Dino-Vogel-Evolution in Frage gestellt

14. Februar 2010, 19:23

Forscher untersuchten Flugfähigkeiten des Microraptor gui und stellen gängige Theorie in Frage

Die modernen Vögel haben sich aus nicht flugfähigen fleischfressenden Dinosauriern (Theropoden) entwickelt - soweit die gängige Annahme. An dieser These kratzt nun ein US-chinesisches Forschungsteam, das seine Untersuchung zu den Flugfähigkeiten eines Microraptors in der Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Science" (PNAS) veröffentlicht hat.

Die Forscher bauten ein dreidimensionales Tier-Modell des 2003 entdeckten Fossils Microraptor gui nach und erkundeten deren Flugfähigkeiten. Das Ergebnis: Die kleine, gefiederte Spezies müsse ein "Gleiter" gewesen sein, der von Bäumen heruntergekommen sei. Die Studie sei gut gemacht und stimme mit anderen Studien vergangener Jahre überein, die die Vögel-von-Dinosauriern-Theorie zunehmend in Frage stellen, schrieb der Zoologe John Ruben von der Oregon State University in einem PNAS-Kommentar. "Das Modell hat nicht mit einem erfolgreichen Flug vom Boden weg übereingestimmt. Das macht es ziemlich schwer, Argumente für bodenbasierte Theropoden, die Flügel entwickelten und davon flogen, zu liefern", so Ruben.

Schlussfolgerung

Die Untersuchung deute nicht nur darauf hin, dass Vögel nicht von Dinosauriern abstammen, sondern dass manche vermeintliche Dinosaurier-Arten von Vögeln abstammen könnten. Demnach könnten Vögel und Dinosaurier einen gemeinsamen Vorfahren gehabt, sich aber auf eigenen Wegen entwickelt haben. Nach Millionen von Jahren getrennter Entwicklung könnten aus Vögeln auch Raptoren entstanden sein. Kleine Tiere wie die Velociraptoren seien eher flugunfähige Vögel als Dinosaurier, so Ruben. (red)

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füllhornkäfer
00
15.2.2010, 11:46
Die Vögel vor den Dinosauriern...

Heißt das nun, dass die Henne vor den Ei da war ;-?

Meine Wenigkeit mit viel Senf
02
15.2.2010, 10:56
Soweit ich weiß,

hat noch niemand ernsthaft behauptet, Dinosaurier hätten sich plötzlich vom Boden erhoben.

Es war immer die Rede davon, dass als Erstes der Gleitflug stand. So gesehen verstehe ich nicht, wieso das jetzt auf einmal die bisherige Evolutionstheorie in Frage stellen sollte.

Gilgamesh
00
15.2.2010, 12:28

Sie lesen meine Gedanken...

Cthulluh
00
15.2.2010, 17:48
Ich versteh schon, worauf das hinauslaufen soll:

Wie Mensch und Schimpanse hat sich, überspitzt gesagt, nicht der Vogel aus dem Dino entwickelt, sondern beide haben einen gemeinsamen Vorfahren. Soll sein...

Mulla Nasrudin
00
19.2.2010, 00:27

Wollen Sie jetzt behaupten, der Schimpanse stamme etwa nicht vom Menschen ab?
;-)

Gilgamesh
00
19.2.2010, 13:40

Wenn man sich manche Menschen ansieht, wäre es zumindest nachvollziebar, wenn auch falsch... ^^

Cthulluh
00
19.2.2010, 13:05
Manche behaupten, alles wurde vor einigen 1000 Jahren

von einem allmächtigen, allwissenden höherem Wesen geschöpft. Weil es ja so oder so ähnlich in ihrem heiligen Buche geschrieben steht.

Gilgamesh
00
16.2.2010, 07:57

Aber irgendwie seltsam, dass sich dann bei Vögeln und Sauriern spontan Federn bildeten?

Michael Bakunin
00
17.2.2010, 09:23
spontan?

in der evolution entwickelt sind nichts spontan. deswegen auch der name evolution und nicht revolution. ;-)

Mamonas
00
19.2.2010, 08:00

Das ist der traurige UNSINN, den die Darwinisten glauben. Ohne spontane Evolution, gäbe es überhaupt keine Überlebende von Katastrophen, Pandemien, Klimaänderungen.

Die millionenlange Veränderung und Anpassung ist pure Esoterik.

Michael Bakunin
00
19.2.2010, 21:06

spontane evolution ist ein widerspruch in sich. *lol*
und ich finde es immer wieder lustig, zu sehen, dass es noch immer solch (von esoterik?) verblendete menschen wie dich gibt, die die erkenntnisse der wissenschaft in den letzten 200 jahren völlig ignorieren.

Strudelteig
00
21.2.2010, 10:49



Es kommt eigentlich nur darauf an, welche Bedeutung man dem Wort "spontan" unterlegt. Es kann "plötzlich" heißen, aber auch "aus eigenem Antrieb" oder "unüberlegt", und "von selbst".

