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Grasl an Strasser: "Danke für deine bisherige Unterstützung"

14. Februar 2010 19:45

"ÖVP-Parteidiener": Peter Pilz durchforstete Mails des damaligen Innenministers nach ORF und fand den heutigen Finanzdirektor des Küniglbergs - ORF-Sprecher: "Belanglos"

"lieber ernst, ich weiß ja offiziell nicht, ob du deine finger dabei im spiel gehabt hast ..." Das mailte Richard Grasl am 8. März 2003 um 16.48 Uhr an Ernst Strasser, damals Innenminister, heute VP-Europaabgeordneter. Und: "aber ich danke dir jedenfalls für deine bisherige unterstützung!"

Nur "offiziell" wusste Grasl nicht, wie der Minister mitspielte, damit der ORF sechseinhalb Stunden zuvor, um 10.14 Uhr die Bestellung zum Chefredakteur im Studio Niederösterreich kundtat.

Dem grünen Aufdecker Peter Pilz war Grasl bis Herbst 2009 kein Begriff. Bis Grasl auf Drängen der ÖVP ORF-Finanzdirektor werden musste. "Da kann man keinen Personalwunsch der ÖVP ableiten", verneinte Grasl den Konnex als "herbeigeschrieben". "Das Verhalten der VP" in Sachen Grasl ist Pilz "aufgefallen. Ich habe meinen E-Mail-Bestand nochmals durchforstet. Bei Grasl bin ich nach zwei Minuten fündig geworden."

"Hinweis für Anstellung" 

Im Juni 2002 vermisste Strasser offenbar schon Dank für seine Fingerübungen: Er war beim Sommerfest der VP Niederösterreich, aber nicht in NÖ heute.

Grasl: "Lieber Ernst! Nie im Leben würde ich daran denken, den Innenminister beim Sommerfest nicht herzuzeigen. Zweimal warst du im Bild - 1x kurz klatschend bei der Späth-Rede, einmal länger, als sich der Späth wieder neben dich hingesetzt hatte. Mußt du übersehen haben." Grasl nutzt die Gelegenheit gleich für weitere Personalia: "Danke für den Hinweis wegen Teschl-Anstellung, ist sehr hilfreich!" Christiane Teschl arbeitet seit 1998 für den ORF in St. Pölten, zuletzt als Grasls Vize. Nun ist sie Chefredakteurin dort.

Ernst "muss" in seiner Antwort einräumen, "die Hilfswerk-Geschichte" war "sehr okay". Grasl: "Das freut mich; dachte schon, du schickst die 100 neuen gendarmen wegen mir nach nö!"

"Sittenbild von Unterwürfigkeit, Gefälligkeitsjournalismus"

der Standard bat Grasl, Stellung zu nehmen. ORF-Sprecher Pius Strobl, lang mit Strasser befreundet, meldet sich: "Belanglos. Weitere Kommentare erübrigen sich."

Pilz sieht das anders: ein "Sittenbild von Unterwürfigkeit, Gefälligkeitsjournalismus und politischem Vasallentums. Das ist kein Parteisoldat, sondern ein ÖVP-Parteidiener." (Harald Fidler, DER STANDARD; Printausgabe, 15.2.2010)

Kommentar posten
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17.02.2010 12:33
hr. grasl: gefälligkeitsjournalismus und politandienung pur

die schwarze crew arbeitet hand in hand. interessant zb. die rolle von herrn grasl bei der berichterstattung über "regierungskonforme" themen. eine umwelt-aktivistengruppe berichtet über ihre grasl/landestudio nö erfahrungen hier: http://www.gegen-wind.net/2010/02/1... fnerbach/. peter pilz hat mehr als recht, wenn er von vasallentum spricht.

Lappe ohne Rentier
16.02.2010 12:52
Das ist schon in Ordnung so!

Ich habe z.B. meine Leute in der Universum-Abteilung sitzen. Schreibe ich denen eine böse eMail, dann kommt flugs eine Geschichte über Samen oder über Rentiere oder über beides. So soll es auch sein...

