzen Rechten, vor denen wir Angst haben sollen?

Frage zwei: Was bringt ihnen ihr böses Rechts-sein? Bei welchen Skandalen der letzten Jahrzehnte waren "Rechte" oder "Nazis" verwickelt? Welche Industrien kontrollieren sie, welche Großunternehmen? Ich finde dort primär andere Parteifarben.

Hier wird methodisch Ablenkung betrieben.

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
11
16.2.2010, 04:39
Ähnliches

erleidet deutschl. mit merkel u. westerwelle.
Die fdp rutscht populistisch nach rechts ab u. die fr. merkel rutscht drauf aus.
Wenn "anstrengungsloses" einkommen pfuigack u. spätrömisch dekadent wäre, dann wäre das die beschreibung des grossteil des fdp-klientels.

Deshalb: da wie dort:
Jetzt ein bedingungsloses Grundeinkommen über der Armutsgrenze, für alle!

aceFruchtsaft
01
17.2.2010, 21:03

Also die FDP mit der FPÖ vergleichen zu wollen grenzt wirklich an politische Debilität. Sorry.

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00
19.2.2010, 01:27
nur weil die fdp raffinierter

(mittlerweile) war?

MirKannsEgalSein
10
16.2.2010, 01:29
Es gibt ein paar Dinge, die mir noch niemand erklären konnte:

1) Schüssel hat die FPÖ "salonfähig" gemacht. Wäre er nicht gewesen, hätte das dritte Lager heute nicht 30%.

Wenn es nur Schüssels Schuld ist/war, dass die Rechten erstarkt sind/waren, warum hat die FPÖ dann in der Prä-Schüssel-Ära überhaupt den zweiten Platz erreicht? Und warum kräht kein Hahn nach der SPÖ/FPÖ Regierung im Jahre 1970? Warum kam während der Ära Schüssel eine große Wahlschlappe für die FPÖ, während die ÖVP (weitgehenst populismusfrei) stark dazugewann? Damit hier die Schuld auf Schüssel zu schieben, macht man es sich jedenfalls viel zu leicht.

Oder anders gefragt: wäre die FPÖ ohne einer Schwarz/Blauen Koalition sang und klanglos untergegangen und in der Versenkung verschwunden? Ich glaube nicht.

Chris Quast
00
16.2.2010, 02:18

er hätte nicht alles niedergerießen aber 35-38% hätte ich ihm schon zugetraut. naja sind dann fast 40% mandate. und irgendwie wäre es gelungen einen fpö kanzler zu stellen, das ausland hätte sicher wieder ein mords wetter gemacht, (gut für den inneren zusammenhalt) jedenfalls hätte diese reg. sicher weniger zusammengebracht und mehr verpfuscht. und nach den 4 fpö jahren, wäre sie massiver abgestürzt als jetzt. und wäre erst wieder in der aufbauphase. < 20%

Chris Quast
00
16.2.2010, 02:14

viele anworten liegen in der medienlandschaft, die ja sicher zur 1/2 von rot sozialisierten leuten bestimmt wird/wurde.

und das die ein bissal sauer sind/waren das ihre altvorderen politischen liebkinder nix mehr zu sagen hatte tat/tut halt soooooo weh.
außerdem war der haider eine pop. grezn, vor der man schon angst haben konnte wenn man ihn gegen sich hatte. gewinnt, fast 15 jahre hindurch eine wahl nach der anderen.

könnte mir jedoch vorstellen, das ohne schwarz/blau die fpö heute schwächer wäre aber zu einem preis den ich nicht zahlen hätte wollen.

00 hätten rot/schwarz irgendwie noch ein bissal weitergewurstelt und haider wäre dann wirklich stärkste partei geworden.

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