Insoferne wäre dann eine spontane Evolution doch denkbar.

Michael Bakunin
00
21.2.2010, 18:52

ja, so gesehen ist alles spontan.

Cthulluh
00
19.2.2010, 12:34
Ohne spontan auftretende Mutationen gäbe es keine Überlebenden.

Spontan auftretende Mutationen gibt es aber immer, nur sind sie in statischen Zeiten weniger fit. Doch wehe, es ändern sich die Bedenigungen drastisch: Schon wird eine zufällige Mutation fittter als der Rest, die Selektion schlägt zu und es kommt zu einer neuen Art. Oder es ist keine passende Mutation vorhanden, so stirbt die Art einfach aus, wie die meisten Arten, die je auf unserer Erde lebten. Es gibt keine spontan auftretende Evolution, Evolution ist immer da.

Gilgamesh
00
18.2.2010, 08:20

Mit spontan meinte ich nicht von heute auf morgen, sondern den Umstand, dass dann zwei völlig verschiedenen Spezies idente Federn gewachsen wären.
Natürlich über Millionen Jahre hinweg. ;)

Michael Bakunin
00
18.2.2010, 22:38

saurier hatten ja keine federn.

Gilgamesh
00
19.2.2010, 13:42

Ach der Velociraptor, oder der Archaeopteryx waren also keine Saurier?

Cthulluh
01
17.2.2010, 11:32
Es wäre aber auch denkbar,

dass die zur Bildung von Federn notwendige Mutation bereits im letzten gemeinsamen Vorfahren der Sauropoden vorhanden war und somit bei Notwendigkeit selektiert werden konnte. Das ist natürlich eine reine Mutmaßung, aber beim Fell der Säugetiere (mit Kloakentieren sowie Beuteltieren) und ihren Vorläuferarten, nämlich den säugetierähnlichen Reptilien, welche, soweit wir wissen, auch kein Fell besaßen, dürfte es wohl ähnlich gelaufen sein.

Gilgamesh
11
18.2.2010, 08:25

Warum haben sich dann auf den großen Raubsauriern keine Federn gebildet?

Wie sie selbst bemerken, hat sich das Fell bei allen Säugetieren mit dem gleichen Vorfahren gebildet, unabhängig ihrer Größe, oder ihrer Nahrung.

Cthulluh
03
18.2.2010, 14:27
Bei allen Säugtieren? Na ja, fast...

Manche Säugetierarten verloren ihr Fell auch wieder fast. Homo Sapiens zu 90%, wobei an den meisten Körperstellen kurze Häärchen zurückblieben. Der Nacktmull besitzt so kurze Flaumhaare, dass sie mit freiem Auge kaum sichtbar sind. Vieleicht hätten die großen Raubsaurier keinen evolutionären Vorteil von einem Federkleid gehabt, sodass die Selektion dieses auch nicht selektierte. Das ist natürlich rein spekulativ, dennoch glaube ich nicht, dass man von einem allgemeinen Gesetz zur ewigen Beibehaltung wenig rudimentärer Merkmale in Nachfolgerarten ausgehen kann.

Nick Tameer
00
21.2.2010, 12:56

Das scheint so, aber wir haben nicht weniger Haare am Körper als etwa Schimpansen, nur sind sie viel feiner.

Gilgamesh
02
19.2.2010, 08:55

Es sind aber bei den meisten Säugetieren zumindest Reste des Fells vorhanden, ich habe nicht behauptet, dass alle noch eines haben.

Warum sollte ein kleiner Jäger Federn ausbilden um sich zu wärmen, während ein großer dies nicht benötigt?
Mammuts hatten ja auch ein sehr dichtes Fell.


An den Negativbewerter, wenn sie etwas zu sagen haben, machen sie es auch, aber kindlich negativ eine Diskussion bewerten.....

Cthulluh
00
19.2.2010, 12:39
Kleine Tiere kühlen wesentlich schneller aus

und können Wärme schlechter halten als große. Das liegt am Verhältnis Oberfläche zu Volumen und ist zumindest ein Ansatz zur Erklärung, warum gerade bei kleineren Dinoarten eine zusätzliche Isolierschicht selektiert wurde.

Gilgamesh
00
19.2.2010, 13:46

Das wusste ich schon, aber dennoch hatten Mammuts ein Fell, obwohl gigantisch groß... ;)
Warum haben tropische Tiere ein Fell?

Einig sind wir uns auf jeden Fall, dass Federn primär zum wärmen dienten und nicht zum fliegen...

Ich finde ihre Ansätze alle gut und schlüssig, jedoch hinterfrage ich immer alles, also bitte nicht negativ auffassen... ;)

frank franki
00
20.2.2010, 10:09

..., aber dennoch hatten Mammuts ein Fell, obwohl gigantisch groß...

es gibt noch andere wichtige kriterien, die nicht aus dem individuum selbst zu erklären sind:

die umwelt (mammut -> eiszeit)

sexuelle selektion (ohne speziellen nutzen, möglicherweise sogar eine behinderung im altag)

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