Herzelichst
Ihr Lappe


P.S. Was mir noch auffällt: die Lobby der Darm- und After-AktivistenInnen hat an Einfluss gewonnen. Resultat: andauernd unterhalten sich Frauen über ihre Verdauungsprobleme und Herbert muss das dann austrinken...

nikver
16.02.2010 12:40
...

.. das wirklich erschütternde ist dass sich grasl - wie in gut informierten kreisen gemunkelt wird - sogar die pröll "frisur" zulegen musste ...
ein klarer fall von nötigung !!

Max Doe
16.02.2010 11:35
Den gelernten Österreicher....

...sollte diese Story nicht weiter verwundern.
Wer die Vorgänge im und um den ORF allerdings als Gebührenzahler mitverfolgen muss, muss sich gelinde gesagt genasführt vorkommen.

Das Angesicht des Herrn Grasl sieht allerdings wirklich so aus, als ob es nicht allzu oft die Sonne erblickt hätte und sich der werte Herr oft dort befunden hätte, wo bekanntlich niemals Sonne scheint.

a las barricadas
15.02.2010 18:45
eh klar

orf wien = häupl sender, orf nö = pröll sender. was halt oben deutlich wird, nicht können zählt, sondern politische vitamine. kein wunder, dass der orf gegen die wand gefahren wird.

Hannah870
15.02.2010 18:40

einfach nur erbärmlich. Ohne Partei sind Sie nichts, im Kriechen Weltklasse. Tolle Burschen; Hut ab!

Herr Lulli Pulli, seltsamer Attraktor
 
15.02.2010 17:58
Dem Grasl sein Gesicht hat tatsächlich eine richtige Leckform!


Wie der Gipsabdruck eines A*s ...

derschnüffler
15.02.2010 17:28
von oben bis unten...

..wird geschoben in der ORF-Bude. Sogar bei Olympia verkaufen sie die Leut mit einem "verlosten" Fanreporter-Praktikum das zufällig ein ehemaliger Mitarbeiter gewonnen hat für deppert...

hans10
15.02.2010 17:27
ÖVP-Parteifernsehen

Frage mich, warum die ÖVP-NÖ nicht um eine Rundfunklizenz ansucht und ein Parteifernsehen macht. Wahrscheinlich ist es billiger beim ORF zu schmarotzen. Diese hohe Kunst beherrscht m.E. auch die SPÖ.

Paul Watzlawick
15.02.2010 21:26
der Neid...

... ist halt überall daheim. Da ärgert sich wieder jemand, dass er nicht selbst fliegen darf. Auf alle Fälle sind die von Andreas geschriebenen Artikel einwandfrei. Bedenklicher finde ich die Bestellung der ORF-Nachlese Chefredakteurin, die Frau vom ehemaligen ORF-Enterprise Chef, Zinggl.

Atlas Shrugged
 
15.02.2010 17:22

wie muß man sich Kamera- und Regiearbeit beim ORF eigentlich vorstellen? Haben die alle Bilderbücher, mit den Fotos Wichtigen, parat liegen? Damit sie nur ja keinen Günstling übersehen.

allkarl
15.02.2010 17:06
besonders dreist und unverschämt

im total rot-grün gefärbten orf hat der "aufdecker" pilz einen strammen schwarzen ausgemacht...
das ist natürlich ein skandal erster ordnung....über den rot-grünen staatsrundfunk, der im unverschämtester weise güne politik macht und gegen jeden andersdenkenden hetzt, hat das schwammerl natürlich noch kein wort verloren, denn das entspricht ja seinem politverständnis .....
der schwarze im ORF an einflussloser position erinnert an die sogenannten blockparteien in der DDR

Zappelzapp
16.02.2010 23:09
Oissa büdde, achtzig Prozent rot oder grün kann man wirklich nicht total nennen

und das auch nur bei Betriebsratswahlen in der so genannten Information. Als Sekretärin oder Techniker kriegen Sie beim ORF sogar einen Job, wenn Sie weder das eine noch das andere Wählen. So lange Sie dem kleiner werdenden Publikum nichts erzählen können.

Und in der DDR hatte die SED immer über 90 Prozent.

Fluchtweg
16.02.2010 10:57
aber sonst gehts eh noch?

chilli p.
15.02.2010 16:42

in der övp gilt sowas wahrscheinlich als höflich.

was erklärt, warum viele, viele menschen övpler für rückgradlose schleimer halten.

Architecte
15.02.2010 16:16

Pius XIII. hat einfach recht: da erübrigt sich jeder Kommentar. Pilz hat milliardenmal recht: natürlich wussten wir seit jeher, dass im ORF Posten veschachert werden, aber Pilz zeigt anhand von Beweisen, wie es immer gemacht wurde.

Heimwerkerkönig
 
15.02.2010 16:01
Der Pilz und der Standard....

... pudeln sich bezeichnenderweise immer nur über die schwarzen Mauscheleien auf, ignorieren aber geflissentlich den rot-grünen Einfluss, der vor allem bei den Redakteuren in der Zentrale in Wien besonders deutlich wird.
Ich meine, man betrachte als Fallbeispiel nur den Club2.
Wenns da politisch wird, so wie unlängst mit Bubsi Kramer (hahaha), dann sorgt der ORF immer dafür, dass die politisch korrekte Reichshälfte ein deutliches Übergewicht bei den geladenen Gästen hat.
Alleine dass man ausgerechnet bei so einer Diskussion einen Erz-Guten als Moderator(!) eingesetzt hat, spricht ja schon Bände.

Auch interessant: Viele ORF-Bobo-Journalisten kommen von so Blättern wie Falter u. Standard, deren Ausrichtung ja bekannt ist.


kruja
15.02.2010 16:44
@ heimwerker

1. geh lieber heimwerken, als denken vorzutäuschen, das gelingt - wie man sieht - NICHT

2. was du "denkst", "meinst" etc. interessiert niemanden - siehe oben und überhaupt

denn...

du bist bloss ein strache-effi, also...du weisst schon selber...

und tschüss!

ken_park
15.02.2010 15:55

untermauert nur was eh offensichtlich war und was jeder weiß.. orf-nö (pröll-tv) ist fest in schwarzer hand

Wolperdinger
15.02.2010 15:33
Ja ja der ORF

Na,dann braucht man sich um das Niveau des ORF keine Sorgen machen.
Devote Kriecherei zahlt sich halt aus.

r r
15.02.2010 15:25
Der Grasl

wird doch hoffentlich nichts mit dem legenären, waldviertler Räuberhauptmann zu tutn haben?

wakeup
15.02.2010 17:52
Vielleicht ein Vorfahre.

Dieser wurde 1815 in Mördersdorf (heute Mörtersdorf) gefangen genommen und nach Wien in das Gefängnis überstellt. Seine letzten Worte unter dem Galgen, waren beim Anblick der unzähligen Zuseher: "Jessas, die vielen Leut!".
Es gibt also Parallelen.

Peter Pichler
 
15.02.2010 15:20
Ist ja nett...

... aber glaubt irgendwer, dass irgendein Top-Job im ORF anders vergeben wurde....

Es wäre wirchtig da etwas zu ändern...

Statt dem Publikumsrat sollte ein Kultur-Rat gewält werden (z.B. mit einem Listenwahlrecht), dieser sollte dann die vollständige Hoheit über ORF Gebühren und sonstige Kultur-Subventionen erhalten...

Dabei wäre es spannend, nicht nach einem Mehrheits-Recht (the winner takes it all) vorzugehen, sondern die Budgets propertional zum Wahlerfolg auf die Listen aufzuteilen. Für deren Verwendung sollen die Listen Rechenschaft legen...

So wie das ganze jetzt strukturiert ist, ist es logisch, dass die Posten nur nach parteipolitischen Interessen vergeben werden...

Nicht Grassl gehört abgesetzt, das System gehört geändert...

cee lo
15.02.2010 15:51

das system gehört geändert aber die säue werden den trog nicht ändern. ab und zu wird eine sau ausgetauscht.... aus diesem grunde gehen auch die projekte z.b. öbb immer den bach hinunter....

Schnabeltierfresser
15.02.2010 15:16
Skandal?

Na ja, aber unendlich peinlich wohl.

"Lieber Ernst! Nie im Leben würde ich daran denken, den Innenminister beim Sommerfest nicht herzuzeigen."

Wie viel lächerlicher kann sich ein österreichischer Amtsträger denn noch verhalten?

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